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vom 04.05.2016, aktuelle Version,

Israelitischer Friedhof Klagenfurt am Wörthersee

Friedhofsportal
Grabstein Bert Friedländer

Der Israelitische Friedhof von Klagenfurt am Wörthersee liegt im 11. Bezirk St. Ruprecht. Er grenzt mit zwei Mauern an den christlichen Friedhof St. Ruprecht.

Der im Jahre 1888 gegründete Bestattungsverein Chewra Kadischa erwarb 1895 ein Grundstück vor dem christlichen Friedhof St. Ruprecht, wo bereits Juden beerdigt waren. Im Ersten Weltkrieg wurden auch jüdische Soldaten, welche in Lazaretten verstarben, hier begraben. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Friedhof Schäden durch Bomben im Luftkrieg, welche von der Stadt Klagenfurt mit Beschluss im Jahre 1964 behoben wurden. Bei einer weiteren Generalsanierung 2012 wurde das schmiedeeiserne Tor vom Kunstschmied Markus Pirker neu geschaffen. Die Generalsanierung wurde mit Marko M. Feingold, Präsident der Salzburger Kultusgemeinde, und Rajmund Pajer, Überlebender im KZ Mauthausen und KZ-Nebenlager Klagenfurt-Lendorf, am 8. Mai 2012 feierlich abgeschlossen.[1]

Da es in Klagenfurt keine jüdische Gemeinde mehr gibt, werden Bestattungen über die Israelitische Kultusgemeinde Graz durchgeführt.

Literatur

  • Nadja Danglmaier: Die jüdische Gemeinde in Klagenfurt. Von gesellschaftlicher Assimilation zur Zerstörung. Projektarbeit, Pädagogischen Akademie Linz, 2006.[2]
  Commons: Israelitischer Friedhof Klagenfurt am Wörthersee  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Israelitischer Friedhof restauriert und feierlich übergeben im Webauftritt von Bürgermeister Christian Scheider, 9. Mai 2012
  2. Projektarbeit von Nadja Danglmaier 2006 (PDF; 246 kB)