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vom 10.03.2025, aktuelle Version,

Elettra (Schiff, 1904)

Elettra
Elettra um 1925
Elettra um 1925
Schiffsdaten
Flagge Osterreich-Ungarn Österreich-Ungarn
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Italien Italien
Deutsches Reich Deutsches Reich
andere Schiffsnamen
  • Rovenska
  • G 107
  • NA 6
Schiffstyp Yacht
Rufzeichen IBDK
Heimathafen La Spezia
Bauwerft Ramage & Ferguson, Leith
Stapellauf 17. März 1904
Verbleib 1977 abgebrochen
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 67,40 m (Lüa)
Breite 8,38 m
Tiefgang (max.) 5,18 m
Vermessung 682,81 BRT / 232,18 NRT
Maschinenanlage
Maschine 2 Dampfkessel von Ramage & Ferguson, 3-Zylinder Dreifachexpansi
Maschinen­leistung 1.200 PS (883 kW)
Höchst­geschwindigkeit 12 kn (22 km/h)
Propeller 2
Takelung und Rigg
Anzahl Masten 2
Sonstiges
Registrier­nummern 956 (1921–1943)

Elettra war der Name des Forschungsschiffs, mit dem Guglielmo Marconi von 1919 bis 1936 wissenschaftliche Experimente zu Radiowellen und Funkübertragungen durchführte. Die Yacht lief 1904 vom Stapel und war bis 1919 unter dem Namen Rovenska in österreichischen Diensten.

Geschichte

Erzherzog Karl Stephan von Österreich bestellte Anfang des 20. Jahrhunderts bei Ramage & Ferguson eine Yacht, die am 27. März 1904 vom Stapel lief und von seiner Frau Maria Theresia Rovenska getauft wurde. Der Name erinnerte an den gleichnamigen Ort Rovenska auf der Insel Lošinj, wo Karl Stephan von Österreich seine Winterresidenz hatte. 1910 wurde die Yacht an den britischen Geschäftsmann Max Waechter verkauft. 1914 erwarb sie der Industrielle Gustav H. F. Pratt. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs kaufte die Royal Navy das Schiff an. Das Schiff wurde mit Waffen ausgerüstet und diente nun als Patrouillenboot und Geleitschiff zwischen Brest und Saint-Malo. Nachdem in Southampton die Bewaffnung entfernt worden war, wurde das Schiff 1919 versteigert. Ein englischer Lord erwarb das Schiff und kurze Zeit später verkaufte er es an Guglielmo Marconi für 21.000 Pfund Sterling.

Im Juli 1919 verließ die Rovenska England und erreichte im August des gleichen Jahres Neapel. In der Werft in La Spezia wurde sie für den zukünftigen Zweck ausgerüstet. Am 27. Oktober 1921 wurde die Elettra, wie das Schiff nun hieß, im italienischen Schiffsregister angemeldet und am 21. Dezember mit der Nummer 956 registriert. Am 30. Juli 1934 demonstrierte Guglielmo Marconi im Golf von Tigullien wie man ohne Sicht und mittels Mikrowellen ein Schiff navigieren kann. Hierfür wurde mit Vorhängen im Cockpit der Elettra die Sicht versperrt. Nun steuerte er das Schiff geleitet durch ein Radiosignal, das vom Leuchtfeuer, das später Torre Marconi genannt wurde, zwischen zwei Bojen vor dem Hafen von Sestri Levante hindurch.[1] Am 26. März 1930 schaltete Marconi vom Bord seines Schiffes, das in La Spezia lag, im 16.000 km entfernten Sydney anlässlich einer Elektronik- und Radio-Ausstellung, über Funk 3000 Glühlampen ein. Am 12. August 1930 brach infolge eines Kurzschlusses auf der Elettra Feuer aus, das jedoch nach kurzer Zeit gelöscht werden konnte.

Bug der Elettra im Meeresmuseum in Triest

Nach Marconis Tod im Jahre 1937 wurde die Elettra für 820.000 Lire vom Italienischen Ministerium für Kommunikation erworben. Bei Kriegsausbruch wurde das Schiff nach Triest verlegt. Nach dem Waffenstillstand von Cassibile wurde das Schiff von der Kriegsmarine erworben, mit einer 15 mm-Maschinenkanone und zwei 20-mm-Zwillingsgeschützen ausgestattet und als G 107 in den Dienst der 1. Geleitflottille gestellt. Später wurde sie in NA 6 umbenannt. Am 28. Dezember 1943 verließ das Schiff Triest für eine Patrouillenmission. Am 21. Januar 1944 wurde sie in der Nähe von Zadar von feindlichen Jagdbombern entdeckt und versenkt.

