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vom 18.10.2018, aktuelle Version,

Falco – Helden von heute (Fernsehfilm)

Filmdaten
Originaltitel Helden von heute
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 49 Minuten
Stab
Regie Rudi Dolezal, Hannes Rossacher
Drehbuch Rudi Dolezal
Produktion Peter Hofbauer
Musik Robert Ponger
Kamera Hans Selikovsky
Schnitt Klaus Hundsbichler
Besetzung

Falco – Helden von heute ist ein Musikfilm aus dem Jahr 1984. Es handelt sich dabei um eine vollständige Verfilmung des Albums Junge Roemer des österreichischen Popstars Falco. Die Erstausstrahlung erfolgte am 20. Oktober 1984 in der ORF-Reihe Helden von heute.[1]

Handlung

Die Handlung besteht aus einer Aneinanderreihung von Musikvideos zu sämtlichen Titeln des Albums Junge Roemer, die durch eine Zwischenhandlung mit nur wenigen Sprechszenen verbunden sind. Im Mittelpunkt steht Falco. Gezeigt wird seine Odyssee durch verschiedene Szenerien, die seinen Aufstieg von einem Nobody zu einem Star nachvollziehen sollen.

Intro

Eine traumähnliche Sequenz, untermalt mit orientalischen Klängen, zeigt eine Wüstenlandschaft mit flimmernder Luft und Pyramiden am Horizont. In den Katakomben einer Pyramide liegt das Bühnen-Outfit des Kommissars und scheint auf Falco zu warten.

Vorspann (Helden von Heute)

In einem weißen Cadillac Coupe DeVille-Cabriolet in Begleitung dreier Frauen fährt Falco über eine Stadtautobahn, verfolgt von einem Motorradpolizisten, und singt dazu Helden von Heute. Die Szene geht in ein Live-Konzert über, wo Falco das Lied vor einem jubelnden Publikum zu Ende singt.

Zebadaka

Falco schreckt in einer Gefängniszelle in Chicago, Illinois aus seinen Träumen. Er seilt sich unter den Augen der Wache (dargestellt von Robert Ponger) mit einem Bettlaken aus dem Gefängnis ab und flieht. In den Straßen der Stadt wird er Zeuge eines Turf war zweier rivalisierender Straßengangs, der zur Musik der Hip-Hop-Nummer Zebadaka (nicht auf dem Album vorhanden) als Tanzeinlage ausgetragen wird.

No Answer (Hallo Deutschland)

Falco streift durch die Straßen von New York und beobachtet eine Gruppe Passanten bei einem Three Card Monte. Er betritt das legendäre Chelsea Hotel, wo er auf einem Zimmer von einer leichtbekleideten Dame (Brigitta Cimarolli) erwartet wird. Sie versucht ihn zu verführen während er zu der Musik von No Answer (Hallo Deutschland) immer wieder vergeblich versucht, eine Telefonverbindung aufzubauen. Die beiden verlassen danach das Hotel und gehen ins Kino.

Brillantin' Brutal

Im Kino läuft Brillantin' Brutal, ein im Stil des Film Noir in schwarz-weiß inszenierter Videoclip, der zeigt, wie Falco eine Dame (Cordula Reyer) mit einer Limousine abholt und mit ihr einen Nachtclub besucht. Dort singt er den Song Brillantin' Brutal. Anschließend geht das Licht im Kino wieder an. Das Publikum buht den Film aus und bewirft Falco mit Popcorn. Entnervt verlässt dieser das Kino und streift ziellos durch die Stadt.

Ihre Tochter

Bei seinem Streifzug durch die Stadt entdeckt er ein Schild das für ein "Institut für Höhere Töchter" wirbt. Dabei handelt es sich um eine Sauna oder ein Bordell, wo Falco inmitten von leichtbekleideten Damen den Song Ihre Tochter vorträgt. Er durchbricht anschließend eine Wand und landet im Aufnahmestudio seines Produzenten Robert Ponger. Man sieht nun einen Trupp von Roadies, die Bühnen-Equipment in mehrere LKW mit dem Schriftzug "FALCO" verladen – der Aufstieg zum Star beginnt.

