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vom 12.06.2016, aktuelle Version,

Gerald Stourzh

Gerald Stourzh, 2008

Gerald Stourzh (* 15. Mai 1929 in Wien) ist ein österreichischer Historiker, der sich vor allem mit der Neueren Geschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, speziell mit Geschichte Nordamerikas, Geschichte der Habsburgermonarchie und der Republik Österreich, der politischen Ideengeschichte, der Verfassungsgeschichte und insbesondere der Geschichte der Menschenrechte beschäftigt. Als Professor lehrte er von 1964 bis 1969 an der Freien Universität Berlin und ab 1969 bis zu seiner Emeritierung 1997 an der Universität Wien.

Leben

Gerald Stourzh wurde 1929 als Kind von Herbert und Helene Stourzh (geborene Anderle) in Wien geboren. Beide Eltern waren bürgerlich-liberale Akademiker (Vater evangelisch, Mutter katholisch); er selbst ist evangelisch. Wie Richard Georg Plaschka 1991 in einer Laudatio über ihn schrieb,[1] „es ist etwas von seinen evangelischen Ahnen, von seinem evangelischen Erbe wach, wenn er, vor eine prinzipielle Frage gestellt, selbst mit einem Achselzucken zu verstehen gibt: Hier stehe ich.“

Seine Mutter, Gynäkologin, wurde bereits 1915 promoviert. Der Vater, der Philosophie studiert und ebenfalls promoviert hatte, war von Beruf Beamter der niederösterreichischen Landesregierung, der Neigung nach Philosoph und politischer Schriftsteller. Bereits 1934 warnte Herbert Stourzh vor den Gefahren des „Nationalbestialismus“, wie er den Nationalsozialismus nannte.[2] Nach dem Anschluss Österreichs bekam Herbert Stourzh Probleme mit der Gestapo, die ab 1940 gegen ihn ermittelte, härteren Schikanen entging er wahrscheinlich nur durch seinen Krebstod 1941. Der Antirassismus und Antinationalsozialismus seines Vaters prägten Gerald Stourzh zeitlebens stark.[3]

Wie Gerald Stourzh 2009 schrieb, verdankt er seinen Eltern zwei kostbare Dinge: „erstens den unbedingten Respekt vor wissenschaftlicher, geistiger Arbeit in intellektueller Redlichkeit; und zweitens den unbedingten Respekt vor der menschlichen Person, vor dem Primat des einzelnen Menschen gegenüber überindividuellen Ganzheiten, ob Staat oder Stand oder Volk oder Rasse.“[4]

1947 erfolgte die Matura an einem humanistischen Gymnasium in Wien. Stourzh studierte acht Semester Geschichte, zunächst an der Universität Wien. Für das Sommersemester 1949 ging er an die Universität Clermont-Ferrand und für das Studienjahr 1949/50 an die University of Birmingham. In Wien beeindruckten ihn die Vorlesungen u.a. von Heinrich Benedikt und Hugo Hantsch, doch beeinflussten ihn wichtige Bücher, etwa von Friedrich Meinecke und Josef Redlich stärker als die genannten Hochschullehrer.[5] 1951 wurde er promoviert an der Universität Wien bei Benedikt mit der Arbeit Die Entwicklung der Ersten Kammer in der österreichischen Verfassung. Das verfassungs- und rechtsgeschichtliche Interesse hat Stourzh sein Leben lang begleitet. Zwei seiner Vorfahren väterlicher- und mütterlicherseits waren Richter.[6]