Nach dem Krieg ging das Wrack in den Besitz von Jugoslawien über. Italien plante das Schiff zu heben und wieder in Stand zu setzen. Erst 1959 erlaubte Jugoslawien das Wrack der Elettra zu untersuchen und nach schwierigen Verhandlungen erlaubte man schließlich die Bergung, die 1962 erfolgte. Das Schiff wurde ins Arsenal in Venedig verbracht. 1972 wurde das Vorhaben der Restauration verworfen und 1977 wurde das Schiff in Teile zerlegt. Die meisten Teile wurden ins Meeresmuseum in Triest gebracht. Die Technische Ausstattung ist im Museo nazionale della scienza e della tecnologia Leonardo da Vinci in Mailand ausgestellt. Weitere Teile befinden sich im Museo tecnico navale in La Spezia und im Museum Marconi in der Villa Griffone. Ein restaurierter Mast befindet sich im Parco di San Giovanni in Triest.

Commons: Elettra  – Sammlung von Bildern

"L'albero dell'Elettra umile cimelio in un cortile"

Literatur

  • Riccardo Magrini: Schiffe. Segelschiffe, Kriegsschiffe, Passagier- und Handelsschiffe, Fränkisch-Crumbach 2016, S. 176, ISBN 978-3-8468-0022-5
  • Maria Cristina Marconi: Marconi My Beloved, Boston 2001, ISBN 0-937832-36-7

Fußnoten

  1. Guglielmo Marconi a Sestri Levante: Giornata Marconiana Mercoledi 30 luglio (Memento des Originals vom 2. April 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tigullionews.com

