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vom 25.08.2018, aktuelle Version,

Jack Mylong-Münz

Jack Mylong-Münz, gebürtig Adolf Heinrich Münz, in den USA John Mylong (* 15. Septemberjul./ 27. September 1892greg.[1] in Mosty[2]; † 8. September 1975 in Beverly Hills) war ein russischstämmiger, bis 1933 überwiegend in Deutschland arbeitender und 1948 naturalisierter US-amerikanischer Schauspieler und Drehbuchautor.

Leben

Adolf Heinrich Münz begann seine Bühnenlaufbahn 1912 und war von 1915 bis 1918 Kriegsteilnehmer im Ersten Weltkrieg. Mit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit nannte er sich Jack Mylong-Münz. Zunächst schrieb er mehrere Kurzgeschichten, bis er ab 1921 ein vielbeschäftigter Schauspieler beim deutschen Film wurde.

Anfangs übernahm Mylong-Münz auch tragende Rollen, später musste er sich mit kleineren Aufgaben begnügen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 kehrte er nach Österreich zurück, nach dem Anschluss Österreichs emigrierte er im September 1938 nach Prag und im November desselben Jahres via England in die USA.

Seit Juni 1941 in Hollywood ansässig, wirkte er während des Zweiten Weltkrieges als John Mylong in zahlreichen Anti-Nazi-Filmen mit. Nach Kriegsende kam Mylong-Münz, der im November 1948 amerikanischer Staatsbürger geworden war, nur noch gelegentlich zum Einsatz. Für die Dreharbeiten zu dem Film Das Haus in Montevideo, wo er einen Anwalt spielte, kehrte er 1951 noch einmal nach Deutschland zurück.

Filmografie (Auswahl)

Literatur

  • Kay Weniger: „Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …“. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. ACABUS Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8, S. 354.
  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 5: L – N. Rudolf Lettinger – Lloyd Nolan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 605.

Anmerkungen

  1. Geburtsjahr 1892 laut IMDb, 1893 laut filmportal.de und cyranos.ch, 1894 laut Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. 1892 wird als korrekt angenommen; Münz scheint selbst verschiedene Angaben gegenüber Behörden gemacht zu haben.
  2. Die Mehrzahl der Quellen, darunter IMDb, filmportal.de, DNB u. a. geben Wien als Geburtsort an. Kay Weniger weist in Das große Personenlexikon des Films das zurück und nennt als Geburtsort „Mosty/Rußland“. Welcher der in Frage kommenden Orte im heutigen Polen, Ukraine, Weißrussland oder Russland damit gemeint ist, ist jedoch unklar.