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vom 29.12.2019, aktuelle Version,

Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtgestaltung (Wien)

Der Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtgestaltung ist ein Expertengremium, das § 3 nach der Wiener Bauordnung gebildet und erneuert wird und das der Beratung der Stadtregierung in einschlägigen Fragen dient.

Der Fachbeirat wird auf jeweils drei jahre bestellt und besteht aus 12 Personen: drei Architekten sowie aus Experten aus verschiedenen dem Bauwesen nahestehenden Disziplinen. Die Mitglieder sind ehrenamtlich und unabhängig tätig. Die Zusammensetzung ist in der Bauordnung für Wien geregelt. Die Mitglieder des Fachbeirates werden für drei Jahre auf Vorschlag verschiedener Institutionen (Universitäten, Kammern, Stadt Wien) bestellt. In der Funktionsperiode 2014–2017 gehören folgende Experten dem Fachbeirat an: drei Architekten, Rüdiger Lainer, Andràs Pàlffy, Hemma Fasch, die Zivilingenieurin für Bauwesen: Ingrid Scheibenecker der Raumplaner Thomas Knoll, der Denkmalpfleger Friedrich Dahm, die Ingenieurkonsulentin für Vermessungswesen Michaela Ragoßnig-Angst, weiters als Experte auf dem Gebiet der Stadtökologie oder Volkshygiene Heinz Faßmann, als Verkehrsexpertin Andrea Weninger, als Experte für Sozialfragen: Christian Pichler, als Expertin auf dem Gebiet der Grünraumplanung Sibylla Zech und als Expertin für Standortfragen Andrea Faast. Vorsitzender ist der Architekt Rüdiger Lainer.

Geschichte

Einen entsprechender Fachbeirat war bereits in der Wiener Bauordnung von 1929 vorgesehen, blieb aber totes Recht. Realisiert wurde er 1947, mit Änderungen 1986 und in der Wiener Bauordnungsnovelle 1987.

Kritik

Der Fachbeirat hat immer wieder zu kontroversiell diskustierten Themen Stellung zu beziehen und gerät damit auch selbst ins Schussfeld der Kritik. Unter anderem wird moniert, dass Mitglieder des Fachbeirats zugleich Auftragnehmer für größere Projekte der Gemeinde Wien sein können und damit keine Gewähr für die Unabhängigkeit des Gremiums gegeben ist[1]. Georg Kotyza, ehemaliger stellvertretender Leiter der für Stadtplanung zuständigen MA 18 wies etwa auf die Bedeutung solcher Interessenskonflikte hin: „Die Fachleute für Raumplanung oder Verkehrsplanung im Beirat zählen traditionell zu den meistbeschäftigsten Auftragnehmern der Wiener Stadtplanung. Es wäre illusorisch, von ihnen substantielle raum- und verkehrsplanerische Kritik an einem vom Rathaus forcierten Projekt zu erwarten.“ Interessenskonflikte könnten auch bei vielen Architekten bestehen und bestanden haben: Ehemalige Vorsitzende des Beirats wie Wilhelm Holzbauer, Manfred Wehdorn und Hans Hollein realisierten parallel zu dieser Funktion bedeutende Projekte in Wien.[2]

Einzelnachweise

  1. Siehe wien.neos.eu/so-sieht-unabhaengige-beratung-nicht-aus-der-wiener-fachbeirat-fuer-stadtplanung
  2. Siehe: Bürgerstadt Wien, Weblink