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vom 24.03.2019, aktuelle Version,

Georg Heinrich von Ramberg

Georg Heinrich von Ramberg, Lithographie von Josef Kriehuber, 1851

Georg Heinrich Freiherr von Ramberg (* 25. Februar 1786 in Hannover; † 2. September 1855 in Teplitz) war ein österreichischer Feldmarschallleutnant.

Leben

Georg von Ramberg zeichnete sich in vielen Feldzügen als Stabsoffizier aus, war aber auch als Diplomat und Kartograf tätig. 1805 trat er mit 19 Jahren in die Preußische Armee ein und nahm an den Feldzügen gegen Napoleon im Stab von Scharnhorst teil.

Nach dem Frieden von Tilsit verließ er die Preußische Armee und trat 1808 in österreichische Dienste. 1809 wurde er dem Generalquartiermeisterstab zugeteilt und nahm an dem Feldzug in Bayern im Hauptquartier von Erzherzog Karl teil. In den Schlachten von Aspern und Wagram zeichnete er sich aus.

1810 bis 1812 war er bei der Landesbeschreibung mit der Kartografierung von Ungarn betraut. Die Feldzüge der Jahre 1813 und 1814 machte er in Stabsfunktionen mit. 1815 war er als Verbindungsoffizier dem Hauptquartier Wellingtons zugeteilt. 1835 zum Oberst, 1843 zum Generalmajor, 1848 zum Feldmarschalleutnant ernannt.

An der Belagerung Wiens gegen den Wiener Oktoberaufstand 1848 war er maßgeblich beteiligt. Seine Truppen rückten durch die Brigittenau und im Augarten vor, am 28. Oktober nahm seine Division am Sturm auf die Leopoldstadt teil und entsandte zwei Brigaden zur Teilnahme an der Schlacht bei Schwechat. In den nun folgenden Feldzügen gegen die aufständischen Ungarn zeichnete er sich mehrfach aus und erhielt am 26. März 1849 das Ritterkreuz des Maria Theresien-Ordens zuerkannt.

Im Rahmen des II. Armeekorps kämpften seine Truppen Ende 1848 auf der kleinen Schütt. Mit einem selbständigen Korps blockierte er zunächst die Festung Komorn und verfolgte im Februar 1849 das ungarische Corps Görgey über Kaschau bis an die Theiß. Nach längerer Krankheit übernahm er unter den neuen Oberbefehlshaber in Ungarn, Feldzeugmeister Haynau die Führung des III. Korps, mit welchem er am 12. Juli in Pesth einzog. Bei der Wiederaufnahme des Vormarsches der kaiserlichen Armee führte er seine Truppen über Maria Theresianopel nach Kis-Kanizsa und erzwang am 5. August den Theiß-Übergang. Nach Gefechten bei Besenyö, Czatad und Jeczö nahm sein III. Korps an der entscheidenden Schlacht bei Temesvár teil. Sein Truppen verfolgten die Ungarn nach Siebenbürgen, wo seine Avantgarde bei Lugos auf den dem Gegner traf, der am 19. August bei Déva die Waffen streckte.

Im Herbst 1849 wurde er Kommandant des XII. Corps in Siebenbürgen und im Banat. Von 1850 bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1854 war er Kommandant der Festung Theresienstadt.

Familie

Rambergs Onkel war der hannoversche Kunstmaler Johann Heinrich Ramberg (1763–1840). Sein Sohn Arthur von Ramberg (1819–1875) war ein österreichischer Maler und Zeichner. Ein weiterer Sohn Hermann von Ramberg (1820–1899) war österreichischer General der Kavallerie. Sein Großneffe August von Ramberg (1866–1947) wurde österreichischer Marinemaler.

Ehrungen und Auszeichnungen

Im Laufe seiner Karriere erhielt er den englischen Bath-, sowie den russischen Wladimir-Orden. Er war Ritter der französischen Ehrenlegion, wie auch Ritter des Maria-Theresien-Ordens. Er war außerdem Kommandeur des Leopold-Ordens und wurde 1850 in den österreichischen Freiherrenstand erhoben.

Literatur