Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 30.07.2018, aktuelle Version,

Hermann Klotz

Hermann Klotz im Jahre 1902

Hermann Klotz (* 11. Juni 1850 in Imst; † 6. März 1932 in Dornbirn) war ein österreichischer Bildhauer.

Leben

Der Sohn eines Tischlermeisters lernte zunächst bei Franz Xaver Renn und Johann Grissemann in Imst, anschließend arbeitete er im Atelier des Architekten Karl Kaiser in Wien. Ab 1875 studierte er bei Otto König an der Kunstgewerbeschule des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien, an der er 1879 zum Leiter der neu geschaffenen Abteilung für Schnitzerei und 1884 zum Professor berufen wurde. Zu seinen Schülern gehörten Franz Haider, Wolfgang Wallner und Franz Barwig der Ältere.

Klotz war insbesondere als Holzschnitzer tätig, was ihm den Spitznamen „Holzklotz“ einbrachte. Dabei erfand er ein neues Verfahren der Polychromie von Holzstatuen. Er schuf außerdem Statuen und Reliefs aus Marmor und Bronze, darunter eine lebensgroße Statue der schreitenden Kaiserin Elisabeth für die Matthiaskirche in Budapest. Diese Darstellung fand so großen Anklang, dass Kaiser Franz Joseph I. kleine Kopien in Biskuitporzellan herstellen ließ, um sie an Familienmitglieder und Staatsgäste zu verschenken.[1]

Kaiserin-Elisabeth-Denkmal aus Laaser Marmor, Meran

Werke

  • Reliefmedaillons (Satyrknaben), Österreichisches Museum für Angewandte Kunst, 1878
  • Allegorie der Holzbildhauerei, Österreichisches Museum für Angewandte Kunst, 1887
  • Entwurf für Nebengruppen des Andreas-Hofer-Denkmals am Bergisel, 1893
  • Kaiserin-Elisabeth-Denkmal in Meran, 1903
  • Statue von Kaiserin Elisabeth in der Budapester Matthiaskirche, 1905
  • Grabdenkmal für Max Stern, israelitische Abteilung des Innsbrucker Westfriedhofs, 1910[2]

Literatur

  Commons: Hermann Klotz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mythos Sisi, Hofburg Wien
  2. Ein neues Grabdenkmal. In: Innsbrucker Nachrichten, 25. Oktober 1910, S. 9 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/ibn