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vom 16.01.2016, aktuelle Version,

Hellmut Fischmeister

Hellmut Fischmeister (* 14. Mai 1927 in Wien, Österreich) ist ein österreichischer Forscher und Metallurg.

Leben

Hellmut Fischmeister studierte von 1945 bis 1951 an der Universität Graz Physik, Mathematik und Chemie und promovierte dort 1951 in Physikalischer Chemie. Er war ab 1953 Forschungsassistent am Institut für Anorganische Chemie der Universität Uppsala. 1956 wurde er Leiter der Gruppen Physik und Werkstoffe im Entwicklungslabor der Telefonaktiebolaget LM Ericsson in Stockholm. Er leitete ab 1958 das Labor für Pulvermetallurgie bei Jernkontoret, der Branchenorganisation der schwedischen Stahlindustrie in Stockholm. Ab 1961 leitete er die Forschungsabteilung für Hartmetalle im Edelstahlwerk der Stora Kopparbergs Bergslags AB in Söderfors, in der Folge leitete er die gesamte Forschung, Entwicklung und das Qualitätswesen des Edelstahlwerkes in Söderfors (heute Erasteel Kloster AB, Scana Steel Söderfors AB und Åkers Specialty Rolls AB). 1965 folgte er einem Ruf zum Ordinarius und Vorstand des Instituts für metallische Werkstoffe an der Chalmers Technischen Hochschule in Göteborg. Er wurde 1975 zum Ordinarius und Vorstand des Instituts für Metallkunde und Werkstoffprüfung an der Montanuniversität Leoben berufen. 1981 wurde er Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor des Instituts für Werkstoffwissenschaft am Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart. Er wurde 1995 aus dem MPI für Metallforschung emeritiert.

Hellmut Fischmeister war von 1993 bis 2003 Mitglied des Österreichischen Universitätenkuratoriums und von 2004 bis 2009 Mitglied im Österreichischen Wissenschaftsrat.[1]

Er wurde 1975 als gewähltes ausländisches Mitglied in die Königlich Schwedische Akademie der Ingenieurwissenschaften (Kungl. Ingenjörsvetenskapsakademien, abgekürzt IVA) aufgenommen. 1981 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt und ist seit 1988 Mitglied der Academia Europaea. Er wurde 1995 wirkliches Mitglied der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Auszeichnungen und Ehrungen

Quellen

  • Eintrag im Vem är Vem? Norrland 1968, S. 630 (Projekt Runeberg, schwedisch).
  • Ehrungen (PDF; 1,5 MB). Deutsche Gesellschaft für Materialkunde (DGM), August 2010, S. 7–8.

Einzelnachweise

  1. Ehemalige Mitglieder des Österreichischen Wissenschaftsrates. Webpräsenz des Österreichischen Wissenschaftsrates. Abgerufen am 16. Januar 2016
  2. Honorary doctors at KTH Webpräsenz der Königlich Technischen Hochschule Stockholm. Abgerufen am 5. Juli 2014.