Hoch wie nie

Ein Flugzeugfriedhof bei Tucson, Arizona: Falco singt seinen Song Hoch wie nie, beobachtet von einem Mechaniker (ebenfalls Falco), der im Hintergrund eine Pause macht und einen einarmigen Banditen in seiner Werkstatt bedient. Am Ende landet er einen Treffer: Drei Segelschiffe.

Steuermann

In der Studiokulisse eines Piratenschiffes vor einer ausgeschalteten Blue Box spielt Falco zusammen mit einer großen Zahl von Musikern, Background-Sängern und Tänzern den Song Steuermann.

Auf einer Pressekonferenz wird Falco von Fotografen und Journalisten belagert und von einem Reporter (Marcus Thill) mit einem Schwall von Fragen unter anderem zu seiner Einstellung als "postfeministischer Mann" bombardiert, die er ungerührt und schweigsam an sich abprallen lässt, ohne darauf zu antworten.

Nur mit dir

Falco singt in einer Studiokulisse mit einem Schlagzeug und beleuchteten Schaufensterpuppen Nur mit dir. Szenenwechsel: Falco sitzt zu den Klängen von Vivaldi als Gast an der Tafel einer vornehmen Familie mit zwei Kindern und versucht, sehr zur Erheiterung der Tochter, die steife Atmosphäre durch Grimassen aufzulockern. Als ein "Hase nach Art des Senators" serviert wird und der Familienvater das mit einem schlechten Witz quittiert, verlässt er die Tafel und streift durch das Haus.

Junge Roemer

Falco entdeckt ein Tonbandgerät und schaltet es ein. Man sieht nun die Szenerie eines Ballsaals, in der die Jeunesse dorée zu der Musik von Junge Roemer exaltiert tanzt. Dazwischen befindet sich Falco, der nun einen Smoking trägt und singt. Eingeschnitten sind Großaufnahmen des singenden Falco, dessen Gesicht mit einem Muster aus Leuchtfarbe geschminkt ist und unter Schwarzlicht erstrahlt.

Kann es Liebe sein

Falco verlässt den Ballsaal und betritt einen Schlossgarten, wo er in den Fond einer Luxuslimousine einsteigt. Zu der Musik von Kann es Liebe sein fährt er davon, eine Sphynx-Katze im Arm, und steigt in einer Wüstenlandschaft aus. Am Horizont befinden sich die Pyramiden, die in der Anfangssequenz zu sehen waren.

Abspann (Tut-Ench-Amon)

Zum Abspann des Films läuft Tut-Ench-Amon. Falco interpretiert den Titel regungslos stehend, eingehüllt in einen schwarzen Umhang und mit schwarz geschminkten Lippen.

Hintergrund

Nachdem Falco mit seiner Debüt-LP und dem Hit Der Kommissar seit 1982 weltweit erfolgreich gewesen war, erschien 1984 die von Robert Ponger produzierte Nachfolge-LP Junge Roemer, die als musikalische Vorlage für diesen Film diente. Erstmals wurde dabei ein komplettes Album zu einem Musikvideo verarbeitet. Produziert wurde der Film von der Cinecoop Film Wien im Auftrag von ORF und Bayerischem Fernsehen. Er wurde 1984 in beiden Sendern ausgestrahlt und in den Folgejahren mehrfach wiederholt, ist aber nie als Kaufvideo veröffentlicht worden. Zahlreiche Auszüge des Films, darunter Fragmente fast aller Musikeinlagen sind im Dokumentarfilm Hoch wie nie der DoRo Produktion zu sehen, der nach Falcos Tod im Jahr 1998 veröffentlicht wurde.

Einzelnachweise

  1. Falco-Biographie. musik-base.de, abgerufen am 22. Januar 2016.Falco-Biografie auf musik-base.de