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vom 30.07.2016, aktuelle Version,

Hans Riehl (Journalist)

Hans Riehl (* 21. Juni 1935 in Altötting) ist ein deutscher Historiker und Journalist.

Leben

Hans Riehl ist der Bruder von Hildegard, Marianne und Herbert Riehl-Heyse sowie der Sohn von Karolin Marie Spindler und Hans Riehl, Lagerhausverwalter der Raiffeisengenossenschaft in Altötting und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, welcher am 28. April 1945 während der Bürgermorde von Altötting von der Schutzstaffel im Garten des Landratsamtes Altötting erschossen wurde.[1] Hans Riehl erlernte nach dem Abitur den Beruf des Industriekaufmannes, studierte und absolvierte ein Zeitungvoluntariat. 1961 heiratete er Eva Riehl, Tochter von Christa Witthalm und Walter Ruttmann, ihre Kinder sind Konstanze, Jörg und Judith, lebte mit Franz Schönhuber in einer Wohngemeinschaft und war Redakteur der Abendzeitung. Am 21. November 1961 schrieb er an die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen:

„Aus Damaskus erreichte uns die Nachricht, dass der ehemalige SS-Hauptsturmführer Alois Brunner von der neuen syrischen Regierung mit dem ehemaligen syrischen Geheimdienst-Chef Sarratsch vor Gericht gestellt wird. Brunner war zeitweise im Reichssicherheitshauptamt als Judenreferent in der Abteilung Eichmanns tätig und lebte nach Angaben des Institut für Zeitgeschichte bis 1954 in Hamburg. Dort bekam er von seinem Duzfreund, dem damaligen Bundestagsabgeordneten Vogel eine Fahrkarte nach Damaskus.“

Schönhuber wurde 1962 von Eva Kolar geschieden und heiratete 1964 Ingrid Feuchtenberger. Schönhuber war von Herbst 1969 bis Ostern 1970 Chefredakteur der der Münchner Boulevardzeitung tz und Hans Riehl sein Stellvertreter.

Riehl war von 1973 bis Juni 1997 Chefredakteur der tz. Die Axel Springer AG hielt 24,9 Prozent der Anteile der Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co. KG und sollte nach einem Urteil, auch wenn sie weniger als ein viertel Eigentümer war, im Impressum erscheinen. 1982 übernahm Dirk Ippen die Anteile der Axel Springer AG und ergänzte die Chefredaktion der tz um Helmut Stegmann (Journalist) und Karl Wanninger. Als Ippen im Juni 1997 das tz Chefredaktionsteam durch Thomas Dobernigg (* 1949 vormals Bild-München) ablöste, offenbarte Riehl die Rezeptur der tz-Schlagzeilen-Druckfarbe ("Sex, Blut und Sperma")[3] Daneben veröffentlichte er Sachbücher zur Zeitgeschichte.

Veröffentlichungen

Ehrungen

Einzelnachweise

  1. Franz-Marc-Gymnasium (Markt Schwaben), 2012, Hans Riehl – „da er sich nichts zu Schulden hat kommen lassen“
  2. Michael Martens: Durch dick und dünn mit Adolf Hitler. Online auf: www.faz.net vom 12. Februar 2013.
  3. Oliver Gehrs: Im Streit scheidet der Chef der Münchner "tz" aus, Angekündigter Eklat. Online auf Berliner Zeitung vom 28. Mai 1998.