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vom 18.07.2016, aktuelle Version,

Hundskirche

Die Hundskirche (im Volksmund auch Altar) ist ein dreieckiger Felsen in einem Graben zwischen Kreuzen und der Ortschaft Boden (jeweils Gemeinde Paternion) in Kärnten. In den Felsen sind Zeichnungen und Inschriften geritzt, die auf eine Nutzung als geheimer Versammlungsort während des Geheimprotestantismus hindeuten.

Abzug des Hundes im Toleranzbethaus Fresach

Erkennbar ist eine gekrönte Schlange, möglicherweise als Anspielung auf Ferdinand, den innerösterreichischen Landesherrn und späteren deutschen Kaiser. Daneben ein Hund, der als Anspielung auf Petrus Canisius gedeutet wird. Eine weitere Figur wird als Schnecke gedeutet, die einen Kirchturm trägt, möglicherweise als Metapher für die behäbige, aber aufrechte protestantische Kirche. Weiters ist die (Jahres?)Zahl 1599 erkennbar und schließlich in verkehrter Schrift die Worte: also gets in der Welt.

Die Hundskirche ist eine Station auf der Radroute des Weges des Buches.[1]

Quellen

Literatur

  • Simone Madeleine Lassnig: Denkmäler der Reformationszeit und des Geheimprotestantismus im Raum Paternion. Die Hundskirche und umliegende Denkmäler. Wien 2010 (pdf [abgerufen am 3. Mai 2016] Diplomarbeit).
  • Hundskirche. In: Juwelen unserer Kulturlandschaft. Abgerufen am 3. Mai 2016.
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Einzelnachweise

  1. Mit dem Fahrrad auf dem "Weg des Buches". Abgerufen am 16. Oktober 2012.