Noch 1951 erhielt er eine Einladung des an der Universität Chicago lehrenden Politologen Hans J. Morgenthau, den er in Österreich kennen gelernt hatte, als Forschungsassistent an die Universität Chicago zu gehen, und zwar an das von Morgenthau neu gegründete Center for the Study of American Foreign Policy. Als einziger Historiker in diesem Institut erhielt Stourzh den Auftrag, ein Buch über Benjamin Franklin, den ersten Gesandten der Vereinigten Staaten in Frankreich zur Zeit der amerikanischen Revolution, zu verfassen. Als Folge der Wiener Promotion wurde seine Position zu jener eines „Research Associate“ zunächst im Rang eines Instruktors und dann eines Assistant Professors aufgewertet. Zunächst für ein Jahr verpflichtet, blieb Stourzh schließlich bis zum Sommer 1958 in Chicago - von 1951 bis 1953 als Research Associate, von 1953 bis 1954 als William Rainey Harper Fellow im Department of History, von 1954 bis 1956 neuerlich als Research Associate an der Universität, von 1956 bis Ende 1957 als Research Associate an der American Foundation of Political Education, und 1958 wieder an der Universität. Während dieser Jahre verfolgte Stourzh auch Studien an der Universität in Geschichte und Politikwissenschaft sowie im „Committee on Social Thought“, u.a. bei den Professoren Leo Strauss (Machiavelli-Seminar), Friedrich von Hayek (Tocqueville- und Liberalismus-Seminare), Quincy Wright (International Relations) und Hans Rothfels (Nationalitätenprobleme in Mitteleuropa). Ein Stourzh besonders beeindruckender Historiker war der in Europa kaum bekannte William T. Hutchinson, in dessen Seminar über amerikanische Historiographie Stourzh eine Arbeit über Charles Beard schrieb, die 1957 publiziert wurde.[7]

Der wichtigste Ertrag der Chicagoer Jahre war das Buch Benjamin Franklin and American Foreign Policy, das im Verlag der University of Chicago Press im Frühjahr 1954, noch vor dem 25. Geburtstag des Verfassers, herauskam. Es erhielt 1955 den Preis des American Institute of Early American History and Culture für das beste im Jahr 1954 veröffentlichte Buch auf dem Gebiet der früheren amerikanischen Geschichte. In der Preisurkunde heißt es u. a. “...you have given us his wisdom where he would most want us to have it, in our relation with the rest of the world. It is fitting that you, born and educated in Austria, should have crossed the Atlantic to teach this lesson.”[8] Das Franklin-Buch wurde 1962 als Habilitationsschrift an der Universität Wien vorgelegt. Weitere Erträge der Chicagoer Jahre sind mehrere Veröffentlichungen der American Foundation of Political Education, bei welchen Stourzh Mitherausgeber war.[9] Darüber hinaus entstand die erste Fassung eines Buches über Alexander Hamilton; die Fertigstellung erfolgte allerdings berufsbedingt erst einige Jahre später – während eines Forschungsaufenthaltes am Institute for Advanced Study in Princeton 1966/67 und während der Professur an der Freien Universität Berlin. Das Buch erschien unter dem Titel Alexander Hamilton and the Idea of Republican Government im Verlag der Stanford University Press 1970.

Nach Ablehnung eines Rufes auf eine einjährige Gastprofessur an der University of California, Berkeley, kehrte Stourzh im Juni 1958 nach Wien zurück, um die Österreichische Gesellschaft für Außenpolitik und internationale Beziehungen aufzubauen, deren Generalsekretär er bis Jänner 1962 blieb. 1962 erfolge die Habilitation für Neuere Geschichte an der Universität Wien und auf Anregung Bruno Kreiskys der Eintritt in das Außenministerium, wo Stourzh das Referat für den Europarat übernahm. Bereits 1963 bekam Stourzh einen Ruf der Freien Universität Berlin auf eine Professur für neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der amerikanischen Geschichte, verbunden mit der Leitung der Abteilung für amerikanischen Geschichte am neugeschaffenen John-F.-Kennedy-Institut dieser Universität. Stourzh verblieb an der Freien Universität, unterbrochen durch einen Forschungsaufenthalt in Princeton, bis 1969, als er eine Professur für Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien (Nachfolge Friedrich Engel-Jánosi) antrat, wo er bis zu seiner Emeritierung 1997 verblieb. Obgleich durch zahlreiche Vorträge in den USA sowie durch einen Forschungsaufenthalt am Churchill College der Universität Cambridge 1976 weiterhin mit seinem anglo-amerikanischen Themenkreis in Verbindung, konzentrierte sich die Forschungstätigkeit Stourzh’s in Wien auf die Nationalitätenprobleme in der Habsburgermonarchie etwa im Zeitraum 1848–1918 mit dem wichtigsten Ergebnis des Buches Die Gleichberechtigung der Nationalitäten in der Verfassung und Verwaltung Österreichs 1848–1918 (1985) sowie auf die Entstehungsgeschichte des Staatsvertrags und der Neutralität und die Beendigung der Ost-West-Besetzung Österreichs von 1943 bis 1955. Das wichtigste Ergebnis war eine zwischen 1975 und 2005 auf fünf stetig erweiterte Auflagen anwachsende, unter verschiedenen Titeln publizierte Staatsvertragsgeschichte (siehe Werkverzeichnis). Seit den Neunzigerjahren befasst er sich, auf früheren Arbeiten aufbauend, mit der Geschichte der Menschen- und Bürgerrechte in der westlichen Welt.

