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vom 20.12.2016, aktuelle Version,

Helmut Geiger

Helmut Geiger (* 12. Juni 1928 in Nürnberg) ist ein deutscher Volkswirt und Politiker der CSU. Er war von 1972 bis 1993 Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

Leben und Beruf

Nach dem Schulbesuch wurde Geiger, der römisch-katholischen Glaubens ist, 1944/45 als Luftwaffenhelfer im Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Zuletzt geriet er in französische Gefangenschaft, aus der er 1948 entlassen wurde. Er nahm 1949 ein Studium der Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft an den Universitäten in Erlangen und Berlin auf, das er 1954 mit der Prüfung zum Diplom-Volkswirt beendete. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und als Anwaltsassistent in Bonn.

Geiger fungierte von 1959 bis 1966 als Geschäftsführer der Geschäftsstelle der Landesbausparkassen beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Er war seit 1965 Geschäfts- bzw. Hauptgeschäftsführer und dann von 1972 bis 1993 hauptamtlicher Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Von 1993 bis 1998 war er Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation in Bonn.

Als Nachfolger von Mildred Scheel übernahm er 1985 die Präsidentschaft der Deutschen Krebshilfe. Dieses Amt übergab er 2000 an Dagmar Schipanski. Seither engagiert sich Geiger für die gemeinnützige Hilfsorganisation. Geiger gehörte bereits zu den sieben Gründungsmitgliedern und ersten finanziellen Förderern der Deutschen Krebshilfe. Seit 2015 ist er Ehrenpräsident der Stiftung Deutsche Krebshilfe in Bonn. [1]

Partei

Geiger ist seit 1949 Mitglied der CSU. Er hatte sich der Jungen Union (JU) angeschlossen und wurde 1956 zum Bezirksvorsitzender der JU Oberfranken gewählt. 1963 wurde er Vizepräsident der Atlantischen Vereinigung Junger Politiker.

Abgeordneter

Geiger gehörte dem Deutschen Bundestag vom 8. Juni 1965, als er für den verstorbenen Abgeordneten Georg Lang nachrückte, bis zum Ende der Wahlperiode (1965) an. Er war über die Landesliste Bayern ins Parlament eingezogen.

Ehrungen

1992 erhielt der das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich[2].

1993 ehrte ihn der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit dem Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband für sein Engagement. 1994 zeichnete die Bundesärztekammer Geiger mit dem Ehrenzeichen der Deutschen Ärzteschaft aus. Papst Johannes Paul II. würdigte den vielfältigen Einsatz als Präsident der Deutschen Krebshilfe 1997 mit der Ernennung zum Komtur-Ritter des Gregoriusordens. Er ist Ehrendoktor der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln

Helmut Geiger ist Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

Einzelnachweise

  1. http://www.krebshilfe.de/deutsche-krebshilfe/vorstaende-und-gremien0.html#c18533
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)