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vom 09.02.2017, aktuelle Version,

Herwig Reiter

Herwig Reiter (* 26. Juni 1941 in Waidhofen an der Thaya) ist ein österreichischer Dirigent und Komponist.

Biographie

Herwig Reiter stammt aus einer Musikerfamilie, sein Vater Albert Reiter war auch Musikpädagoge und Komponist. Er war zunächst Altsolist bei den Wiener Sängerknaben. Schon vor Abschluss seines Studiums wurde er als Kapellmeister zu den Wiener Sängerknaben engagiert, wo er von 1963 bis 1970 tätig war.

Von 1964 bis 1980 arbeitete er an einem Wiener Gymnasium, an dem er gemeinsam mit Gertraud Cerha und Roswitha Helmberg einen Schultyp gründete, in dem Musik und Bildende Kunst eine bevorzugte Rolle spielen. Bis zum Jahr 2002 war er an der Hochschule, bzw. später Musikuniversität Wien, als Professor für Didaktik und Dirigieren tätig.

Darüber hinaus wirkte er an der Musikuniversität Wien auch als Dirigent, Aufnahmeleiter und war als Referent und Juror beim Bundesjugendsingen in Spittal an der Drau tätig.[1] Reiter gründete das Junge Orchester Wien und den Webern Kammerchor, der jetzt von Alois Glaßner geleitet wird.[2] In Japan ist er auch durch Tourneen, in Österreich durch Sendungen im Rundfunk bekannt.

Seit Antritt seines Ruhestands widmet er sich hauptsächlich seinen Kompositionen. Herwig Reiters Kompositionen wurden auf CD publiziert, seine erste Oper Campiello wurde von der Neuen Oper Wien 2010 uraufgeführt. Reiter verfasste auch zwei Lehrbücher für Musikerziehung (Hören und Gestalten) sowie ein Chorbuch, durch das er in der österreichischen Chorszene bekannt ist.

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

  • Was macht man wenn... Kurzes Stück für Kinderchor und Orchester, Text von Peter Turrini (2013), Uraufführung beim Musikfest 2013 des Musikgymnasiums Wien.
  • Campiello. Oper nach einem Libretto von Peter Turrini nach Carlo Goldoni (2010)
  • Tod auf dem Mond, Operelle (Kurz-Oper, Musikzeit rund 23 Minuten) nach einem Libretto von Antonio Fian für das sirene Operntheater (2007)[5]
  • Der faule Edwin (2006)
  • Chorbuch (1999–2004)
  • Mandje, Mandje, Timpe Te (2003)
  • Messe für St. Augustin (2002)
  • Festival Music for Chiba (1999)
  • Iba de gaunz oaman fraun (1995)

Quellen

  1. Chorwettbewerb in Spittal
  2. Webern Kammerchor Nachfolger des von Reiter gegründeten Kammerchor der Wiener Musikhochschule
  3. LH Pröll überreichte NÖ Kulturpreise 2007. APA-Meldung vom 24. November 2007, abgerufen am 8. Mai 2015.
  4. Preisträgerinnen und Preisträger - Preise der Stadt Wien (abgerufen am 9. Februar 2017)
  5. Herwig Reiter - Werkverzeichnis. Abgerufen am 10. August 2015.