unbekannter Gast
vom 24.05.2017, aktuelle Version,

Gerhoch Reisegger

Gerhoch Reisegger (* 1941) ist ein österreichischer rechtsextremer Publizist und Verschwörungstheoretiker.

Studium und Beruf

Reisegger studierte Physik an der Technischen Universität Wien. Er war Geschäftsführer eines Informatik-Unternehmens und ist nun selbständiger Unternehmensberater.

Publizistische Tätigkeit

Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes[1][2] und das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz zählen Gerhoch Reisegger zu den „bekanntesten Vertretern rechtsextremistischer Verschwörungstheorien“.[3]

Gerhoch Reisegger übersetzte den Text des australischen Verschwörungstheoretikers Joe Vialls, worin behauptet wird, der Tsunami im Indischen Ozean vom 26. Dezember 2004 sei von Amerikanern und Juden durch eine Atombombenzündung unter Wasser hervorgerufen worden.[4] Er vertritt die Ansicht, dass die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA von der US-Regierung inszeniert worden seien.

Bei revanchistischen und FPÖ-nahen Organisationen tritt Reisegger als Referent auf; im Ausland sucht er offen Kontakt mit Neonazis.[4] Er stehe in „regem Austausch mit dem deutschen Neonazi Horst Mahler“, mit dem er großen Hass auf die USA gemeinsam habe.[1]

Gerhoch Reissegger war u.a. Autor der Online-Zeitschrift „Berliner Umschau“ sowie des österreichischen Monatsmagazin Die Aula. Dort gelang es ihm 1997, von Kardinal Ratzinger die Erlaubnis zum Abdruck seines 1995 zuerst in Communio (Zeitschrift) erschienenen Aufsatzes „Freiheit und Wahrheit“ in der Monatsschrift „Aula“ der freiheitlichen Akademikerverbände Österreichs zu erwirken, der dann aber in dem Band „1848 – Erbe und Auftrag“ des Aula-Verlages erfolgte.[5]

Werke

Einzelnachweise

  1. 1 2 DÖW: Neues von ganz rechts. Verschwörungsdenker unter sich, September 2003
  2. DOEW-Mitteilungen, Oktober 2004 (pdf; 470 kB) Seite 7
  3. Antisemitismusbroschüre des Verfassungsschutz (pdf; 1,4 MB), Seite 9
  4. 1 2 DÖW: Neues von ganz rechts. Jüdischer Tsunami?, Jänner 2005
  5. Gunther Latsch: Schmutzige Hände, DER SPIEGEL 16. März 2009