Stourzh war 1967/68 Member des Institute for Advanced Study in Princeton. Seit einem Forschungsaufenthalt 1976 ist er Overseas Fellow des Churchill College an der Universität Cambridge.

Stourzh heiratete 1962 in Wien die Juristin Christiane Klingsland, eine engagierte Feministin, die sich ihr Leben lang für die Rechte der Frauen einsetzte. Aus der Ehe stammen drei Töchter, Verena, Theresa und Katharina. Christiane verstarb 2004. Seit 2011 war er mit Prof. Marie-Luise Deskovic (*8.8.1937 - †10.1.2016) verheiratet.

Gerald Stourzh ist auch Künstler von hoher Musikalität (als junger Mann spielte er beispielsweise mit andern Kammermusik auf dem Cello). Seine bis auf die Gymnasialzeit in den Drangsalen der 1940er Jahre zurückreichende Freude am Theaterspiel brachte ihn in den Neunzigerjahren in Johann Nestroys 'Zerrissenem' noch einmal auf die Bühne (dieselben Personen spielten nach 50 Jahren wieder dasselbe Stück!), wobei die Freude mit einem karitativen Zweck verbunden werden konnte. Stourzh hat in seiner Jugend auch eine Interpretation von Albert Camus' Erzählung 'Der Fall' verfasst.[10]

Werke (Auswahl)

von Stourzh als Autor:[11]

  • Benjamin Franklin and American Foreign Policy. University of Chicago Press 1954, 2.Aufl 1969.
  • Alexander Hamilton and the Idea of Republican Government. Stanford University Press 1970.
  • Vom Widerstandsrecht zur Verfassungsgerichtsbarkeit. Graz 1974.
  • Kleine Geschichte des Österreichischen Staatsvertrags. Styria, Graz 1975, ISBN 3-222-10862-5. Zweite erw. Auflage unter dem Titel Geschichte des Staatsvertrages 1945-1955. Styria, Graz 1980, ISBN 3-222-11282-7. Dritte Auflage.(„Studienausgabe“ mit einem „Nachwort 1985“) Graz 1985, ISBN 3-222-11621-0. Vierte, völlig überarbeitete und wesentlich erweiterte Auflage. unter dem Titel Um Einheit und Freiheit. Staatsvertrag, Neutralität und das Ende der Ost-West-Besetzung Österreichs 1945-1955. Böhlau, Wien u.a. 1998, ISBN 3-205-98383-1. Fünfte, durchgesehene Auflage mit einem bibliographischen Nachwort unter dem gleichen Titel, Böhlau, Wien u.a., 2005, ISBN 3-205-77333-0.
  • Die Gleichberechtigung der Nationalitäten in der Verfassung und Verwaltung Österreichs 1848-1918. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1985, ISBN 3-7001-0680-7.
  • Wege zur Grundrechtsdemokratie. Studien zur Begriffs- und Institutionengeschichte des liberalen Verfassungsstaates. Böhlau, Wien u.a.,1989, ISBN 3-205-05218-8.
  • Vom Reich zur Republik. Studien zum Österreichbewusstsein im 20. Jahrhundert. Edition Atelier, Wien 1990, ISBN 3-900379-50-5.
  • Begründung und Bedrohung der Menschenrechte in der europäischen Geschichte. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, 2000, ISBN 3-7001-2928-9.
  • 1945 und 1955: Schlüsseljahre der Zweiten Republik. StudienVerlag, Innsbruck 2005, ISBN 3-7065-4160-2.
  • From Vienna to Chicago and Back. Essays on Intellectual History and Political Thought in Europe and America. University of Chicago Press, Chicago 2007, ISBN 978-0-226-77636-1.
  • Spuren einer intellektuellen Reise. Drei Essays. Böhlau, Wien u.a. 2009, ISBN 978-3-205-78358-9.
  • Der Umfang der österreichischen Geschichte. Ausgewählte Studien 1990-2010. Böhlau, Wien u.a. 2011, ISBN 978-3-205-78633-7.
  • "Die moderne Isonomie. Menschenrechtsschutz und demokratische Teilhabe als Gleichberechtigungsordnung." Wien u.a. 2015. ISBN 978-3-205-20095-6

mit Stourzh als Mitherausgeber und Mitautor:[11]

