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vom 06.03.2017, aktuelle Version,

Café Drechsler

Café Drechsler
Allgemeine Informationen
Herkunft Wien, Österreich
Genre(s) Jazz, Weltmusik
Gründung 2000, 2013
Auflösung 2006
Gründungsmitglieder
Ulrich Drechsler
Oliver Steger
Alex Deutsch
Aktuelle Besetzung
Saxophon, Bassklarinette
Ulrich Drechsler
David Helbock
Keyboard
Philipp Jagschitz
Patrick Zambonin
Schlagzeug
Christian Eberle

Café Drechsler war ein österreichisches Jazztrio aus Wien. Seit der Neugründung operiert die Band als Quintett; Jazz ist nur noch eine Komponente von vielen.

Stil

Ulrich Drechsler und Oliver Steger

Der Stil des Trios, bestehend aus Ulrich Drechsler, Oliver Steger und Alex Deutsch, baute auf Jazz-Improvisationen und Dance-Beats mit Anklängen aus Lounge-Musik, Soul und, im Gesang, Rap und Chanson auf. Ihre Konzerte waren zum größten Teil improvisiert.

Geschichte

Benannt hatte sich die Band nach Ulrich Drechsler und in Anlehnung an das gleichnamige Wiener Kaffeehaus, das Café Drechsler an der Linken Wienzeile.

Für ihr Debütalbum Café Drechsler (Universal Music, 2002) nahm die Band, teils mit Gastmusikern, in 2 1/2 Tagen etwa 40 improvisierte Stücke auf, um daraus die Besten auszuwählen. Das Album wurde in über 20 Ländern veröffentlicht. In Deutschland, Griechenland, Australien und Indonesien erreichte es Positionen in den Top-10 der Radio- und Clubcharts und wurde 2003 für den Amadeus Austrian Music Award nominiert, musste aber gegen Faces & Places von Joe Zawinul zurückstecken.

2004 erschien Radio Snacks auf dem Wiener Independent-Label mouth to mouth. Auf Radio Snacks sind unter anderem die Stimmen von John Megill (FM4), Paul Pluesch und Ex-Bauchklang-Mitglied Flo aka Voyeur, sowie Samples von DJ Zuzee (Waxolutionists) und der Frontman der Percussion-Gruppe Tam Tam d'Afrique, Cheikh M'Boup, zu hören. Das Album wurde 2005 mit dem Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie „Bestes Album (Jazz/Blues/World Music)“ ausgezeichnet. Noch im selben Jahr versteigerten Café Drechsler ihren Amadeus Award bei einer Internetauktion, um ein Zeichen gegen die schlechten Bedingungen für Musiker in Österreich zu setzen [1].

Im Herbst des Jahres 2006 löste sich das Trio auf.

Diskografie

Alben

  • 2002: Café Drechsler (Universal Music)
  • 2004: Radio Snacks (mouth to mouth)
  • 2008: Café Drechsler Is Back (Geco Tonwaren)
  • 2013: Streamer (Monkey.)

Literatur

Einzelnachweise

  1. kl@ammeraffe: http://www.klammeraffe.at/wblog/index.php?p=70, 18. Mai. 2005