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vom 03.06.2017, aktuelle Version,

Gnadendorf

Gnadendorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Gnadendorf
Gnadendorf (Österreich)
Gnadendorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 48,32 km²
Koordinaten: 48° 37′ N, 16° 24′ O
Höhe: 272 m ü. A.
Einwohner: 1.135 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 23 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2152
Vorwahl: 02525
Gemeindekennziffer: 3 16 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gnadendorf 15
Website: www.gnadendorf.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Schulz (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
16
3
16  3 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Gemeinde Gnadendorf im Bezirk Mistelbach
Altlichtenwarth Asparn an der Zaya Bernhardsthal Bockfließ Drasenhofen Falkenstein Fallbach Gaubitsch Gaweinstal Gnadendorf Großengersdorf Großebersdorf Großharras Großkrut Hausbrunn Herrnbaumgarten Hochleithen Kreuttal Kreuzstetten Laa an der Thaya Ladendorf Mistelbach Neudorf bei Staatz Niederleis Ottenthal Pillichsdorf Poysdorf Rabensburg Schrattenberg Staatz Stronsdorf Ulrichskirchen-Schleinbach Unterstinkenbrunn Wildendürnbach Wilfersdorf (Niederösterreich) Wolkersdorf im Weinviertel Niederösterreich Lage der Gemeinde Gnadendorf im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gnadendorf ist eine Gemeinde mit 1135 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Geografie

Gnadendorf liegt im Tal der Zaya am Nordrand der Leiser Berge im Weinviertel in Niederösterreich, rund 15 km westlich von Mistelbach. Die Fläche der Gemeinde umfasst 48,25 Quadratkilometer. 32,95 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Im Gemeindegebiet liegt der Gipfel des 491 m hohen Buschbergs, der höchsten Erhebung des Weinviertels, der durch die darauf errichtete Radarstation weithin leicht erkennbar ist.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Eichenbrunn (277)
  • Gnadendorf (256)
  • Oedenkirchenwald (2)
  • Pyhra (219)
  • Röhrabrunn (135)
  • Wenzersdorf (61)
  • Zwentendorf (166)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eichenbrunn, Gnadendorf, Oedenkirchenwald, Pyhra, Röhrabrunn, Wenzersdorf und Zwentendorf.

Geschichte

Die erste Nennung des Ortes erfolgte im Jahr 1113 als „Gnannendorf“.

Der Ort hatte unter den Grenzkämpfen mit Ungarn und Böhmen stark zu leiden. Die Besitzer des Ortes wechselten häufig. 1543 findet sich Christoph Kuenritz als Besitzer, seine Enkel verkaufen Hagenberg samt Gnadendorf 1650 an die Brüder Leo und Sigmund Friedrich von Sinzendorf, deren Nachkommen bis 1822 nachgewiesen sind. Ihre Nachfolger waren 1828 die Reuss-Köstritz. Das Hochaltarbild in der Maria Himmelfahrt wurde 1945 beim Einmarsch der Roten Armee durch einen Artillerietreffer stark beschädigt. 2000 wurde in Gnadendorf das Grab eines etwa 14- bis 18-jährigen frühungarischen Reiterkriegers entdeckt und ausgegraben. Zwei Radiokohlenstoffdatierungen datieren die Bestattung um das Jahr 1000.

Eichenbrunn

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, zwischen 20. und 22. April 1945, wurde Eichenbrunn Schauplatz heftiger und wechselvoller Kämpfe zwischen Truppen der Wehrmacht und der Roten Armee, bei denen 6 deutsche und 30 sowjetische Soldaten ums Leben kamen.[2]

Am 14. August 2006 erfolgte der Spatenstich für die Umfahrung von Eichenbrunn durch die Laaer Straße. Nach einjähriger Bauzeit wurde sie am 20. September 2007 eröffnet.

Am 11. Jänner 2009 fand das erste Eichenbrunner Christbaumweitwerfen statt.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1.175 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1.203 Einwohner, 1981 1.230 und im Jahr 1971 1.401 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Gemeinde ist Manfred Schulz [3], Amtsleiter Richard Pelzelmayer.

Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 16, SPÖ drei, andere keine Sitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Eichenbrunn
  • Pfarrkirche Gnadendorf, mit barocker Inneneinrichtung, umgeben von einer Ringmauer und Wallgraben
  • Marien-Kapelle im Bildeichenwald
  • Forsthaus in Ödenkirchwald
  • Pfarrkirche „Hl. Leib Christi“ in Pyhra
  • Kapelle zu unserer lieben Frau in Röhrabrunn,
  • Pfarrkirche Maria Verkündigung und Retentionsbecken in Wenzersdorf
  • Schlossruine Wenzersdorf
  • Kapelle zum guten Hirten und Kellergasse in Zwentendorf

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 42, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 114. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 509. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,34 Prozent.

Literatur

  • Falko Daim (Hrsg.): Heldengrab im Niemandsland. Ein frühungarischer Reiter aus Niederösterreich (Mosaiksteine Band 2), Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, Mainz 2006, ISBN 978-3-7954-1964-6

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach
  3. http://www.landtag-noe.at/personen-ausschuesse/aktuelle-abgeordnete-ausschuesse/detailansicht/abgeordneter/Manfred-Schulz/NTY=/A landtag-noe.at
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