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vom 21.09.2015, aktuelle Version,

Christian Höbart

Christian Höbart (* 9. Juni 1975 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ) und Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat.

Ausbildung und Beruf

Höbart absolvierte nach der Volksschule und einem Realgymnasium in Baden bei Wien die Höhere Technische Lehranstalt (HTL) Mödling und legte 1994 die Matura in der Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen ab. Im Anschluss leistete er seinen Präsenzdienst beim österreichischen Bundesheer. Danach arbeitete Höbart zunächst als technisch-kaufmännischer Angestellter bei einem Industrieunternehmen, ehe er Vertriebspositionen bei Informationstechnologiekonzernen wie der Software AG und Oracle übernahm. Von 2007 bis 2011 war Höbart als Geschäftsleitungsmitglied leitender Angestellter eines Informationstechnologie-Unternehmens.

Mitte 2011 gründete Höbart ein Unternehmen und ist als Unternehmensberater im Bereich „Vertriebs- und Marketingoptimierung“ aktiv. Darüber hinaus ist er Ankündigungsunternehmer und bietet mit seinem Geschäftspartner Daueraußenwerbestellen für Werbekunden in ganz Österreich an.

Politische Laufbahn

Höbart übt bzw. übte seit Ende 2004 verschiedene Funktionen innerhalb der FPÖ aus. So übernahm er 2007 als Bezirksparteiobmann die Agenden der FPÖ Bezirksgruppe Mödling, Mitte 2012 wurde er auch zum Ortsparteiobmann seiner Heimatgemeinde Guntramsdorf gewählt.

2008 wurde Höbart bei der Nationalratswahl 2008 über den Bundeswahlvorschlag erstmals in den Nationalrat gewählt. Er wurde am 28. Oktober 2008 im Parlament angelobt. Höbart wurde Jugendsprecher der FPÖ und war Mitglied der Ausschüsse für Wirtschaft und Industrie, Wissenschaft, Forschung und Innovation, Familienangelegenheiten sowie Sportangelegenheiten. Nach den Nationalratswahlen 2013 wurde Höbart über den von der FPÖ NÖ eingebrachten Landwahlvorschlag wieder in der Nationalrat gewählt, die Angelobung seiner zweiten Amtsperiode fand am 29. Oktober 2013 statt. Höbarts parlamentarische Ausschussmitgliedschaften sind bis auf eine Ausnahme unverändert geblieben, statt im Familienausschuss ist Höbart nun im Ausschuss für "Bürgerinitiativen und Petitionen" aktiv.

Nach der Landtagswahl in NÖ am 3. März 2013, wo die FPÖ NÖ rund 2,3 % verlor und auf 8,2 % absackte, wurde Höbart nach einem wochenlangen „Veränderungs- und Optimierungsprozess“ innerhalb der FPÖ NÖ am 11. Juni 2013 bei einer Sitzung der Landesparteileitung als Nachfolger von Barbara Rosenkranz zum neuen geschäftsführenden Landesparteiobmann der FPÖ NÖ gewählt und bildet seit diesem Zeitpunkt eine Doppelspitze mit Walter Rosenkranz, der wenige Tage zuvor bei einem außerordentlichen Landesparteitag der FPÖ NÖ am 9. Juni 2013 zum neuen Landesparteiobmann der FPÖ NÖ gewählt wurde.

Kontroversen

Im Jahr 2012 erregte Höbart mit einem Vorschlag für mediale Aufmerksamkeit. So schlug er eine "Schnupperhaft" für jugendliche Straftäter vor. Nach den Angaben von Höbart seien vor allem ausländische Jugendliche für die stark steigende Jugendkriminalität verantwortlich. Daraufhin ließ der Vorstand der Fachgruppe Jugendrichter in der Richtervereinigung verlautbaren, dass die These von Höbart empirisch nicht erwiesen ist.[1][2] Breite öffentliche Kritik erntete Höbart im Herbst 2014, nachdem er im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen untergebrachte Asylbewerber auf Facebook als „Erd- und Höhlenmenschen“ bezeichnet hatte.[3]

Privates

Höbart ist geschieden und hat zwei Kinder.

Einzelnachweise

  1. Wiener Zeitung: FPÖ will "Schnupperhaft" für jugendliche Straftäter, 29. Mai 2012
  2. derStandard.at: FPÖ regt "Schnupperhaft" für jugendliche Straftäter an, 29. Mai 2012
  3. ORF.at: Asyl: Mikl-Leitner kritisiert „Scharfmacher“ Höbart und Babler, 8. November 2014