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Flagge des Königreich Italiens (1861-1946) In einem staatlichem oder militärischem Kontext ist die Version mit der Krone zu verwenden. http://www.regiamarina.net/ref/flags/flags_it.htm Regio decreto n. 2072 del 24 settembre 1923 Norme per l'uso della bandiera nazionale convertito in legge n. 2264 del 24 dicembre 1925 Art. unico. È convertito in legge il R. decreto-legge 24 settembre 1923, n. 2072, concernente le norme per l'uso della bandiera nazionale con le modificazioni risultanti dal testo seguente: Art. 1. La bandiera nazionale, è formata da un drappo di forma rettangolare interzato in palo, di verde, di bianco e di rosso, col bianco coronato dallo stemma Reale bordato d'azzurro. Il drappo deve essere alto due terzi della sua lunghezza, e i tre colori vanno distribuiti nell'ordine anzidetto e in parti eguali, in guisa che il verde sia aderente all'inferitura. La bandiera di Stato, da usarsi nelle residenze dei Sovrani e della Reale Famiglia, nelle sedi del Parlamento, delle rappresentanze diplomatiche e consolari all'estero e degli uffici governativi, ha lo stemma sormontato dalla corona Reale. Art. 2. Per le bandiere nazionali usate dal Regio esercito, dalla Regia marina, dalla Regia aeronautica, come quelle usate dalla marina mercantile e dagli Enti che ne ebbero disciplinato l'uso da apposite disposizioni, nulla è innovato alle prescrizioni ora vigenti. Art. 3. Le bandiere nazionali degli Enti pubblici locali hanno lo stemma senza corona, e con la bordatura azzura. Art. 4. Gli Enti pubblici locali possono fare uso soltanto della bandiera nazionale e dei vessilli e gonfaloni tradizionali propri degli Enti, purché questi siano accompagnati alla bandiera nazionale, che avrà sempre il posto d'onore, a destra o in alto. L'autorità governativa può ordinare, secondo le consuetudini del Regno, che sui pubblici edifici delle Provincie, dei Comuni e degli Enti riconosciuti o vigilati dallo Stato sia esposta la bandiera nazionale. In caso di trasgressione, il Prefetto provvederà a termini di legge. Art. 5. In segno di lutto le bandiere degli edifici e quelle con sistemazione fissa devono essere tenute a mezz'asta; potranno anche avere due strisce di velo nero adattate all'estremità superiore dell'inferitura. Queste strisce sono obbligatorie invece per le bandiere che vengono portate nelle pubbliche cerimonie funebri. Art. 6. Nei festeggiamenti e nelle pubbliche funzioni la bandiera nazionale o di Stato deve avere la precedenza sopra tutti gli altri emblemi civili. Art. 7. Ferme rimanendo le norme e consuetudini di diritto internazionale per l'uso delle bandiere da parte delle rappresentanze diplomatiche e consolari estere, nessuno, cittadino o straniero, potrà nel Regno esporre bandiere di altri Stati, se non accompagnate alla bandiera italiana che occuperà sempre il posto d'onore, a destra, o in mezzo se le bandiere straniere sono più di una. In caso di trasgressione l'autorità di pubblica sicurezza provvederà alla immediata rimozione della o delle bandiere ed i colpevoli saranno puniti con multa da L. 1000 e 5000. Verwendete Farben: Grün gerendert als RGB 00 0 140 0 69 Pantone 17-6153 Weiß gerendert als RGB 244 245 240 Pantone 11-0601 Rot gerendert als RGB 205 0 33 0 42 Pantone 18-1662 Savoy blue gerendert als RGB 0 75 0 97 209 Pantone ? F l a n k e r
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Flagge des Königreich Italiens (1861-1946) In einem staatlichem oder militärischem Kontext ist die Version mit der Krone zu verwenden. http://www.regiamarina.net/ref/flags/flags_it.htm Regio decreto n. 2072 del 24 settembre 1923 Norme per l'uso della bandiera nazionale convertito in legge n. 2264 del 24 dicembre 1925 Art. unico. È convertito in legge il R. decreto-legge 24 settembre 1923, n. 2072, concernente le norme per l'uso della bandiera nazionale con le modificazioni risultanti dal testo seguente: Art. 1. La bandiera nazionale, è formata da un drappo di forma rettangolare interzato in palo, di verde, di bianco e di rosso, col bianco coronato dallo stemma Reale bordato d'azzurro. Il drappo deve essere alto due terzi della sua lunghezza, e i tre colori vanno distribuiti nell'ordine anzidetto e in parti eguali, in guisa che il verde sia aderente all'inferitura. La bandiera di Stato, da usarsi nelle residenze dei Sovrani e della Reale Famiglia, nelle sedi del Parlamento, delle rappresentanze diplomatiche e consolari all'estero e degli uffici governativi, ha lo stemma sormontato dalla corona Reale. Art. 2. Per le bandiere nazionali usate dal Regio esercito, dalla Regia marina, dalla Regia aeronautica, come quelle usate dalla marina mercantile e dagli Enti che ne ebbero disciplinato l'uso da apposite disposizioni, nulla è innovato alle prescrizioni ora vigenti. Art. 3. Le bandiere nazionali degli Enti pubblici locali hanno lo stemma senza corona, e con la bordatura azzura. Art. 4. Gli Enti pubblici locali possono fare uso soltanto della bandiera nazionale e dei vessilli e gonfaloni tradizionali propri degli Enti, purché questi siano accompagnati alla bandiera nazionale, che avrà sempre il posto d'onore, a destra o in alto. L'autorità governativa può ordinare, secondo le consuetudini del Regno, che sui pubblici edifici delle Provincie, dei Comuni e degli Enti riconosciuti o vigilati dallo Stato sia esposta la bandiera nazionale. In caso di trasgressione, il Prefetto provvederà a termini di legge. Art. 5. In segno di lutto le bandiere degli edifici e quelle con sistemazione fissa devono essere tenute a mezz'asta; potranno anche avere due strisce di velo nero adattate all'estremità superiore dell'inferitura. Queste strisce sono obbligatorie invece per le bandiere che vengono portate nelle pubbliche cerimonie funebri. Art. 6. Nei festeggiamenti e nelle pubbliche funzioni la bandiera nazionale o di Stato deve avere la precedenza sopra tutti gli altri emblemi civili. Art. 7. Ferme rimanendo le norme e consuetudini di diritto internazionale per l'uso delle bandiere da parte delle rappresentanze diplomatiche e consolari estere, nessuno, cittadino o straniero, potrà nel Regno esporre bandiere di altri Stati, se non accompagnate alla bandiera italiana che occuperà sempre il posto d'onore, a destra, o in mezzo se le bandiere straniere sono più di una. In caso di trasgressione l'autorità di pubblica sicurezza provvederà alla immediata rimozione della o delle bandiere ed i colpevoli saranno puniti con multa da L. 1000 e 5000. Verwendete Farben: Grün gerendert als RGB 00 0 140 0 69 Pantone 17-6153 Weiß gerendert als RGB 244 245 240 Pantone 11-0601 Rot gerendert als RGB 205 0 33 0 42 Pantone 18-1662 Savoy blue gerendert als RGB 0 75 0 97 209 Pantone ? F l a n k e r
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Datei:Naval Ensign of the United Kingdom.svg
Il futuro panfilo Elettra, ex austroungarico Rovenska, all'ormeggio attorno al 1925 dopo i lavori eseguiti nell'Arsenale della Spezia sotto la supervisione di Guglielmo Marconi http://www.agenziabozzo.it/vecchie_navi/B-Vapore/Navi_1850-1950_B422_Panfilo_ELETTRA_Guglielmo_Marconi_ex_yacht_Austroungarico_ROVENSKA_ormeggio_dopo_lavori_Arsenale_della_Spezia.htm Autor/-in unbekannt Unknown author
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Datei:Panfilo ELETTRA.jpg
Piktogramm zum Kennzeichnen von Informationen bei einer Wahl/Abstimmung. Own illustration, 2007 Arne Nordmann ( norro )
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Datei:Pictogram voting info.svg
Bow of the ship Elettra - Science park area at Trieste - Italy Eigenes Werk Tiesse
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Datei:Prua Elettra.jpg
War Ensign of Germany 1938-1945. See Flags Of The World . Ursprung unbekannt Unknown source Autor/-in unbekannt Unknown author
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Datei:War Ensign of Germany (1938–1945).svg
War Ensign of Germany 1938-1945. See Flags Of The World . Ursprung unbekannt Unknown source Autor/-in unbekannt Unknown author
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Datei:War ensign of Germany (1938-1945).svg