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vom 27.04.2017, aktuelle Version,

Burgstall Kosenburg

Burgstall Kosenburg
Schildwall der Kosenburg

Schildwall der Kosenburg

Alternativname(n): Chosenpurkch
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall, Schildwall, Gaben, Mauerreste
Ort: Grein
Geographische Lage 48° 30′ 39,9″ N, 13° 47′ 4,7″ O
Burgstall Kosenburg (Oberösterreich)
Burgstall Kosenburg

Der Burgstall Kosenburg (auch als Chosenpurkch bezeichnet) ist eine abgegangene Höhenburg in der Katastralgemeinde Lettental der Stadt Grein im Bezirk Perg von Oberösterreich in der Nähe des Bauernhofes Mayrhofer (sogenanntes Burgstallerhäusel).

Geschichte

Die Kosenburg befand sich 1383[1] im Besitz des Hanns der Knewzzer (Hans Kneusser) von Saxenegg, als er seinem Burggraf Ruger Harsser für seine treuen Dienste den Zehnt von 23 Häusern in der Nähe der Khosenburkch in Saechsner Pfarr gab. Diese hochmittelalterliche Burganlage dürfte dann zum Besitz der Familie Saxen/Lettner gehört haben. Später wurde der dazugehörige Besitz geteilt und ein Teil kam über die Saxenegger an die Gneusser. Doch auch die Familie Harscher erhielt Besitz und Zehentrechte an der Kosenburg: 1383 wurde ein Rudolf der Harscher erwähnt, der 1405 starb. Seine Witwe und ihr Sohn Georg verkauften am 20. April 1405 die Zehntrechte auf 31 Häuser bei der Kosenburg dem Herrn Alber von Volkersdorf auf Kreuzen. Die Burg dürfte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts aufgegeben worden sein, da weitere urkundliche Nennungen fehlen.

Kosenburg heute

Die noch gut erkennbare Substruktion der Kosenburg befindet sich oberhalb des Steilabfalls zur Donau, etwa 350 m südöstlich des Bauernhofes Mayerhofer in Dornach; der Schildwall mit vorgelegtem Graben und einige Mauerzüge sind noch erhalten. Das Gelände ist durch Bautätigkeit und den Ausbau der B3 verändert worden; auch landwirtschaftliche Meliorationsarbeiten haben der Anlage zugesetzt. Für die Anlage besteht kein Denkmalschutz.[2]

Literatur

  • Georg Grüll: Burgen und Schlösser in Oberösterreich, Band 1: Mühlviertel. Birken-Verlag, Wien 1962.
  • Leopold Josef Mayböck: Diverse Manuskripte, Gesammelte Daten und Fakten über Burgen, Burgställe, Schlösser, Sitze, Freihöfe im Unteren Mühlviertel. o.J., Schwertberg.
  • Christian K. Steingruber: Eine kritische Betrachtung des Historisch-Topographischen Handbuches der Wehranlagen und Herrensitze Oberösterreichs. Ober-Österreichisches Landesarchiv, Linz 2013.

Einzelnachweise

  1. Gemeindenachrichten von Grein, November 2011 (PDF; 3,0 MB)
  2. Christian K. Steingruber, 2013, S. 238.