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vom 14.05.2020, aktuelle Version,

Filialkirche Astätt

Filialkirche Johannes der Täufer

Die Filialkirche Astätt liegt im Ortsteil Astätt der Gemeinde Lochen am See in Oberösterreich und ist den hll. Johann Bap. und Johann Ev. geweiht, das Patrozinium wird am sogenannten Johanns'ntag (24. Juni) gefeiert.

Geschichte

Eingangsportal
J. Chr. Egedacher-Positiv, ~ 1710

Astätt ist als Sitz des Richters vom oberen Weilhart bereits im 8. Jahrhundert bezeugt; auch das Patrozinium zum hl. Johannes des Täufers weist auf das frühe Vorhandensein einer Kirche hin. Im Jahre 1565 war, während der Reformationszeit, der protestantische Pastor Georg Grärockh hier tätig. Auch danach haben sich Pfarrer von Astätt gelegentlich als "Pastor" bezeichnet.[1]

Das 1918/19 übermalte und 1989 wieder freigelegte Deckengemälde im Langhaus zeigt die Enthauptung Johannes des Täufers.

Ausstattung

Die Kirche ist ein einschiffiger Steinbau mit Spitzbogenfenstern, einem aufgesetzten Dachreiter und einer angebauten Sakristei. Außen sind die typischen spätgotischen Formen einer Landkirche dieser Gegend erkennbar. Im Kircheninneren wurden die gotischen Gewölberippen großteils abgeschlagen. Heute überspannt eine Flachdecke das Langhaus. Das Chorgewölbe ist mit Stuck aus dem frühen Rokoko geschmückt. Der Hauptaltar entstand um 1710 im Umkreis von Meinrad Guggenbichler. Die beiden Außenfiguren stellen die Heiligen Johannes und Paulus als Wetterheilige mit den Attributen Sonne und Wolken dar. Die Mittelgruppe des Altars bildet Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist. Im Aufsatz befinden sich der hl. Antonius von Padua mit dem Jesuskind, rechts und links die Heiligen Anna und Joachim (Großeltern Jesu). Die Seitenaltäre stammen von 1678.

Orgelpositiv

Johann Nepomuk Carl Mauracher baute das Positiv aus dem Sacellum (Salzburg) aus und spielte es der Kirche in Astätt zu, am 15. Jänner 1868 erhielt er dafür 140 Gulden.[2][3]

Literatur

  • Reinhard Weidl: Lochen – Gebertsham – Astätt, S. 16–19. Salzburger Druckerei (Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 145): Salzburg, 1985.

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Beispielsweise ist ein Brief vom 26. Februar 1615 mit "Melchior Krieg, Can. Mattiensis et pastor in Astet" unterzeichnet.
  2. Dem Orgelbauer Joh. Nep. Mauracher für die überspielte Orgel mit 4 Registern (vom Sacellum) 140 fl.
  3. […] aus der Lehrerbildungsanstalt („Sacellum“) in Salzburg […]; Rupert Gottfried Frieberger: Der Orgelbau in Oberösterreich im 17. und 18. Jahrhundert. Innsbruck 1984, S. 212 und Anmerkung S 396: Fragebogen der Denkmalbehörde 1939 oder 1944.
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