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vom 16.11.2015, aktuelle Version,

Franz Skotton

Franz Skotton (* 22. Dezember 1923 in Wien; † 16. April 2005 ebenda) war ein österreichischer Politiker (SPÖ) und Sekretär des Bundes Sozialistischer Akademiker, Intellektueller und Künstler (BSA). Er war von 1968 bis 1983 Mitglied des Bundesrates und mehrfach dessen Vorsitzender.

Ausbildung und Beruf

Skotton besuchte nach der Volksschule bis 1942 ein Realgymnasium und leistete danach seinen Militärdienst ab. Er geriet im Zweiten Weltkrieg in Gefangenschaft, die er in den Vereinigten Staaten verbrachte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs studierte er an der Universität Wien, wobei er sein Studium 1952 mit dem akademischen Grad Dr. phil. abschloss. Beruflich war Skotton bis 1956 als Finanzbeamter tätig, danach war er von 1956 bis 1984 als Bundessekretär sowie Landessekretär für Wien und Niederösterreich des Bundes Sozialistischer Akademiker, Intellektueller und Künstler beschäftigt. 1975 wurde ihm der Berufstitel Professor verliehen. Nach seiner Pensionierung studierte Skotton erneut als Gasthörer an der Universität. Nach seinem Tod wurde Franz Skotton am 27. April 2005 am Simmeringer Friedhof bestattet.

Politik

Skotton vertrat die Sozialdemokratische Partei zwischen dem 1. Jänner 1968 und dem 6. März 1983 im Bundesrat. Er wurde 1970 Obmann der Sozialistischen Bundesratsfraktion und wirkte zudem als Obmann-Stellvertreter des Klubs der Sozialistischen Abgeordneten und Bundesräte. Er war erstmals im ersten Halbjahr 1973 Vorsitzender des Bundesrates und hatte dieses Amt zudem im zweiten Halbjahr 1977 und im ersten Halbjahr 1982 inne. Zudem war er mehrfach Stellvertretender Vorsitzender des Bundesrates.

Auszeichnungen

Vorgänger Amt Nachfolger
Hans Bürkle Präsident des Österreichischen Bundesrats
1. Jänner 1973 – 30. Juni 1973
Stefan Trenovatz
Vorgänger Amt Nachfolger
Hans Bürkle Präsident des Österreichischen Bundesrats
1. Juli 1977 – 31. Dezember 1977
Josef Medl
Vorgänger Amt Nachfolger
Hans Pitschmann Präsident des Österreichischen Bundesrats
1. Jänner 1982 – 30. Juni 1982
Anton Berger