  • Mit Anna Maria Drabek und Mordechai Eliav, Prag/Czernowitz/Jerusalem: Der österreichische Staat und die Juden vom Zeitalter des Absolutismus bis zum Ende der Monarchie. Studia Judaica Austriaca, Bd. 10, Eisenstadt 1984, ISBN 3-85374-071-5. (darin: Stourzh: Galten die Juden als Nationalität Altösterreichs?)
  • Mit Margarete Grandner: Historische Wurzeln der Sozialpartnerschaft. Oldenbourg, München 1986, ISBN 3-486-52971-4. (darin: Stourzh: Zur Institutionengeschichte der Arbeitsbeziehungen und der sozialen Sicherung – eine Einführung)
  • Mit Friedrich Koja: Schweiz-Österreich. Ähnlichkeiten und Kontraste. Böhlau, Wien u.a. 1986, ISBN 3-205-08902-2. (darin: Stourzh: Wandlungen des Österreichbewusstseins im 20. Jahrhundert und das Modell der Schweiz)
  • Mit Erhard Busek: Nationale Vielfalt und gemeinsames Erbe in Mitteleuropa. Oldenbourg, München 1990, ISBN 3-486-55883-8. (darin: Stourzh: Der Anton Gindely-Preis für Geschichte der Donaumonarchie sowie Die Idee der nationalen Gleichberechtigung im alten Österreich)
  • Mit Birgitta Zaar: Österreich, Deutschland und die Mächte. Internationale und österreichische Aspekte des „Anschlusses“ vom März 1938. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1991, ISBN 3-7001-1714-0. (darin: Stourzh: Die Außenpolitik der österreichischen Bundesregierung gegenüber der nationalsozialistischen Bedrohung)
  • Mit Richard G. Plaschka und Jan Paul Niederkorn: Was heißt Österreich? Inhalt und Umfang des Österreichbegriffs vom 10. Jahrhundert bis heute. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1995, 2. unveränderte Auflage. 1996, ISBN 3-7001-2232-2. (darin: Stourzh: Erschütterung und Konsolidierung des Österreichbewusstseins. Vom Zusammenbruch der Habsburgermonarchie zur Zweiten Republik)
  • Mit Barbara Haider und Ulrike Harmat: Annäherungen an eine europäische Geschichtsschreibung. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-3070-8. (darin: Stourzh: Statt eines Vorworts: Europa, aber wo liegt es?)
  • Mit Arnold Suppan und Wolfgang Mueller: Der österreichische Staatsvertrag. Internationale Strategie, rechtliche Relevanz, nationale Identität. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3537-8. (darin: Stourzh: Der österreichische Staatsvertrag in den weltpolitischen Entscheidungsprozessen des Jahres 1955)

Ehrungen

Literatur

  • Thomas Angerer, Birgitta Bader-Zaar, Margarete Grandner: Vorwort. In: Thomas Angerer, Birgitta Bader-Zaar, Margarete Grandner (Hrsg.): Geschichte und Recht. Festschrift für Gerald Stourzh zum 70. Geburtstag. Böhlau, Wien u.a. 1999, ISBN 3-205-99082-X, S. 9–16.
  • Angelo Ara: Rezension von: Gerald Stourzh: Wege zur Grundrechtsdemokratie. In: Rivista Storica Italiana. Bd. 104, 1992, S. 876–884 (ausführlich auch zur Person).
  • John W. Boyer: Foreword. In: Gerald Stourzh: From Vienna to Chicago and Back. Chicago 2007, ISBN 978-0-226-77636-1, S. XI-XIV.
  • Wolfgang Mantl: Gerald Stourzh und der Rechtsstaat. In: Wolfgang Mantl: Der österreichische Rechtsstaat zwischen habsburgischer Tradition und europäischer Zukunft. In: Savigny-Zeitschrift für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung, Bd. 122, 2005, ISSN 0323-4045, S. 377–380.
  • Richard Georg Plaschka: Gerald Stourzh zum 60. Geburtstag. In: Emil Brix, Josef Leidenfrost, Thomas Fröschl (Hrsg.): Geschichte zwischen Freiheit und Ordnung. Gerald Stourzh zum 60. Geburtstag. Styria, Graz 1991, ISBN 3-222-11870-1, S. 13–24.
  • Verleihung der Ehrendoktorwürde der Rechtswissenschaften an Herrn o. Univ.-Prof. Dr. phil. Gerald Stourzh. Grazer Universitätsreden, Bd. 41, Kienreich, Graz 1991.

