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vom 03.01.2017, aktuelle Version,

Franz Daxecker

Franz Daxecker (* 24. Mai 1945 in Munderfing) ist ein österreichischer Ophthalmologe und Wissenschaftshistoriker.

Leben

Franz Daxecker war von 1959 bis 1965 Schriftsetzer, besuchte von 1965 bis 1970 das Bundesaufbaugymnasium Horn, wo er die Matura mit Auszeichnung erlangte, studierte Medizin in Innsbruck und promovierte dort 1975. 1985 wurde er habilitiert und 1993 zum tit. ao. Professor ernannt. Er war stellvertretender Vorstand der Klinik für Augenheilkunde und Optometrie der Medizinischen Universität Innsbruck, 2006/2007 war er supplierender Vorstand.

Seine ophthalmologischen Publikationen betreffen die Refraktionsbestimmung (Brillenbestimmung) mit dem Laser, die Berechnung von Intraokularlinsen, den Einfluss der Ultraviolettstrahlung auf das Auge sowie die Therapie der Augentumore.

Daxecker publizierte intensiv zum Astronomen Christoph Scheiner, aber auch zu Oswald von Wolkenstein, Christoph Grienberger, Johann Anton Scopoli, Felice Fontana, Pietro Andrea Mattioli, Ludwig Wilhelm Mauthner, Richard Seefelder, Kaspar Pischel (1895–1988), Friedrich von Herrenschwand, Burghard Breitner und Herbert Schober (1905–1975). Weitere Schriften betreffen Brillendarstellungen des Mittelalters, die Geschichte der Medizinischen Universität Innsbruck und Heilpflanzen des Mittelalters in der Augenheilkunde. Außerdem verfasste er Beiträge zu Lexika.

Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

Als Autor
  • 125 Jahre Universitäts-Augenklinik in Innsbruck 1869–1994: Ihre Vorstände (= Forschungen zur Innsbrucker Universitätsgeschichte. Bd. 18; = Veröffentlichungen der Universität Innsbruck. Bd. 201). Wagner, Innsbruck 1994, ISBN 3-901249-14-1.
  • Das Hauptwerk des Astronomen P. Christoph Scheiner SJ „Rosa Ursina sive Sol“: Eine Zusammenfassung (= Berichte des Naturwissenschaftlich-Medizinischen Vereins in Innsbruck. Supplementum 13). Wagner, Innsbruck 1996, ISBN 3-7030-0300-6.
  • mit Peter Frieß, Rita Haub, Julius Oswald: Sonne entdecken: Christoph Scheiner 1575–1650. Red.: Beatrix Schönewald. Stadtmuseum, Ingolstadt 2000, ISBN 3-932113-29-2.
  • Munderfing in alten Ansichten und Urkunden. Selbstverlag, Innsbruck 2002, ISBN 3-9500787-0-3.
  • Die Klinik für Augenheilkunde und Optometrie der Universität Innsbruck von 1980 bis 2000: Vorstand: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Göttinger (= Veröffentlichungen der Universität Innsbruck. Bd. 239). Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck 2002, ISBN 3-901249-52-4.
  • The Physicist and Astronomer Christoph Scheiner: Biography, Letters, Works (= Veröffentlichungen der Universität Innsbruck. Bd. 246). Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck 2004, ISBN 3-901249-69-9.
  • Christoph Scheiner’s Main Work "Rosa Ursina sive Sol. In: Acta Universitatis Carolinae – Mathematica et Physica, 46, Suppl., 27-140 (2005)
  • Der Physiker und Astronom Christoph Scheiner. Wagner, Innsbruck 2006, ISBN 3-7030-0424-X.
Als Herausgeber
  • Briefe des Naturwissenschaftlers Christoph Scheiner SJ an Erzherzog Leopold V. von Österreich-Tirol 1620–1632 (= Veröffentlichungen der Universität Innsbruck. Bd. 207). Publikationsstelle der Universität Innsbruck, Innsbruck 1995, ISBN 3-901249-21-4.
  • mit Lav Subaric: Christoph Scheiners „Sol ellipticus“ (= Veröffentlichungen der Universität Innsbruck. Bd. 226). Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck 1998, ISBN 3-901249-39-7.

Literatur