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vom 29.04.2017, aktuelle Version,

Carl Caufal

Carl Caufal (* 5. Dezember 1861 in Olmütz; † 24. November 1929 in Wien) war ein österreichischer Architekt.

Leben

Über das Leben von Carl Caufal ist sehr wenig bekannt. So weiß man nichts über seine Ausbildung und wann er nach Wien gekommen ist. Jedenfalls realisierte er um die Jahrhundertwende einige Bauten in Wien und war auch im Immobiliengeschäft tätig. Wegen verunglückter Hausspekulationen wurde er 1903 wegen schuldhafter Krida zu drei Wochen strengem Arrest verurteilt. Ab Beginn des Ersten Weltkriegs sind keine Bauten mehr von ihm bekannt.

Caufal war verheiratet und hatte einen Sohn.

Werk

Hotel Post (1902)

Das bekannteste und zugleich auch erste bekannte Bauwerk Caufals ist der Dogenhof, der im Stile der venezianischen Gotik gestaltet wurde (in der Nähe befand sich der Vergnügungspark Venedig in Wien im Prater). Seine späthistoristischen Bauten zeigen einen üppigen neobarocken Dekor. Um 1910 werden seine Fassaden schlichter und nehmen secessionistische Gestaltungselemente auf.

Caufal wurde im Zusammenhang mit der Restaurierung des Dogenhofes im Jahr 2005 von Restauratoren und Journalisten ungerechtfertigt negativ beurteilt. Tatsächlich war er ein vielseitiger Architekt, der auf der Höhe seiner Zeit stand.

  • Wohnhaus „Dogenhof“, Praterstraße 70 / Mayergasse 1, Wien 2 (1896–1898), unter Denkmalschutz
  • Miethaus, Siebensterngasse 38, Wien 7 (1897)
  • Hotel Post, Fleischmarkt 24, Wien 1 (1902)
  • Miethaus, Hintzerstraße 3, Wien 3 (1905)
  • Miethaus, Hintzerstraße 5, Wien 3 (1905)
  • Miethaus, Dannebergplatz 12, Wien 3 (1906)
  • Miethaus, Dannebergplatz 13, Wien 3 (1906)
  • Miethausblock, Gumpendorfer Straße 70, Wien 6 (1910)
  • Miethaus, Margaretengürtel 2 / Blechturmgasse 1, Wien 5 (1911)
  • Wohn- und Geschäftshaus, Paniglgasse 16, Wien 4 (1912–1913), unter Denkmalschutz