Anmerkungen

  1. Richard Georg Plaschka: Gerald Stourzh zum 60. Geburtstag. In: Emil Brix, Josef Leidenfrost, Thomas Fröschl (Hrsg.): Geschichte zwischen Freiheit und Ordnung. Gerald Stourzh zum 60. Geburtstag. Styria, Graz 1991, S. 24.
  2. Herbert Stourzh: Deutscher Mensch oder deutscher Unmensch? In: Der christliche Ständestaat, Österreichische Wochenhefte. Nr. 44, S. 13–14 (7. Okt. 1934), nachgedruckt in: Gerald Stourzh (Hrsg.): Herbert Stourzh: Gegen den Strom. Ausgewählte Schriften gegen Rassismus, Faschismus und Nationalsozialismus 1924-1938. Wien 2008, S. 63–67, hier 63.
  3. Gerald Stourzh: Spuren einer intellektuellen Reise: drei Essays. Böhlau, Wien 2009, S. 16.
  4. Gerald Stourzh, Menschenrechte und Genocid. In: Ders.: Spuren einer intellektuellen Reise. 3 Essays. Böhlau, Wien 2009, ISBN 978-3-205-78358-9.
  5. Hierzu und zum Folgenden vgl. den autobiographischen Essay „Spuren einer intellektuellen Reise“ in dem gleichnamigen Buch von Gerald Stourzh (Wien 2009), S. 13–59.
  6. Zum väterlichen Großvater Alois von Stourzh, zuletzt Kreisvizepräsident in Korneuburg, siehe Eintragung im Österreichischen Biographischen Lexikon. Zum mütterlichen Urgroßvater zuletzt Oberlandesgerichtsrat am Kreisgericht Ungarisch Hradisch in Mähren, siehe Gerald Stourzh: Aus der Mappe meines Urgroßvaters, Eine mährische Juristenlaufbahn im 19. Jahrhundert. In: Ders.: Der Umfang der österreichischen Geschichte. Böhlau, Wien u. a. 2011, S. 125–138.
  7. Nachgedruckt in: Gerald Stourzh: From Vienna to Chicago and Back. Chicago 2007, S. 100–130.
  8. In einem Glückwunschschreiben aus Anlass dieses Preises schrieb der Direktor der University of Chicago Press: „I think this award is more significant than the Pulitzer Prize.“ (Briefkopie v. 25. April 1955 einsehbar im Nachlass Hans J. Morgenthau, Library of Congress, Washington D.C.) Darauf beruhte drei Jahrzehnte später die irrtümliche Aussage, dieses Buch wäre für den Pulitzer-Preis nominiert worden (im Anhang zu einem Statement über die Dissertation Kurt Waldheims, veröffentlicht in dem Band Kurt Waldheim's Wartime Years. A Documentation. Wien 1987, S. 165).
  9. Robert A. Goldwin, Ralph Lerner, Gerald Stourzh (Hrsg.): Readings in World Politics. Oxford University Press, New York 1959; Robert A. Goldwin, Ralph Lerner, Gerald Stourzh (Hrsg.): Readings in American Foreign Policy. New York 1959; Robert A. Goldwin, Gerald Stourzh, Marvin Zetterbaum (Hrsg.): Readings in Russian Foreign Policy. OuP, New York 1959; Gerald Stourzh, Ralph Lerner (Hrsg.): Readings in American Democracy. OUP, New York 1959; 2. revid. Auflage, hg. v. Gerald Stourzh, Ralph Lerner und H. C. Harlan, OUP, New York 1966.
  10. Wolfgang Mantl: Gerald Stourzh und der Rechtsstaat. In: Wolfgang Mantl: Der österreichische Rechtsstaat zwischen habsburgischer Tradition und europäischer Zukunft. In: Savigny-Zeitschrift für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung, Bd. 122, 2005, S. 379, Anm. 33
  11. 1 2 Werkverzeichnis
  12. Gerald Stourzh Vorlesungen