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vom 14.09.2016, aktuelle Version,

Carl von Schwarz

Carl Freiherr von Schwarz, Lithografie.
Büste Carl von Schwarz (Bildhauer: Franz Pönninger, 1871)

Carl Freiherr von Schwarz (* 23. Juli 1817 in Söhle bei Neutitschein, Mähren; † 21. Oktober 1898 in Gnigl) war ein österreichischer Bauunternehmer der Gründerzeit.

Leben

Carl Schwarz studierte nach einer Maurerlehre an der Technischen Akademie in Olmütz. Vom Jahre 1842 an ist Schwarz - teils in Verbindung mit den Gebrüdern Klein, teils unabhängig - wesentlich am Ausbau des Eisenbahnnetzes in Österreich tätig. So war er am Bau der Staatsbahnstrecken Olmütz–Prag und Prag–Bodenbach beteiligt und baute die Strecke Bochnia–Dembica. Auf seine Initiative erfolgte 1860 der Bau der Bahnlinie Hallein-Salzburg, wenige Jahre später war er maßgeblich an der Stadterweiterung von Salzburg beteiligt. In einem Vertrag mit der Stadt verpflichtete er sich zur Regulierung der Salzach, als Gegenleistung erhielt er die dadurch freiwerdenden Grundstücke, die er dann weiterverkaufte. Am engen Flussbett und an der villenartigen Verbauung entlang der Salzach (Schwarzstraße, Imbergstraße) ist das Resultat dieses Vertrags noch heute ablesbar. Er errichtete 1857 - 1860 u. a. den Hauptbahnhof (Architekt Rudolf Bayer) und die Eisenbahnbrücke über die Salzach.

1872 hat Schwarz im Namen eines von ihm vertretenen Consortiums das Projekt für eine Eisenbahn von Wien über Laxenburg, Wiener Neustadt, Pitten, Aspang, Friedberg, Hartberg, Fürstenfeld, Gleichenberg, Radkersburg und Pettau an die steirisch-kroatische Grenze bei Stanoschina [Stanošina/Stanoschin] zum Anschluss an eine von da über Agram an die bosnische Grenze bei Rovi zu führende Bahn mit einer Abzweigung von Radkersburg (Halbenrain) nach Spielfeld vorgelegt, für welches in der Folge die technisch-militärische Revision der beantragten Trasse angeordnet wurde[1]. Die Strecke wurde als Aspangbahn in den 1880ern verwirklicht wurde.

Schwarz, der auch als Mäzen tätig war, wurde 1869 nobilitiert und 1872 zum Freiherrn erhoben. Er starb 1898 und ist auf dem Friedhof in Gnigl begraben.

Literatur

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Einzelnachweise

  1. Eisenbahnnachrichten. In: Das Vaterland, 13. November 1872, S. 5 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/vtl