Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 03.11.2017, aktuelle Version,

Erich Pawlu

Erich Johann Pawlu (* 24. Februar 1934 in Frankstadt, Mähren) ist ein deutscher Autor.

Leben

1953 absolvierte er das Abitur am Reuchlin-Gymnasium in Ingolstadt und studierte von 1953 bis 1957 Germanistik, Geschichte und Geographie an der Universität München. Von 1959 bis 1996 war er Lehrer am Johann-Michael-Sailer-Gymnasium Dillingen. An der Politischen Akademie in Tutzing erwarb er zusätzlich die Lehrberechtigung für Sozialkunde. Als Leiter und Referent betreute er Lehrgänge an der Dillinger Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung. Zudem unterrichtete er nebenamtlich Soziologie an der Dillinger Fachakademie für Sozialpädagogik. Pawlu ist seit 1976 mit Marlene geb. Kraus verheiratet und hat zwei Kinder.

Künstlerisches Schaffen

Pawlu veröffentlichte Satiren, Erzählungen und Kurzgeschichten in Zeitungen und Zeitschriften, u. a. in der Süddeutschen Zeitung, in der Welt, in der Neuen Zürcher Zeitung, in der Frankfurter Rundschau, im Südwestrundfunk, in den IBM-Nachrichten und in Computer-Magazinen. Er ist Autor von Hörspielen und Rundfunksketchen sowie Internet-Tutor des Verlages Cornelsen Berlin. Darüber hinaus ist er Herausgeber und Mitarbeiter von Schulbüchern für Gymnasien, Juryvorsitzender Kunstpreis Bezirk Schwaben und Dillinger Literaturwettbewerb und Juror von Kunst im Schloss Wertingen.

Auszeichnungen und Ehrungen

  • 1968 Förderungspreis des Arbeits- und Sozialministeriums Nordrhein-Westfalen für das Hörspiel „Aber Mariella ist tot“
  • 1969 Förderungspreis des Ostdeutschen Kulturrates Bonn für Erzählungen
  • 1986 Sudetendeutscher Kulturpreis für Literatur
  • 1986 Erzählerpreis des Ostdeutschen Kulturrates Bonn
  • 1988 Erzählerpreis des Ostdeutschen Kulturrates Bonn
  • 1988 Nikolaus-Lenau-Preis der Künstlergilde Esslingen
  • 2005 Erzählerpreis der Künstlergilde Esslingen
  • 1998 Bürgerbrief der Stadt Dillingen an der Donau
  • 2005 Achievement Award von Lions International
  • 2005 Verdienstmedaille des Landkreises Dillingen an der Donau
  • 2010 Mitglied der Sudetendeutschen Akademie München
  • 2011 Bundesverdienstkreuz am Bande[1]
  • 2013 Ehrennadel des Verbandes bayerischer Geschichtsvereine
  • 2015 Andreas-Gryphius-Preis für das Gesamtwerk[2]

Werke

  • Lehrdichtung, 1978
  • Gestörte Spiele oder Das umgedrehte Hitlerbild, Erzählungen, 1981
  • Ein kleines bißchen Reife, Erzählungen, 1982
  • Die Wunderwelt der Menschenseele, Satiren, 1983
  • Wenn der Computer Geschichten macht, Satiren, 1986
  • Vom Glück der Denkpausen, Satiren, 1987
  • Glück in trüben Zeiten, Satiren, 1988 (Neuaufl. 1994)
  • Skurrile Balladen, G. 1989
  • Gefühle auf Diskette und andere Computer-Satiren, Satiren, 1991
  • Künstler, Kämpfer, Konkubinen, G., 1993
  • Die abenteuerliche Hochzeitsreise, Erzählungen, 1996
  • (Mitautor) Grundlagen, Stile, Gestalten der deutschen Literatur, 1996
  • Fragte ich den Mond, Satiren, 1998 (Illustrationen von Herbert Dlouhy)
  • Schattenträume, Satiren, 1999
  • Kürbiskopf-Gedankenblitz, Satiren, 2000
  • Flaschenhals Satiren, 2002
  • Schacheles, Satiren, 2003
  • Übers Glück, Satiren, 2005
  • Gefüllter Gänsehals, Satiren 2006
  • RostRosenSchatten – Salut für Jean Paul, Satiren 2013

Herausgebertätigkeit

  • Literaturkritik, 1980
  • Der Landkreis Dillingen in Geschichte und Gegenwart 2005

Literatur

  • Heribert Bögl: Erich Pawlu – Spiegel für Zeiten und Menschen. In: Das Gymnasium in Bayern, 10/1982, S. 27 ff.
  • Ilse Tielsch: Buchbesprechung zum Werk Gestörte Spiele oder Das umgedrehte Hitlerbild. In: Sudetenland. 1985, S. 334–335.
  • Franz Peter Künzel: Laudatio für Erich Pawlu zur Verleihung des Kulturpreises der Sudetendeutschen Landsmannschaft. In: Sudetenland. 1986/2, S. 142–143.
  • Dietz-Rüdiger Moser: Pawlu, Erich. In: Taschenlexikon zur bayerischen Gegenwartsliteratur. München 1986
  • Peter Fassl; Berndt Herrmann (Hrsg.): Keine laute Provinz,. Augsburg 1996
  • Kathrin Mertens: Skribent aus Schwaben. In: Literatur in Bayern, Nr. 75, München März 2004, S. 45–47.
  • Stepanka Kurikova: Der Schriftsteller und Pädagoge Erich Pawlu In: Lexikon deutschmährischer Autoren, Band 2, Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur an der Universität Olomouc/Olmütz 2006.
  • Helga Unger: Erich Pawlu. Schriftsteller und Publizist im Landkreis Dillingen a. d. Donau. In: Schönere Heimat 2017/H. 2, S. 164–165

Einzelnachweise

  1. Katharina Gaugenrieder: Die Satire ist sein großes Steckenpferd. In: Augsburger Allgemeine. 25. März 2011, abgerufen am 12. Dezember 2014.
  2. In einer Reihe mit Siegfried Lenz und Otfried Preußler. Abgerufen am 24. November 2015.