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vom 17.12.2016, aktuelle Version,

Heilige Liga (1684)

Die 1684 gegründete Heilige Liga war ein Bündnis des Heiligen Römischen Reiches mit anderen europäischen Mächten gegen das Osmanische Reich. Sie war die bekannteste und letzte in einer Reihe von Bündnissen, die alle "Heilige Liga" hießen.

Sie wurde am 5. März 1684 durch die Vermittlung von Papst Innozenz XI. auf Initiative von Kaiser Leopold I. gegründet. Mitglieder waren neben Reich und Papst zunächst Polen-Litauen sowie die Seerepublik Venedig [1]. Nach Unterzeichnung des „Ewigen Friedens“ mit Polen am 6. Mai 1686 trat das Moskauer Reich der Heiligen Liga bei [2].

Vorangegangen war die osmanische Niederlage bei der Belagerung Wiens im Jahre 1683, die einen Wendepunkt in der Geschichte des Osmanischen Reiches darstellte. Zwischen 1685 und 1689 eroberten die Verbündeten Gebiete, die für Jahrhunderte zum Osmanischen Reich gehört hatten: Ungarn, Transsilvanien, Serbien, zeitweise sogar der griechische Peloponnes. Der größte militärische Erfolg der Liga war der Sieg in der Schlacht bei Mohács (1687).

Einzelnachweise

  1. Der Große Ploetz, 32. Auflage, S. 822.
  2. Der Große Ploetz, 32. Auflage, S. 981.