unbekannter Gast
vom 29.02.2016, aktuelle Version,

Harald Friedl

Harald Friedl im Wiener Rathaus, 2003

Harald Friedl (* 2. August 1958 in Steyr, Oberösterreich) ist ein österreichischer Filmemacher, Musiker und Schriftsteller.

Leben und Werk

Nach der Matura in Steyr studierte Harald Friedl an der Universität Salzburg Germanistik und Anglistik. Er war Lektor an der University of Kingston upon Hull in Yorkshire, England, danach Wissenschaftler am Institut für Alltagskultur in Salzburg. 1991–93 war er der erste Leiter des Salzburger Literaturhauses, seit 1993 arbeitet er als freiberuflicher Filmemacher, Schriftsteller und Musiker. Ab 1980 war er Regisseur und Produzent zahlreicher Filme für Kino und Fernsehen, Autor mehrerer Bücher und vieler Erzählungen in Anthologien und Literaturzeitschriften sowie von Liedtexten. Außerdem hatte er immer wieder Auftritte mit verschiedenen Rockbands.

2001 und 2003 war Friedl Gastprofessor an der German Summer School der University of New Mexico, USA; 2003 zudem Max-Kade-Artist in Residence an der Case Western Reserve University in Cleveland. Daneben hielt er zahlreiche Gastvorträge an kalifornischen Universitäten, 2012/13 war er Gastprofessor für Germanistik und Film an der California State University Long Beach.

Friedl lebt in Mitterretzbach/Niederösterreich und in Wien.

Auszeichnungen

  • 1980 Literaturpreis der Stadt Steyr zum Thema Arbeitswelt
  • 1983 Sieger beim österreichischen Bandwettbewerb mit der Band Scheiblingseder
  • 1999 Literaturpreis des NÖ Kulturforums
  • 2007 Prix des Jeunes, Cinema de réel, Paris (für „Aus der Zeit“)
  • 2007 Grand Jury Prize, Seattle International Film Festival, USA (für „Aus der Zeit“)
  • 2007 Best International Documentary, Calgary International Film Festival, USA (für „Aus der Zeit“)
  • 2008 Nesnady & Schwartz Competition Winner, Cleveland International Filmfestival (für Aus der Zeit)

Filme

  • What Happiness is. Dokumentarfilm, 89 Minuten, A 2012
  • Mein Leben als Apfelbaum. Filmporträt, 76 Minuten, A 2012
  • So schaut’s aus. G’schichten vom Willi Resetarits. Filmporträt, 72 Minuten, A 2008
  • Vom Orchesterleben. Das Tonkünstler Orchester Niederösterreich. TV-Dokumentation, 60 Minuten, A 2008
  • Thierry Zaboitzeff & Crew: Missa Furiosa/Am Anfang war der Klang. Musikdokumentation (2003, 44 Minuten) plus experimentelles Porträt des Musikers Thierry Zaboitzeff (2008, 7 Minuten)
  • Aus der Zeit. Eine filmische Zeitreise von Harald Friedl, 80 Minuten, A 2006
  • Diesseits von Afrika. Entdeckung Lesachtal. TV-Dokumentation, 52 Minuten, A 2004.
  • Africa Representa. Essayistischer Dokumentarfilm, 76 Minuten, A 2003.
  • Thierry Zaboitzeff & Crew: Missa Furiosa. Musikdokumentation, 44 Minuten, A 2003.
  • Land ohne Eigenschaften. Dokumentarfilm, 75 Minuten, A 2000.
  • Ein Leben in diesem Jahrhundert - Wilhelm Kaufmann. TV-Dokumentation, 25 Minuten, A 1996
  • mobile stabile. Essayistischer Dokumentarfilm, 40 Minuten, A 1992.
  • Verbotene Jagden. Wilderer zwischen Not und Leidenschaft. Feature, 24 Minuten, A 1990.

Musik

  • Libretto von „Engel sind wir selber. Eine weihnachtliche Entdeckungsreise durch das Universum“, Spring String Quartet, Komposition Michael Radanovics
  • 1995–2000 und ab 2008 Sänger, Komponist und Texter von "Blaumarot"
  • Seit 1980 Sänger und Gitarrist der Rockband Scheiblingseder

CDs

  • 2008 Friedl/Zaboitzeff „Rauch“. Elektroakustische Chansons, eine österreichisch-französische Koproduktion.
  • 1999: “Friedensideen”, ein Popsong (Text, Gesang, Komposition [gemeinsam mit Klaus Kircher]) auf der gleichnamigen Benefiz-CD (Sampler) für Nachbar in Not und andere karitative Institutionen der Balkan-Hilfe. Im Titelsong treten auf: Hansi Lang, Tini Kainrath von den "Rounder Girls" und Doris Windhager von den "Neuwirth Extrem-Schrammeln". Weiters: Roland Guggenbichler (kb), Stefan Schubert (g), Klaus Kircher (b), Robert Kainar (perc) und Willi Hackl (dr). Produktion: Rockhouse Salzburg.
  • 1999: "Hoaß, koid". Blaumarot-CD, erschienen bei Extraplatte.