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vom 01.10.2016, aktuelle Version,

Christoph Zielinski

Christoph Zielinski (* 20. Mai 1952 in Wieliczka bei Krakau[1]) ist ein österreichischer Internist und Professor an der Medizinischen Universität Wien. Zu seinen wichtigsten Arbeitsgebieten gehören die internistische Onkologie und Hämatologie sowie die klinische Immunologie.

Leben

Zielinski wurde 1952 in der Nähe von Krakau als Sohn des Schriftstellers Adam Zielinski und seiner Frau Sophie geboren. 1957 gelangte er mit seinen Eltern nach Wien, wo er die schulische Ausbildung 1970 beendete. Er studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte 1976. 1976 bis 1978 war Zielinski Assistent am Institut für Immunologie der Universität Wien und begann 1978 seine Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin an der II. Medizinischen Univ. Klinik in Wien. 1979 bis 1981 war er in Boston (USA) und Fellow am Cancer Research Center der Tufts University unter Professor Robert S. Schwartz. Nach Wien zurückgekehrt, beendete Zielinski seine Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin an der II. Medizinischen Univ. Klinik unter Georg Geyer. Über ihn kam er Mitte der 1980er Jahre zu seinem „Lebensthema“ („Machen Sie doch Krebs“), habilitierte 1986 in Klinischer Immunologie sowie 1988 in Innerer Medizin, und wurde 1992 zum Professor für Klinisch-Experimentelle Onkologie ernannt. 2001 wurde Zielinski von Rektor Winckler der Universität Wien zum Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie an der Klinik für Innere Medizin I ernannt. Seit 2004 ist er Vorstand der I. Universitätsklinik für Innere Medizin der Medizinischen Universität Wien. Von 2008 bis 2010 war er Vizerektor der Medizinischen Univ. Wien. 2010 wurde er zum Koordinator, 2013 seitens der Medizinischen Univ. Wien zum Leiter des Comprehensive Cancer Center, einer gemeinsamen Einrichtung der Universität und des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) ernannt.

1998 gründete Zielinski die Patienteninitiative „Leben mit Krebs“ zur Enttabuisierung von Krebserkrankungen in der Öffentlichkeit. Die Initiative hat in Zusammenarbeit mit dem ORF-Landesstudio Wien in regelmäßigen Abständen Informationsabende und seit 2000 den alljährlichen „Krebstag“ im Wiener Rathaus veranstaltet.

Seit 1999 ist Zielinski Präsident der Central European Cooperative Oncology Group (CECOG). Seitens der European Society of Medical Oncology, ESMO, wurde er für die Jahre 2014 und 2015 ins Executive Committee - das Leitungsgremium der ESMO - gewählt, und ist Vorsitzender des ESMO-Komitees für Stipendien und Auszeichnungen. Zielinski fungiert(e) als Local Officer der Kongresse der European Society for Clinical Oncology (ESMO, 2012) und der European CanCer Organization (ECCO, 2015). Zielinski ist Mitglied des Editorial Boards einer Vielzahl von wissenschaftlichen onkologischen Journalen und war über viele Jahre Herausgeber der deutschen Ausgabe des Journal of Clinical Oncology. Seit Jänner 2016 ist Zielinski Herausgeber der Open-Access-Zeitschrift "ESMO Open - Cancer Horizons", die von der European Society for Medical Oncology (ESMO) gemeinsam mit dem British Medical Journal publiziert wird.

Seit 1994 ist Zielinski mit der ORF-Moderatorin Ricarda Reinisch-Zielinski verheiratet. Gemeinsam haben sie Sohn Leonard (* 1995). Aus einer früheren Ehe hat Zielinski zwei weitere Kinder (* 1984 und 1986). Sohn Lukas (Studium an der Universität Edinburgh) betreibt eine Internetplattform, Tochter Valerie (Studium an der Medizinischen Univ. Wien) ist Ärztin in Ausbildung.

Auszeichnungen

Schriften

Zielinski hat über 500 wissenschaftliche Publikationen von Originalarbeiten und Reviews in Peer-Review Journals mit einem kumulativen Impactfactor von mehr als 3.500 und mit über 9.000 Zitierungen durch andere Autoren getätigt, siehe www.researchgate.net/profile/christoph_zielinski. Mit Peter Boyle, Richard Sullivan und Otis W. Brawley gab Christoph Zielinski das Buch The State of Oncology 2013 (International Prevention Research Institute, Lyon 2013, ISBN 978-2-9539268-2-8) heraus.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Mailath: Preise der Stadt Wien für Wissenschaften vergeben, Rathauskorrespondenz vom 25. Mai 2004, Website der Stadt Wien, abgerufen am 24. April 2014.
  2. Christoph Zielinski von Bundespräsident Fischer ausgezeichnet, Website der Medizinischen Universität Wien, 24. April 2014, abgerufen am 24. April 2014.