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vom 29.05.2017, aktuelle Version,

Internationales Film Festival Innsbruck

Logo des Festivals
Eingang des Leokino während des IFFI 2017

Das Internationale Film Festival Innsbruck (kurz: IFFI) wird seit 1992 jährlich veranstaltet. Es begann 1992 im Zuge der „500-Jahres-Feier der Entdeckung Amerikas“ als „Amerika-Film-Festival“, wobei darunter vor allem der südamerikanische Teil des Doppelkontinents gemeint war. Daraus entwickelte sich die „CineVision“ (1996–1998), die sich dem Kino der Länder des Südens öffnete. Mit Erweiterung des Programmkinos „Cinematograph“ in der Museumstraße um das restaurierte und vielfach größere Leo-Kino standen nun ab 1999 drei Säle zur Verfügung und erweiterten die früheren Mini-Festivals zum Internationalen Filmfestival.

Traditioneller Schwerpunkt des Filmfestivals sind Filme aus und über Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Als Auszeichnungen werden der Filmpreis des Landes Tirol, der Preis der Landeshauptstadt Innsbruck, der Preis der Universität Innsbruck und der Südwind-Filmpreis sowie ein Publikumspreis vergeben. Präsident des Festivals ist Hans Kohl, Gründer und Festivaldirektor Helmut Groschup.

Anlässlich der 20. Auflage des Festivals erschien die Textsammlung IFFI ZWANZIG. Poetik des Zeigens.[1]

Preisträger

Filmpreis des Landes Tirol

Im Jahr 1999 wurde der Filmpreis des Landes Tirol erstmals vergeben und ist mit 5.500,- Euro dotiert.

Jahr Film Regisseur Produktionsland Produktionsjahr
1999 Koezimning Karasy (biography of a young accordionplayer) Satibaldy Narimbetov Kasachstan 1994
2000 Silmande-Tourbillon Pierre Yaméogo Burkina Faso 1998
2001 Toca Para Mi Rodrigo Fürth Argentinien 2000
2002 Fellini Nazim Abbasov Usbekistan 2000
2003 Araïs al-Teïn (Poupées d’argile) Nouri Bouzid Tunesien/Frankreich/Marokko 2002
2004 Días de Santiago – Krieg kennt nur Opfer Josué Méndez Peru 2004
2005 Parapalos (Pin boy) Ana Poliak Argentinien 2004
2006 Mang Zhong (Grain in Ear) Zhang Lu China/Südkorea 2005
2007 Juju Factory Balufu Bakupa-Kanyinda Demokratische Republik Kongo 2006
2008 Un Matin Bonne Heure Gahité Fofana Guinea/Frankreich 2006
2009 Teza Haile Gerima Äthiopien/Deutschland/Frankreich 2008
2010 True Noon Nosir Saidov Tadschikistan 2009
2011 Le Poids du Serment Kollo Daniel Sanou Burkina Faso 2011
2012 Archeo Jan Cvitkovic Slowenien 2011
2013 Nairobi Half Life David Gitonga Kenya 2013
2014 The First Rains of Spring Yerlan Nurmukhambetov Kasachstan 2013
2015 Muallim - The Teacher Nosir Saidov Tadschikistan 2014
2016 Lamb[2] Yared Zeleke Äthiopien/Frankreich/Deutschland/Norwegen/Katar 2015
2017 The Unseen[3] Perivi Katjavivi Namibia 2016

Dokumentarfilmpreis

Der mit 3.000,- Euro dotierte Dokumentarfilmpreis wird seit 2005 verliehen. Zunächst wurde er unter dem Namen Christian-Berger-Preis vergeben, weil er vom Kameramann Christian Berger initiiert wurde. 2007 benannte man ihn in ray-Filmmagazin-Dokumentarfilmpreis um. 2008 gab es einen Anerkennungspreis des IFFI. Ab 2009 hieß er Dokumentarfilmpreis des Innsbrucker Sommers, nunmehr Dokumentarfilmpreis der Stadt Innsbruck.

Jahr Film Regisseur Produktionsland
2005 Ask me, I’m positive Teboho Edkins[4] Südafrika
2006 True Love
Zwischen den Welten
Teboho Edkins
Yusuf Yeşilöz
Frankreich/Lesotho
Schweiz
2007 Am Rand der Städte Aysun Bademsoy Deutschland
2008 City Walls – My own private Teheran Afsar Sonia Shafie Schweiz/Iran
2009 Au loin des villages Olivier Zuchuats Tschad/Frankreich
2010 Die fünf Himmelsrichtungen Fridolin Schönwiese Mexiko/Österreich
2011 Sira – Wenn der Halbmond spricht Sandra Gysi und Ahmed Abdel Mohsen Schweiz
2012 Lieux Saints Jean-Marie Teno Kamerun
2013 Süßes Gift – Hilfe als Geschäft Peter Heller Deutschland
2014 Gangster of Love Nebojša Slijepčević Kroatien/Rumänien
2015 La Sirène de Faso Fani Michel K. Zongo Frankreich / Burkina Faso / Katar / Deutschland
2016 Lampedusa[2] Peter Schreiner Österreich
2017 Arreo[3] Nestor Tato Moreno Argentinien

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Dlouhy, Daniel, Hollaus, Melanie, Leitner, Joachim, Licha, Otto, Pronegg, Andreas: Poetik des Zeigens Festschrift für Helmut Groschup. Limbus-Verl, 2011, ISBN 978-3-902534-49-1 (worldcat.org).
  2. 1 2 Preisträger 2016. IFFI, 28. Mai 2016, archiviert vom Original, abgerufen am 28. Mai 2017.
  3. 1 2 Award Winners. IFFI, 28. Mai 2017, archiviert vom Original, abgerufen am 28. Mai 2017 (englisch).
  4. Link bei imdb.com, abgerufen am 11. September 2012.