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vom 20.04.2017, aktuelle Version,

Fritz Eller

Fritz Eller (* 28. Februar 1927 in Schwaz, Österreich) ist ein deutsch-österreichischer Architekt und emeritierter Architekturprofessor der RWTH Aachen. Er machte sich einen Namen mit dem Bau des Landtagsgebäudes Nordrhein-Westfalen.

Leben und Wirken

Fritz Eller studierte zwischen 1949 und 1953 zusammen mit Robert Walter und Erich Moser Architektur an der Technischen Hochschule Graz (Erzherzog-Johann-Universität). Aufgrund der schlechten Berufsaussichten in der Republik Österreich zogen sie zusammen nach Düsseldorf in die wirtschaftlich aufstrebende Bundesrepublik Deutschland und wurden freie Mitarbeiter im Architekturbüro Hentrich-Heuser (Hochhaus der BASF Ludwigshafen, Dreischeibenhaus Düsseldorf, Hochhaus Bayer Leverkusen). 1961 arbeiteten sie im Büro Hentrich-Petschnigg & Partner am internationalen Ideenwettbewerb Ruhruniversität Bochum (Erster Preis), an dem unter anderem auch Walter Gropius (Ludwig Mies van der Rohe lehnte ab) teilnahmen.

1962 wurde Fritz Eller auf den Lehrstuhl für Entwerfen von Hoch- und Industriebauten an die Technische Hochschule Aachen berufen. Dort gründete er das Institut für Schulbau und forschte zur baulichen Modernisierung des Schul- und Hochschulwesens im Zuge der Bildungsreform in Nordrhein-Westfalen.

1964 gründete Fritz Eller zusammen mit seinen Freunden Robert Walter und Erich Moser mit den Standorten Düsseldorf und Bochum das Architekturbüro EMW. Sie bauten unter anderem die Zentraleinrichtungen der Ruhruniversität Bochum, die Oberfinanzdirektion Münster und das 1988 fertiggestellte Landtagsgebäude Nordrhein-Westfalen.

Sein Sohn Erasmus Eller leitet seit 1997 das Büro Eller + Eller in Düsseldorf mit Niederlassungen in Berlin und Moskau.

Ehrungen

Eller wurde am 4. Juni 1993 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.[1] Im Jahr 2002 wurde ihm das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Einzelnachweise

  1. Verdienstordenträgerinnen und -träger seit 1986. Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 11. März 2017.