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vom 22.08.2016, aktuelle Version,

Elmar Lichtenegger

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Elmar Lichtenegger (* 25. Mai 1974 in Klagenfurt) ist ein ehemaliger österreichischer Hürdenläufer und Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat für die FPÖ bzw. das BZÖ.

Leben

1992 machte Lichtenegger seinen Abschluss am Alpen Adria Gymnasium in Völkermarkt und begann mit dem Studium Informatik & Medienkommunikation. Bis 2004 war er Leistungssportler im Heeressportzentrum.

Er war ab März 2003 – mit Unterbrechung – Abgeordneter zum Nationalrat für die FPÖ und vom 28. April 2006 bis 29. Oktober 2006 für das BZÖ. Im Nationalrat war er in den Ausschüssen Sport, Landesverteidigung und Gesundheit tätig. Im September 2005 übernahm er im Österreichischen Leichtathletikverband den Bereich Eventmarketing. Heute ist er Account-Manager bei einem IT-Dienstleister.

Leistungssport

1995 erbrachte Lichtenegger die Qualifikationsnormen für die Olympischen Spiele in Atlanta 1996. Ende 1996 übersiedelt Lichtenegger nach Berlin, wo er mit dem deutschen Nationalteam unter Uwe Hakus trainierte. 1998 erhielt er das Angebot mit dem Weltrekordhalter Colin Jackson in England zu trainieren. Über vier Jahre bestand eine Trainingsgemeinschaft mit dem Waliser.

Der von seinem Vater Ewald Lichtenegger trainierte mehrfache österreichische Meister startete für den Dr. Auer AC Völkermarkt. Bei den Halleneuropameisterschaften 2002 in Wien gewann er die Silbermedaille über 60 m Hürden.

Lichtenegger saß 2003/04 eine fünfzehnmonatige Sperre wegen einer auf Nandrolon positiven Dopingprobe ab.[1] Er selbst gibt verunreinigten Nahrungsergänzungsmittel die Schuld. Eine vom Leichtathletik-Weltverband (IAAF) verhängte zweijährige Sperre wurde durch ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS in Lausanne reduziert. Nach einer weiteren Überführung als Dopingsünder, am 22. November 2007 war er wieder auf Nandrolon getestet worden,[2] gab er am 13. Dezember 2007 seinen Rücktritt vom Sport bekannt.[3] Im August 2008 verhängte der Österreichische Leichtathletik Verband (ÖLV) gegen ihn wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen aufgrund des Wiederholungsfalles eine lebenslange Sperre für alle nationalen und internationalen Wettkämpfe sowie für alle Sportarten. Obwohl er seine Karriere 2007 beendet hatte, rief Lichtenegger die Unabhängige Schiedskommission wegen vermuteten Unregelmäßigkeiten bei den Kontrollen an. Die Kommission bestätigte im November 2008 die lebenslange Dopingsperre.[4]

Erfolge

bis 1999
  • 7. Platz Halleneuropameisterschaften 1996 Stockholm
  • 5. Platz Universiade 1997
1999
  • 7. Platz Hallenweltmeisterschaften 1999 Maebashi
  • Semifinalist Weltmeisterschaften 1999 Sevilla
  • 3. Platz GP I Meeting Köln 1999
  • 5. Platz GOLDEN LEAGUE Monte Carlo 1999
  • Sieger EC 1.Liga Athen 1999
2000
2001
2002
2005

Mehrfacher Staatsmeister über 60 m Hürden, 60 m, 110 m Hürden, 100 m

Bestleistungen

  • 60 m Hürden: 7,44 s (2002) (österreichischer Rekord)
  • 110 m Hürden: 13,33 s (1999)
  • 60 m: 6,73 s (1998, 2005)
  • 100 m: 10,41 s (1998)
  • 200 m: 21,61 s (2005)
  • Zehnkampf: 6111 Punkte (1994)

Einzelnachweise

  1. Gefallene Helden: Österreichische Sportler in der Dopingfalle news.at 21. Oktober 2008
  2. Gefallene Helden: Österreichische Sportler in der Dopingfalle news.at 21. Oktober 2008
  3. Positive Doping-Probe: Leichtathlet Lichtenegger hört auf diepresse.com, 13. Dezember 2007
  4. Kommission bestätigt lebenslange Sperre Lichteneggers sport.orf.at, 11. November 2008