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vom 18.11.2018, aktuelle Version,

Hochplett

Hochplett
(Hochplettspitze)
Höchster Gipfel Hochplettspitz[e] (1134 m ü. A.)
Lage Oberösterreich
Teil der Mondseer Flyschberge, Salzkammergut-Berge
Koordinaten 47° 49′ N, 13° 28′ O
Gestein Kalksandstein, Mergel (Zementmergelserie der Flyschzone)
Alter des Gesteins ca. 90–70 Mio. Jahre (ConiaciumCampanium)
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Der Hochplett ist ein Bergmassiv der Mondseer Flyschberge im oberösterreichischen Salzkammergut. Seine höchste Erhebung ist die 1134 m ü. A. hohe Hochplettspitze (auch Hochplettspitz).

Lage und Landschaft

Der Hochplett ist dem Schafberg (1782 m ü. A.) nordöstlich vorgelagert, und erstreckt sich zwischen den Südenden von Mondsee im Westen und Attersee im Osten. Vom Schafbergmassiv ist er durch die Talung der Seeache bei Unterach, die Mond- und Attersee verbindet, getrennt. Nördlich erstreckt er sich an die Talmulde von Innerschwand und Oberwang, mit der unteren Wangauer Ache und dem Riedlbachtal.

Zwischen Riedlbachtal und Attersee verbindet die etwa 715 m ü. A. hohe Einsattelung von Streit bei Nußdorf das Hochplett-Massiv mit dem Massiv des Rossmoos (1015 m ü. A.) nordöstlich. Nordwestlich erstreckt sich jenseits der Wangauer Ache das Massiv des Mondseebergs (Kulmspitze 1095 m ü. A.), die Hauptgruppe des Flyschgebiets zwischen Irrsee und Attersee, dem Ostteil der Mondseer Flyschberge. Deren höchster Gipfel ist aber die Hochplettspitze.

Der langgestreckt-flache und mittelgebirgige Höhenrücken erstreckt sich west–ost-streichend über 11 Kilometer, mit Ausläufern von der Mondsee-Halbinsel von Linort bis an den Parschallenbach am Attersee. Nur die Fußlagen sind bäuerliche Kulturlandschaft, der Hauptteil ist bewaldetes, forstwirtschaftliches genutztes Hügelland.[1]

Geologie

Geologisch gehört der Hochplett zur Flyschzone der Alpen, und bildet direkt deren Südgrenze zum Kalkalpenzug Schafberg–Leonsberg, die Seeachen-Talung folgt dem ISAM-Störungssystem. Das Massiv bildet sich aus der Zementmergelserie (Coniacium bis Campanium, ca. 90–70 Mio. Jahre), das sind Kalksandsteine und Mergelstein. Am Bergfuß, am Mondseeufer bei Brunnfeld und Ort wie auch am ganzen Nordfuß findet sich ältere Reiselsberg-Formation und Seisenburg-Formation (Albium bis Santonium, ca. 110–80 Mio. Jahre), bei Unterach auch Rehbreingraben-Formation (verkieselter Gaultflysch, Aptium bis Albium, um 110 Mio. Jahre).[2] Dabei bildet die Zementmergelserie eine Mulde.[3][4] Die nach dem Massiv benannte Hochplett-Decke zieht sich im Westen vom Heuberg bei Salzburg bis an den Krahberg am Attersee-Ostufer.[3] Sie erreicht am Hochplettspitz die größte Breite, und die Zementmergelserie hier 500 m Mächtigkeit.[3]

Gipfel

Wichtigsten Gipfel des kaum gegliederten Hochplettmassivs sind (West–Ost):

  • Hölblingkogel (994 m ü. A.)
  • Koppenstein (1123 m ü. A.)
  • Hochplettspitze (1134 m ü. A.)
  • Großer Hollerberg (1090 m ü. A.)
  • Hochgupf (1071 m ü. A.)
  • Kleiner Hollerberg (993 m ü. A.)

Wege und Sehenswürdigkeiten

Der Berg ist leichtes Spazier- und Radgebiet. Im Ostteil liegen zwei kleine versumpfte Bergseen, der Egelsee (Naturschutzgebiet) und der Ellerwiessee. Am Südfuß liegen im Mondsee die Pfahlbausiedlung von See der steinzeitlichen Mondseekultur (UNESCO-Welterbe). Bei Unterach liegt der Edelkastanienwald (Naturschutzgebiet).

Einzelnachweise

  1. Diese Beschreibung folgt den Kulturlandschaften 2.3 und 2.4. der Gemeinde Unterach in der Naturraumkartierung Oberösterreich: Amt der Oberösterreichischen Landesregierung (Hrsg.): Landschaftserhebung Unterach am Attersee. Endbericht. Attnang-Puchheim 2005, PDF auf ZOBODAT.at. Vergl. auch die Berichte Innerschwand, Oberwang, Nußdorf (alle pdf ebd.).
  2. Dirk van Husen, Hans Egger; Geologische Bundesanstalt (Hrsg.): Geologische Karte der Republik Österreich. Erläuterungen zu Blatt 65 Mondsee. Wien 2014, S. 43 ff (im pdf S. 45 ff).
  3. 1 2 3 Hans Egger: Zur Geologie der Flyschzone im Bundesland Salzburg. In: Jahrbuch d. Geol. Bundes-Anstalt Band 132, Heft 2 (1989), 3.6. Die Hochplett-Decke, S. 392, ganzer Artikel S. 375–395, PDF auf ZOBODAT.at. dort S. 18; auch Abb. 3. Tektonische Übersichtskarte der südostbayerischen und Salzburger Flyschzone, S. 384/385, pdf S. 10/11);
    Vergl. Profilschnitt Tafel 2, Husen, Egger: Erläuterungen 2014, Anhang (pdf S. 147).
  4. Die halbringförmige Lagerung am Mondseeufer beschrieb schon Eberhard Fugger: Die oberösterreichischen Voralpen zwischen Irrsee und Traunsee. In: Jahrbuch d. k. k. geol. Reichsanstalt, 1903, 63. Band, 2. Heft, S. 305 f (ganzer Artikel S. 295–350, pdf, opac.geologie.ac.at, dort S. 11 f).