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vom 23.06.2017, aktuelle Version,

Eberstalzell

Eberstalzell
Wappen Österreichkarte
Wappen von Eberstalzell
Eberstalzell (Österreich)
Eberstalzell
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Wels-Land
Kfz-Kennzeichen: WL
Fläche: 27,55 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 13° 59′ O
Höhe: 400 m ü. A.
Einwohner: 2.571 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 93 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4653
Vorwahl: 0 72 41
Gemeindekennziffer: 4 18 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 15
4653 Eberstalzell
Website: www.eberstalzell.at
Politik
Bürgermeister: Franz Gimplinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
14
8
3
14  8  3 
Von 25 Sitzen entfallen auf:

Lage der Gemeinde Eberstalzell im Bezirk Wels-Land
Aichkirchen Bachmanning Bad Wimsbach-Neydharting Buchkirchen Eberstalzell Edt bei Lambach Fischlham Gunskirchen Holzhausen Krenglbach Lambach Marchtrenk Neukirchen bei Lambach Offenhausen Pennewang Pichl bei Wels Sattledt Schleißheim Sipbachzell Stadl-Paura Steinerkirchen an der Traun Steinhaus Thalheim bei Wels Weißkirchen an der Traun Wels Oberösterreich Lage der Gemeinde Eberstalzell im Bezirk Wels-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Freiwillige Feuerwehr Eberstalzell
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Eberstalzell ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Wels-Land mit 2.697 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017).

Geografie

Das Gemeindegebiet liegt auf einer Höhe von 400 m und gehört geographisch zum Traunviertel. Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Lambach und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Wels.

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,2 km und von West nach Ost 6,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 27,6 km². 8,3 % der Fläche sind bewaldet und 83 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Eberstalzell (1.031)
  • Hallwang (145)
  • Ittensam (173)
  • Littring (122)
  • Mayersdorf (193)
  • Spieldorf (207)
  • Wipfing (692)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eberstalzell, Mayrsdorf und Wipfing.

Nachbargemeinden:

Steinerkirchen Sattledt
Vorchdorf Pettenbach Ried im Traunkreis

Geschichte

Teile von Eberstalzell waren schon zur Zeit der Römer bewohnt. Dies beweisen die Funde von römischen Mosaiken an der Römerstraße bei Albersdorf. Bei Grabungen in Albersdorf entdeckte man einen steinernen Opferstein (vor 777), der jetzt in der Maria-Hilf-Kapelle einen Ehrenplatz gefunden hat.

Eberstalzell wird im Jahre 777 in der Gründungsurkunde des Stifts Kremsmünster erstmals urkundlich erwähnt (als „Eporestal“):

Überdies schenken wir ihnen einen Bezirk im Orte Eporestal, welcher von Saluso, Wenilo und Garweth abgegrenzt und mit Marken versehen wurde, wo sie von dem alldortigen Walde bei dem besagten Eporestal ohne jede Hindernisses Unurbares und Urbares umschaffen können, wie immer sie wollen.
Pfarrkirche Eberstalzell

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Kirche

Die Mönche des Stiftes Kremsmünster errichteten eine erste Kirche, die jedoch vermutlich um 900 im Zuge der Einfälle der Ungarn zerstört wurde. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts wurde eine neue, hölzerne Kirche dem Hl. Ulrich geweiht. Im Jahre 1494 wurde schließlich die heute noch bestehende steinerne Kirche eröffnet. Ihr endgültiges Aussehen bekam sie im 18. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert wurde sie umfassend renoviert.

Wappen

Begrüßung am Ortseingang

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Silber auf einer roten, durchgehenden Brücke mit drei bogenförmigen Durchlässen ein schwarzer, wachsender Eber.
Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Schwarz.

Der Eber ist das redende Sinnbild für den Gemeindenamen und zugleich als Wappentier Kremsmünsters ein spezieller Hinweis auf die enge geschichtliche Verbindung des Klosters mit der als frühe Missionsstation (Mönchszelle) gegründeten Pfarre. Die Brücke steht für die auf dem Gemeindegebiet liegende in Naturstein gemauerte Autobahnbrücke der Westautobahn (A1).
Die Verleihung des Wappens erfolgte am 2. Mai 1977. Gleichzeitig wurde der Ortsname von Eberstallzell auf Eberstalzell geändert.

Politik

Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen: 14 ÖVP, 3 SPÖ, 8 FPÖ

Bürgermeister
  • seit 2002 Franz Gimplinger (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Eberstalzell: 1490 im gotischen Stil erbaut; während der großen Kirchenrenovierung 1866–1882, Entdeckung spätgotischer Fresken im Kreuzrippengewölbe über dem Hochaltar (1881); neugotische Ausstattung.

Wirtschaft

  • Auf dem Gemeindegebiet von Eberstalzell wird von der Rohöl-Aufsuchung AG (RAG) Erdöl gefördert.
  • Die Energie AG hat in Eberstalzell direkt an der Westautobahn das größte Photovoltaikkraftwerk Österreichs errichtet. Neben dem größten Photovoltaikkraftwek, startet die Energie AG das Smart Gird Projekt (intelligentes Stromnetz).
  Commons: Eberstalzell  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1. Jänner 2015 nach Ortschaften