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vom 30.04.2017, aktuelle Version,

Der Sonne entgegen (Fernsehserie)

Seriendaten
Originaltitel Der Sonne entgegen
Produktionsland Österreich, Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) 1984–1985
Länge 45 Minuten
Episoden 12 in 2 Staffeln
Genre Komödie
Titelmusik PAX
Produktion Satel Film
Idee Gerald Gam
Musik Ralph Siegel
Erstausstrahlung 7. Jänner 1985
Besetzung

Der Sonne entgegen ist eine österreichisch-deutsche Fernsehserie über vier Aussteiger, die sich nach Jugoslawien absetzen. Gedreht wurde die Serie 1984 bis 1985 in Valun, einem Fischerdorf auf der Insel Cres in Kroatien. Es wurden zwei Staffeln von jeweils sechs Folgen produziert.

Handlung

Der Hamburger Tankstellenbesitzer Hannes Meckelfeld erträgt seine streitende Frau und ihre Mutter nicht mehr und reißt aus. In Valun, einem kleinen Fischerdorf im damaligen Jugoslawien lernt er den überforderten Anwalt Dr. Günter Zack kennen, der mit seiner Arbeit unzufrieden ist, außerdem den Maler Joe Felden, der Bilder für die Münchner Schickeria malt und damit viel Geld verdient, aber feststellt, dass er kein ernsthafter Maler mehr ist, und schließlich den Wiener Caféhausbesitzer Ludwig Hawratil, der von Schutzgelderpressern terrorisiert wird.

Die vier Aussteiger genießen das Nichtstun. Als das Geld knapp wird, beschließen sie, einen alten Kahn, der am Strand liegt, wieder flottzumachen. Dieser gehört zwar dem alten Luka, der ihnen jedoch die Erlaubnis gibt, ihn für Botendienste zu benutzen. Das Schiff taufen sie auf den Namen „Tohuwabohu“. Von nun an leben sie von Lieferungen für Mirko, den Melonenhändler und von sonstigen Gelegenheitsjobs, von denen manche mehr, manche weniger Geld bringen. Da Joe wieder malen will und in die Berge geht, wird der zwölfjährige Fischerjunge Duško das neue Mitglied der Besatzung. Gegen Ende der ersten Staffel kommen Meckis Frau Gisela und seine Schwiegermutter Käthe in Valun an. Mecki und seine Frau verlieben sich wieder ineinander und genießen die gemeinsame Zeit.

Am Anfang der zweiten Staffel kommen die wieder in Deutschland lebenden Meckelfelds und Joe im Urlaub wieder nach Valun zurück. Der nervöse Schriftsteller Georg Lüftl kommt nach Valun, um nicht mehr dauernd beim Schreiben gestört zu werden und sich inspirieren zu lassen. Käthe beschließt, eine Disco im Dorf zu eröffnen, und da es sehr gut läuft, macht sie auch noch ein Gasthaus auf. Ein Zeitungsschreiber verfasst einen Artikel über den Ort Valun, der daraufhin von Touristen überrannt wird. Nun ist es mit der Beschaulichkeit und der Ruhe in dem kleinen Ort vorbei. Die Freunde ziehen auf ihrem Boot weiter.

Episoden

1. Staffel

  • 1. Auf und davon
  • 2. Aus alt mach neu
  • 3. Der alte Mann und das Schiff
  • 4. Das Melonending
  • 5. Liebe Brot und Clownerie
  • 6. Des Meeres und der Diebe Wellen

2. Staffel

  • 7. Auf nach Valun
  • 8. Viel Lärm um Wickerl
  • 9. Reif für die Insel
  • 10. Die Schatzsuche
  • 11. Zack ist auf Zack
  • 12. Hochzeit mit Hindernissen

Hintergründe

Die Serie behandelt das Thema Aussteiger auf humorvolle Art und Weise. Einige der Darsteller waren damals schon bekannte Schauspieler, wie etwa Josef Meinrad, Heidi Kabel, Heinz Petters oder Towje Kleiner.

Für Erwin Steinhauer kam jedoch erst durch die Serie der große Erfolg als Schauspieler. Er spielte seither in unzähligen Fernsehfilmen und Serien mit. Erfolge feierte er unter anderem mit der Polt- und der Trautmann-Serie.

Harald Gauster, der die Rolle des Duško spielte und durch Serien wie Waldheimat und Tatort zum Kinderstar in Österreich wurde, hängte nach dieser Serie den Schauspielberuf an den Nagel.

Seit November 2007 gibt es die erste Staffel und inzwischen auch die zweite Staffel als Doppel-DVD im Handel zu kaufen.

Kritik

„Die "Aussteiger" in der Serie surfen und saufen, segeln und kumpeln sich durch den Sonderurlaub und man weiß jetzt bereits, daß sie letzten Endes doch, recht erholt, wieder ins Heimische zurückkehren werden. Besser als das "Traumschiff" ist diese Produktion allerdings schon.“

Günther Poidinger, Arbeiterzeitung [1]

Einzelnachweise

  1. Telesubjektiv. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 16. Jänner 1985, S. 16.