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vom 03.01.2016, aktuelle Version,

Gudrun Harrer

Gudrun Harrer bei einer Podiumsdiskussion im österreichischen Außenministerium im Jahr 2015.

Gudrun Harrer (* 24. Februar 1959 in Schwanenstadt)[1] ist eine österreichische Journalistin und Nahostexpertin.

Leben

Harrer studierte anfangs Musik in Detmold und Mailand, bevor sie von 1986 bis 1992 an der Universität Wien Arabistik und Islamwissenschaften studierte. 1993 trat sie als Außenpolitikredakteurin in die Tageszeitung Der Standard ein, 1998 wurde sie dort Chefin des Ressorts Außenpolitik. Parallel dazu dissertierte Gudrun Harrer in Politikwissenschaften an der Universität Wien über das irakische Atomprogramm ("Dismantling the Iraqi Nuclear Programme. The Inspections of the International Atomic Energy Agency in Iraq 1991 - 1998).[2]

Gudrun Harrer unterrichtet seit 2005 Moderne Arabische Geschichte an der Universität Wien und seit 2007 Geschichte und Politik des Nahen Ostens an der Diplomatischen Akademie Wien.[3]

2006 wurde Gudrun Harrer von der österreichischen Bundesregierung als Sondergesandte des österreichischen EU-Vorsitzes und Geschäftsträgerin der Botschaft Bagdad in den Irak geschickt, wo sie Österreich während der EU-Präsidentschaft vertrat.[4]

Harrer ist seit 2007 leitende Redakteurin bei der Tageszeitung Der Standard in Wien.[5] Harrer ist Mitglied des Vorstandes der Österreichischen Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall[6] sowie Mitglied und stellvertretende Schriftführerin im Vorstand des Österreichischen Instituts für Internationale Politik (OIIP).[7]

Auszeichnungen

Publikationen

  • Zur Wiedergabe arabischer Wörter in den deutschsprachigen Medien. Problematik, Praxis und Lösungsvorschläge. Hochschulschrift 1992 Uni Wien, Lang, Frankfurt am Main/Wien 1993, ISBN 3-631-46031-7.
  • Kriegs-Gründe. Versuch über den Irakkrieg. Mandelbaum, Wien 2003, ISBN 3-85476-108-2.
  • Souveränität und Nachkriegszeit. Der Irak nach dem Abschluss des Status of Forces Agreement mit den USA. Sozialwissenschaftliche Schriftenreihe, Internationales Institut für Liberale Politik, Wien 2009, ISBN 978-3-902595-26-3.
  • Aktuelle Analyse. In: Herbert Tichy: Afghanistan. Das Tor nach Indien. (1940), Illustrationen von Herwig Zens, Edition Sonnenaufgang, Wien 2010, ISBN 978-3-9501591-4-1.
  • Rassismus in den Medien. In: „Rasse“ - eine soziale und politische Konstruktion. Sir-Peter-Ustinov-Institut (Hrsg.), Wien 2010.
  • Nahöstlicher Irrgarten: Analysen abseits des Mainstreams. Kremayr & Scheriau, Wien 2014, ISBN 978-3-218-00930-0.
  Commons: Gudrun Harrer  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Lebenslauf Gudrun Harrer (PDF) Diplomatische Akademie Wien. Abgerufen am 8. März 2015.
  2. Jacques E. C. Hymans: Achieving Nuclear Ambitions. Cambridge University Press, 2012, ISBN 9780521767002, S. 288. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  3. Wiener Vorlesungen - Dr. Gudrun Harrer Wiener Vorlesungen, ohne Datum
  4. Außenministerium der Republik Österreich: Österreichische diplomatische Präsenz im Irak während EU-Ratsvorsitz – BMEIA, Außenministerium Österreich. In: bmeia.gv.at. 13. Dezember 2005, abgerufen am 30. Dezember 2014.
  5. Gudrun Harrer - derStandard.at › Meinung › Kommentare. In: derstandard.at. Abgerufen am 30. Dezember 2014.
  6. Der Vorstand Österreichische Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall, abgerufen am 9. Februar 2012
  7. Österreichisches Institut für internationale Politik: Organisationsform. In: oiip.ac.at. 29. Dezember 2014, abgerufen am 30. Dezember 2014.
  8. derStandard.at - DER STANDARD- Journalistinnen Harrer und Graber prämiert. APA-Meldung vom 24. Jänner 2008, abgerufen am 29. März 2015.
  9. Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2014, PreisträgerInnen 2014, Presseaussendung, 29. Dezember 2014