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vom 18.03.2017, aktuelle Version,

Heimrad Bäcker

Heimrad Bäcker (* 9. Mai 1925 in Wien; † 8. Mai 2003 in Linz) war ein österreichischer Herausgeber und Schriftsteller.

Leben

Heimrad Bäcker lebte als freier Schriftsteller und Herausgeber der Zeitschrift neue texte in Linz. In den Jahren 1968 bis 1985 sammelte und verarbeitete er schriftliche Zeugnisse der „nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie“: „Es genügt, die Sprache der Täter und der Opfer zu zitieren. Es genügt, bei der Sprache zu bleiben, die in den Dokumenten aufbewahrt ist. Zusammenfall von Dokument und Entsetzen, Statistik und Grauen.“ (Heimrad Bäcker)

Von Heimrad Bäcker sind u.a. Nachschrift 1 und Nachschrift 2 erschienen, Niederschrift der gesammelten Zeugnisse.

Bäcker war 1987 bis 1989 Präsident der Grazer Autorenversammlung.

Mit seiner Frau Margret Bäcker stiftete er vom Erlös des Verkaufs seines literarischen Nachlasses an das Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek einen Literaturpreis, den Heimrad-Bäcker-Preis.

Auszeichnungen

Hörspiel

Literatur

  • Robert Cohen: Auschwitzsprache. Zu Heimrad Bäckers ‚nachschrift‘. Peter Weiss Jahrbuch. Bd. 8/1999, S. 141–153.
  • Thomas Eder, Martin Hochleitner (Hrsg.): Heimrad Bäcker. Graz, Wien: Droschl 2003.
  • Thomas Eder, Klaus Kastberger (Hrsg.): Heimrad Bäcker. Die Rampe Porträt. Linz: Trauner 2001.

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Epitaph in der ARD-Hörspieldatenbank. Aufgerufen am 2. November 2014.