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vom 12.02.2015, aktuelle Version,

Gurgler Kamm

Der Gurgler Kamm (auch Gurglkamm) ist ein Gebirgskamm im Süden der Ötztaler Alpen und bildet zwischen Hoher Wilde und Timmelsjoch die Grenze zwischen Österreich und Italien und trennt das Gurgler Tal in Tirol vom Pfelderer Tal in Südtirol.

Der Gratverlauf verläuft vom Timmelsjoch in südwestlicher Richtung zur Hohen Wilde. Dort bildet der Schnalskamm die westliche Fortsetzung des Gurgler Kamms, beide bilden zusammen den Hauptkamm der Ötztaler Alpen, der auch Teil des Alpenhauptkamms ist. Der südwestliche Endpunkt, die Hohe Wilde (3480 m), ist gleichzeitig die höchste Erhebung des Gurgler Kamms. Weitere bekannte Gipfel sind der Hintere Seelenkogel (3470 m ü. A.), der Hochfirst (3403 m) und die Liebenerspitze (3399 m).

Naturschutz

Die Südtiroler Seite gehört seit 1976 zum Naturpark Texelgruppe und zum Natura-2000-Gebiet Lazins–Schneebergzug.

Seit 1977 wird auf österreichischer Seite der Zentralteil des Gurgler Kamm, vom Seelenkogel bis zur Schwenzerspitze, durch die UNESCO als Biosphärenreservat und auch als Biogenetisches Reservat ausgewiesen.[1] Das umfasst das obere Rotmoostal, das Gaisbergtal, Ferwalltal und Königstal. Es gehört großteils zum Naturpark Ötztal und Europaschutzgebiet (Natura-2000-Gebiet) Ötztaler Alpen, nur der äußerste Norden bleibt außerhalb.

In Biosphärenreservat liegt auch das Naturdenkmal Obergurgler Zirbenwald.

Bilder

Literatur

  Commons: Gurgler Kamm  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gurgler Kamm, unesco.org ? Biosphere Reserve Information;
    Biosphärenpark Gurgler Kamm, biosphaerenparks.at (univie.ac.at);
    Biosphärenpark Gurgler Kamm und Übersichtskarte Naturpark, naturpark-oetztal.at