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vom 16.07.2016, aktuelle Version,

Editha Sterba

Editha Sterba (* 8. Mai 1895 in Budapest, Österreich-Ungarn; † 2. Dezember 1986 in Detroit) war eine österreichisch-US-amerikanische Psychoanalytikerin.

Leben

Editha von Radanowicz-Hartmann wurde als Tochter eines österreichisch-ungarischen Obersten geboren. Sie besuchte ein Mädchengymnasium in Prag und danach als einziges Mädchen ein Jungengymnasium bei Wien. Im Jahre 1915 begann von Radanowicz-Hartmann ein Studium an der Universität Wien in den Fächern Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaften und promovierte im Jahre 1921. Seit 1925 war sie in psychoanalytischer Ausbildung und wurde Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung. Im Jahr 1926 heiratete sie den Mediziner und Psychoanalytiker Richard Sterba. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 flohen beide in die Schweiz und gingen von dort in die Vereinigten Staaten, wo sie in Detroit mit Leo Bartemeier ein psychoanalytisches Institut aufbauten und eine eigene Praxis betrieben.

Im Rahmen ihrer Spezialisierung auf die Psychoanalyse von Kindern kam es zur Zusammenarbeit mit Anna Freud.

Werke

  • 1936: Schule und Erziehungsberatung
  • 1936: Zwei Arten der Abwehr
  • 1949: Searchlights on delinquency
  • Beethoven and his nephew. A Psychoanalytic Study of their Relationship. New York: Patheon, 1954
  • Ludwig van Beethoven und sein Neffe. Tragödie eines Genies. Eine psychoanalytische Studie., München: Szczesny, 1964
  • 1972: Unser Familienleben

Literatur

  • Uwe Henrik Peters: Psychiatrie im Exil : die Emigration der dynamischen Psychiatrie aus Deutschland 1933–1939, Kupka, Düsseldorf 1992, ISBN 3-926567-04-X.
  • Eleonore Schneiderbauer: Richard und Editha Sterba, in: Oskar Frischenschlager (Hrsg.): Wien, wo sonst! Die Entstehung der Psychoanalyse und ihrer Schulen. Wien : Böhlau, 1994, ISBN 3-205-98135-9, S. 142–150