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vom 22.11.2016, aktuelle Version,

Eurofoam

Eurofoam
Rechtsform GmbH
Gründung 1992
Sitz Wien, Osterreich Österreich
Mitarbeiter 2.371[1]
Umsatz 400 Mio. Euro[1]
Branche Kunststoffe
Website www.eurofoam.eu
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Eurofoam ist ein Joint-Venture-Unternehmen zwischen der belgischen Recticel S.A. und der österreichischen Greiner Holding, das Polyurethan-Weichschaumstoffe herstellt.

PU-Schaumstoffe werden für Matratzen und Polstermöbel, in der Automobilindustrie, in technischen Bereichen, für Sport und Freizeit, als Spezialverpackungen und im Schallschutz benötigt.

Mit 36 Betrieben in 12 Ländern Zentral- und Osteuropas (Stand April 2016) besitzt Eurofoam ein dichtes Netzwerk an Produktions- und Verarbeitungsbetrieben. Im Jahr 2015 erzielte die Eurofoam Gruppe mit 2.371 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 400 Millionen Euro.[1]

Geschichte

Anfang der 1950er Jahre wurde zuerst in Deutschland, kurz darauf auch in Österreich mit der Schäumung von einzelnen Blöcken begonnen. Im Jahr 1966 erfolgte in Kremsmünster die Aufstellung einer kontinuierlichen Schäumanlage. Diese legte den Grundstein zu Massenproduktion, gleichbleibender Qualität und variierbaren Härtegraden.

Im Laufe der darauffolgenden Jahre wurden mehrere Werke gebaut und eine Reihe von Niederlassungen im In- und Ausland errichtet. Die 1989 gegründete Dachgesellschaft Greiner Holding AG bildete den organisatorischen Rahmen für die Weiterentwicklung.

Aufgrund der Geschäftsmöglichkeiten in Osteuropa im Zuge des Zusammenbruchs des RGW und der Expansion der EU entschloss sich die Greiner Holding AG ihre Unternehmungen im Bereich Weichschaum in ein Joint Venture mit der belgischen Recticel S.A. einzubringen. Dieses 50/50 Joint Venture wurde 1992 als Eurofoam gegründet und konnte seitdem erfolgreich in Zentral- und Osteuropa mit zahlreichen Tochterfirmen expandieren.

Anfang 2014 wurde gegen Eurofoam (zusammen mit seinen Mitbewerbern Vita, Carpenter und Recticel) eine Kartellstrafe von 15 Mio. € verhängt.[2]

Entwicklungen

cellpur

Schaumstoff wird funktionell mit einem sphärischen Zellulosepulver kombiniert und dadurch ein trockeneres und angenehmeres Schlafklima geschaffen. Das von der Lenzing AG entwickelte Tencel-Pulver mit seiner innovativen Mikrostruktur hat die gleichen Eigenschaften wie die herkömmliche Tencel-Faser, die bereits seit Jahren erfolgreich in Betttextilien wie z.B. Bezügen verwendet wird. Durch die Einbindung des Zellulosepulvers verbessert sich die Feuchtigkeitsaufnahme des Schaumstoffes. Die Anwendungsgebiete reichen von Matratzen und Polstermöbeln über die Automobilindustrie bis hin zu Bekleidung und Schuhen.

nawapur

Der Schaumstoff basiert auf einem natürlichen Pflanzenöl. Dadurch werden Erdölressourcen geschont.

deflammo FF

Gerade im Objektbereich sowie bei der Ausstattung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Sälen ist Brandschutz ein großes Thema. Der Schaumstoff deflammo FF ist nach ÖNORM A3800 B1 (schwer brennbar), Q1 (schwach qualmend) und TR1 (nicht tropfend) zertifiziert.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Unternehmensdaten
  2. Kartellrecht: Kommission verhängt in Kartellvergleichsverfahren Geldbußen in Höhe von 114 Mio. EUR gegen Hersteller von Schaumstoff für Matratzen, Sofas und Autositze 29. Januar 2014