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vom 09.03.2018, aktuelle Version,

Franz Schütz (Organist)

Franz Schütz (* 15. April 1892 in Wien; † 19. Mai 1962 ebenda) war ein österreichischer Organist, Hochschullehrer und -direktor.

Karriere

Schütz leistete zunächst 1912–1913 seinen Militärdienst ab und studierte anschließend an der Musikakademie der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, wo er ab 1913 und mit der kriegsbedingten Unterbrechung 1914 bis 1916 bis zum Kriegsende Klavier, Musiktheorie und Orgel studierte. Zu seinen Professoren gehörten der Musiktheoretiker Richard Stöhr, Rudolf Dittrich und Joseph Marx. 1918 bis zu Dittrichs Tod 1919 war Schütz dessen Praktikant. Seit 1920 lehrte er an der Kirchenmusikschule, seit 1929 als außerordentlicher Professor. Kurzzeitig besuchte Schütz ab 1918 auch Vorlesungen von Guido Adler und Wilhelm Fischer an der Universität Wien.

1938 bis 1945 war Schütz Direktor der Musikakademie und Präsident der Gesellschaft der Musikfreunde. Auch in diesen Jahren gab er Orgelkonzerte, in denen er oft spätromantische Werke darbot, darunter viele von Max Reger und Franz Schmidt. Für Schütz schrieb Schmidt auch den jeweiligen Orgelpart in seinem Buch mit sieben Siegeln und Deutsche Auferstehung. Ein festliches Lied.

Literatur

  • Christian Fastl: Franz Schütz. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 4, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3046-5.
  • Reiner Schuhenn: „Franz Schmidts oratorische Werke“, Bd. VIII der Reihe „Studien zu Franz Schmidt“, Verlag Doblinger; Wien 1990.
  • Ders.: „Franz Schmidt und die Orgelreform“, in: „Die Orgelwerke Franz Schmidts“, hrsg. von Carmen Ottner in der Reihe „Studien zu Franz Schmidt“ Bd. IX; Verlag Doblinger; Wien 1992.
  • Hartmut Krones: Die Konzertpolitik der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien in den Jahren 1938 bis 1945, in: Otto Kolleritsch (Hg), Die Wiener Schule und das Hakenkreuz, Wien 1990, S. 189–203.