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vom 08.12.2018, aktuelle Version,

Günther Bauer (Schauspieler)

Günther G. Bauer (* 12. Oktober 1928 in Bregenz) ist emeritierter Universitätsprofessor für Schauspiel der Universität Mozarteum Salzburg, sowie Gründer und langjähriger Leiter des Instituts für Spielforschung und Spielpädagogik (heute: Institut für Spielforschung und Playing Arts, Institute for Ludology and Playing Arts). Sein Wirken als Rektor der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum (spätere Universität Mozarteum) erstreckte sich von 1983 bis 1991.

Er ist ein österreichischer (Mozart- und Zwergen-) Forscher, Kulturschaffender (als Autor, Schauspieler, Regisseur), Kulturmanager (als Direktor des Salzburger Kinder- und Jugendtheaters), Pädagoge, passionierter Maler sowie Ehrentitelträger und Vorsitzender; u. a. bis 2011 in der Funktion des Generalsekretärs des P.E.N.-Club Salzburg.[1]

Leben und Wirken

Bauer, ist der zweite Sohn von Emilie Bauer und HR Dr. Andreas Bauer. Bereits im Alter von 4 Jahren erfolgte die Übersiedlung nach Salzburg. Dort besuchte er die „Übungsschule“ und das Humanistisches Gymnasium (Matura 1947).

1951 Diplom für Schauspiel und Regie an der Akademie „Mozarteum“. Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte in Wien und Salzburg.

Als Schauspieler, Regieassistent und Dramaturg Engagements am Salzburger Landestheater, zwei Jahre am Theater in der Josefstadt Wien, fünf Jahre am Volkstheater Wien, ein Jahr am Deutschen Theater in Göttingen und dreizehn Jahre am Burgtheater Wien, 1951–1963 Mitwirkung bei den Salzburger, Bregenzer und Bad Hersfelder Festspielen.

Als Regisseur vor allem am Theater der Jugend in Wien, an den Vereinigten Bühnen in Graz, am Deutschen Theater in Göttingen, am Renaissancetheater Berlin und in der kleinen Komödie in Frankfurt.

Seit 1960 zahlreiche Regien für den ORF.

1970 eine Inszenierung für die Welttournee der Wiener Sängerknaben.

Seit 1971 Professor für Schauspiel an der Hochschule „Mozarteum“.

1972–1976 Lehraufträge für Schulspiel an der Universität Salzburg.

1978 Promotion zum Dr. phil

1973–1977 und 1979–1983 Leiter der Abteilung VIII (Darstellende Kunst).

1. Okt. 1983 bis 30. Sep. 1991 Rektor der Hochschule „Mozarteum“.

Ab 1990 Gründer und Leiter des „Institutes für Spielforschung und Spielpädagogik“ (heute Institut für Spielforschung und Playing Arts / Institute for Ludology and Playing Arts).

Seit 1980 Gründungs- und Vorstandsmitglied und künstlerischer Leiter des Salzburger Kinder- und Jugendtheaters. Zehn große Produktionen mit rund 1.400 Vorstellungen und Gastspielen in Südtirol und Bayern.

Als Schriftsteller betätigte sich Günther Georg Bauer vorrangig auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendstücke, sowie des Hörspiels. Neun Kinder- und Jugendstücke erlebten über 800 Aufführungen. Die Mehrzahl dieser Stücke wurde entweder vom Fernsehen übernommen oder vom ORF neu produziert. Für die Abteilung „Kinder- und Jugendfunk“ des ORF schrieb er über 200 Kinder- und Jugendhörspiele. Bauer ist auch Verfasser von Libretti, Lied- und Chortexten für Cesar Bresgen, Werner Egk und Hermann Thieme. Eine Reihe von Aufsätzen und Forschungsberichten zur Kultur- und Kunstgeschichte des barocken Salzburg.

