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vom 16.10.2019, aktuelle Version,

Franz Grieshofer

Franz Grieshofer als Direktor des Österreichischen Museums für Volkskunde mit der „Ofenbäuerin“ des Museums, 2005

Franz Grieshofer (* 14. November 1940 in Bad Ischl) ist ein österreichischer Volkskundler und ehemaliger Museumsdirektor sowie Hochschullehrer.

Leben

Nach Ablegung der Matura im Jahr 1960 studierte Franz Grieshofer Volkskunde und Urgeschichte an den Universitäten Innsbruck und Wien. 1971 beendete er in Wien sein Studium mit einer Dissertation über das Schützenwesen des Salzkammergutes.[1] Sodann war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Österreichischen Volkskundeatlas der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig.[2]

Leopold Schmidt holte den jungen Akademiker ins Österreichische Museum für Volkskunde, wo er ab 1. September 1975 tätig war. Nach der Pensionierung von Klaus Beitl wurde Franz Grieshofer im Jahr 1995 als dessen Nachfolger zum Direktor des Österreichischen Museums für Volkskunde ernannt. Er hatte diese Stellung bis zu seiner Pensionierung am 31. Dezember 2005 inne.[3]

2001 wurde Franz Grieshofer zum Honorarprofessor am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien ernannt. Er war Vizepräsident des Vereins für Volkskunde in Wien und Beirat im Österreichischen Fachverband für Volkskunde. Schwerpunkte seiner musealen und wissenschaftlichen Tätigkeit waren Museologie, Brauchtumsforschung, Bauen und Wohnen, Kleidung und Tracht sowie Schützenwesen.[2][4][5]

Publikationen (Auswahl)

  • Das Ischler Bergfest. Montan-Verlag, Wien 1970.
  • Das Schützenwesen im Salzkammergut. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1977.
  • Das Vereinswesen in Wien. Ein volkskundlicher Aufriß. In: Bericht über den vierzehnten österreichischen Historikertag in Wien 1979, S. 221–232.
  • Trachtenvereinsgeschichte und -geschichten. In: Franz C. Lipp, E. Längle, G. Tostmann, F. Hubmann (Hg.), Tracht in Österreich. Wien 1984, S. 194–199.
  • Von Jungfrauen, Blasmusikkapellen und Hausierern ... Zur Emblematik der Kastelruther Tracht. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, 1993, XLVII/96, S. 289–310.
  • mit Christian Brandstätter (Hg.): Die Lederhose. Kleine Kulturgeschichte des alpenländischen Beinkleids. Husum Druck- und Verlags Gesellschaft, Husum 1996.
  • Kunst-Spiel-Zeug. Werke mexikanischer Künstlerinnen und Künstler und traditionelles Spielzeug aus der Sammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde. Selbstverlag des Österreichischen Museums für Volkskunde, Wien 1996.
  • mit Gerd Kaminski (Hg.): Hilf Himmel! Götter und Heilige in China und Europa. Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien 2002 (= Berichte des Ludwig-Boltzmann-Instituts für China- und Südostasienforschung Nr. 42 sowie Kataloge des Österreichischen Museums für Volkskunde, Bd. 81), ISBN 3-900359-98-9.
  • Messerscharf. Reflexionen über einen Alltagsgegenstand. Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien 2003 (= Kataloge des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien, Bd. 83), ISBN 3-902381-01-9.
  • Der Weg als Ziel. Ausgewählte Schriften zur Volkskunde (1975–2005). Festgabe zum fünfundsechzigsten Geburtstag. Hg. für den Verein für Volkskunde von Margot Schindler, Verein für Volkskunde, Wien 2006 (= Sonderschriften des Vereins für Volkskunde in Wien, Bd. 5), ISBN 3-900358-24-9.

Einzelnachweise

  1. Katalog der Universität Wien
  2. 1 2 Hauptamtliche Museumsbeamte Österreichs im wissenschaftlichen Dienst Biografien auf zobodat.at
  3. Johann Werfring: Abschied von der Ofenbäuerin. In: „Wiener Zeitung“, 31. Dezember 2005, S. 15.
  4. Zugeordnete Professoren und externe Lehrbeauftragte am Institut für Europäische Ethnologie
  5. Detailseite des Österreichischen Museums für Volkskunde