Publikationen (Monographien)

  • Mozart und Constanze 1783 zu Besuch in Salzburg[2] – Salzburg: Freunde der Salzburger Geschichte 2012.
  • Was Sie schon immer über Mozart wissen wollten[3] – St. Pölten und Salzburg: Residenz Verlag 2011.
  • Mozart. Geld, Ruhm und Ehre[4] – Bad Honnef: Bock 2009.
  • Mozart. Glück, Spiel und Leidenschaft[5] – Bad Honnef: Bock 2003 (2. Auflage 2005) (Auf Englisch erschienen: Mozart a Great Lover of Games[6] – Bad Honnef: Bock 2006)
  • Salzburger Barockzwerge[7] Das barocke Zwergentheater des Fischer von Erlach im Mirabellgarten Salzburg. – Welsermühl, Wels: Verlag Galerie Welz 1989.
  • Der spielende Mensch[8] Ausweg oder Irrweg. – Schriften der Hochschule „Mozarte- um“ Salzburg, Heft 9. München: Katzbichler 1984. (Inaugurationsrede im Mozarteum, Salzburg am 3. November 1983)
  • Das freie Spiel in der Schule. Von Interaktionsspielen zum Schultheater. Hrsg. Bundesverband für Schulspiel, Jugendspiel und Amateurtheater, Graz 1981. Das freie Spiel in der Schule. Dissertation, Universität Wien 1980.

Publikationen als Herausgeber

  • Herausgeber der Buchreihe „Homo ludens – der spielende Mensch“
  • Bände 1–10, 1991–2000.
  • Zahlreiche Ausstellungskataloge
  • Wissenschaftliche Fachartikel in Periodika und Sammelwerken

siehe „Günther G. Bauer, ein Ewigspielender, Wien 2014“, Seite 284 ff.

Weitere Tätigkeiten

Seit 1979 Generalsekretär des Österreichischen P.E.N.-Clubs Salzburg[9], Organisation der bisher 57 öffentlichen Lesungen.

Ehrungen

Ausgezeichnet mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, dem Ritterorden des Hl. Grabes zu Jerusalem, dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Salzburg, dem goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich, sowie dem Tiroler Adlerorden in Gold des Landes Tirol.

Ehrenmitglied der Universität Mozarteum[10] und der internationalen Stiftung Mozarteum.

Verleihung des Ehrenringes der Stadt Salzburg Oktober 2018.

Einzelnachweise

  1. Rainer Buland, Bernadette Edtmaier (Hrsg.): Günther G. Bauer, ein „Ewigspielender“ Schauspieler, Rektor, Spiel- und Mozartforscher. (= Veröffentlichungen zur Geschichte der Universität Mozarteum Salzburg. Band 5). Hollitzer Wissenschaftsverlag, Wien 2014, ISBN 978-3-99012-136-8, S. 344.
  2. Günther G. Bauer: Mozart und Constanze 1783 zu Besuch in Salzburg. In: Salzburg Studien / Forschungen zu Geschichte, Kunst und Kultur. Manz, 2012, abgerufen am 8. September 2018.
  3. Günther G. Bauer: Was Sie schon immer über Mozart wissen wollten. Hrsg.: Residenzverlag Salzburg. Residenzverlag, Salzburg 2009, ISBN 978-3-86796-001-4, S. 224.
  4. Günther G. Bauer: Mozart Geld, Ruhm und Ehre. Hrsg.: Verlag K. H. Bock. K.H. Bock Bad Honnef, Bad Honnef (Deutschland) 2009, ISBN 978-3-86796-001-4, S. 366.
  5. Günther G. Bauer: Mozart. Glück, Spiel und Leidenschaft. Hrsg.: Karl Heinrich Bock Verlag, Bad Honnef. Karl Heinrich Bock Verlag, Bad Honnef 2004, ISBN 978-3-87066-886-0, S. 400.
  6. Günther G. Bauer: Mozart. A great Lover of Games (engl. Ausgabe von Mozart. Geld, Ruhm und Ehre). 2005.
  7. Günther G. Bauer und Herbert Stejskal (Bilder): Salzburger Barockzwerge: Das barocke Zwergentheater des Fischer von Erlach im Mirabellgarten zu Salzburg. Mit Farbtafeln nach Aufnahmen von Herbert Stejskal. Hrsg.: Galerie Welz. Salzburg 1989.
  8. Günther G. Bauer: Der Spielende Mensch. Ausweg oder Irrweg. Musikverlag Emil Katzbichler, 1984, ISBN 978-3-87397-478-4.
  9. http://penclub.at/locations/osterreichischer-pen-club/
  10. https://www.uni-mozarteum.at/de/university/personen/emeriti_bio.php?l=de&nr=123