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vom 19.05.2017, aktuelle Version,

Jochen Fallmann

Jochen Fallmann

Jochen Fallmann (2010)

Spielerinformationen
Geburtstag 19. Februar 1979
Geburtsort St. Pölten, Österreich
Größe 173 cm
Position Offensiver Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
1986–1989 ASV Radlberg
1989–1997 FC Admira/Wacker
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1997–2000 VfB Admira Wacker Mödling 54 0(1)
2000–2002 SV Braunau 66 0(8)
2002–2005 LASK Linz 75 0(1)
2005–2012 SKN St. Pölten 211 (26)
2012–2013 First Vienna FC 30 0(4)
2013–2015 SKN St. Pölten Juniors 35 0(3)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1994–1995 Österreich U-15
1995 Österreich U-16 7 0(0)
Österreich U-17
Österreich U-18
Österreich U-19
1998–2002 Österreich U-21
Stationen als Trainer
Jahre Station
2013–2015 SKN St. Pölten Juniors (Spielertrainer)
2015 SKN St. Pölten (interim)
2015–2016 SKN St. Pölten (Co-Trainer)
2016 SKN St. Pölten Juniors (interim)
2016– SKN St. Pölten
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Jochen Fallmann (* 19. Februar 1979 in St. Pölten) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler und nunmehriger -trainer.

Karriere

Verein

Fallmann begann seine Karriere in der Jugendmannschaft des ASV Radlberg, ehe er 1989 im Alter von zehn Jahren in die Jugendabteilung des FC Admira Wacker wechselte. Anfangs fuhr ihn sein Vater fünfmal die Woche vom rund 60 Kilometer entfernten St. Pölten in die Südstadt, ehe er 1992 ins Internat der Admira wechselte. Im Zuge der Ausbildung entwickelte er sich daraufhin zu einem der hoffnungsvollsten Talente Österreichs zur damaligen Zeit.

In der Spielzeit 1997/98 folgte sein Debüt für die Admira in der Bundesliga. Die Saison verlief desaströs. Der frisch mit dem VfB Mödling fusionierte Verein ging mit einer stark veralteten Mannschaft ins Spieljahr, die mit Altstars wie Andreas Ogris, Manfred Zsak oder Arminas Narbekovas, die ihren Leistungszenit bereits deutlich überschritten hatten, bespickt war. Zusätzlich konnte auch Fallmann die in ihn gesetzten großen Erwartungen nicht erfüllen, wodurch der Verein zum Saisonende als Tabellenletzter, dass erste Mal seit 27 Jahren den bitteren Gang in die 2. österreichische Spielklasse antreten musste.

Die Folgesaison verlief ähnlich enttäuschend. Als Titelfavorit mit dem klaren Ziel sofortiger Wiederaufstieg in die Saison gestartet, verfehlte man dieses mit Tabellenplatz drei und 15 Punkten Rückstand auf Meister SW Bregenz deutlich. Fallmann war zwar Stammspieler, wusste jedoch, im Gegensatz zu seinen Einsätzen in den diversen Jugendauswahlen von Österreich im Verein kaum zu überzeugen. Zur Spielzeit 1999/2000 verlor er daraufhin unter Trainer Milan Miklavic seinen Stammplatz und kam bis zur Winterpause auf lediglich 4 Saisoneinsätze. Als logische Konsequenz wechselte er in Folge im Januar 2000 ligaintern zum damaligen Mittelständer SV Austria Braunau.

Dort traf er mit Alexander Schriebl und Gerhard Breitenberger auf alte Bekannte aus verschiedenen Jugendnationalmannschaften, die ebenfalls bei ihrem Stammverein (SV Salzburg) vorerst gescheitert waren. In der jungen Mannschaft von Braunau stabilisierte Fallmann seine Form und wurde zu einem wichtigen Teil im Mittelfeld der Mannschaft. In der Saison 2000/01 spielte er zeitweise groß auf und schaffte mit sieben Saisontoren seine bis heute bestehende Bestmarke. Während der Spielzeit schlitterte der Verein in den Konkurs und stellte zur Winterpause den Spielbetrieb ein, um sich in Folge komplett aufzulösen. Fallmann wechselte daraufhin ablösefrei zum gerade aus der Bundesliga abgestiegenen Traditionsverein LASK.

Als großer Aufstiegsfavorit gehandelt, war der LASK zu dieser Zeit bereits überraschend im Abstiegskampf der zweiten Liga gelandet. In der Rückrunde schaffte man es den Abstieg abzuwenden und landete mit Tabellenendrang 5 im gesicherten Mittelfeld der Liga. Fallmann wirkte in zwölf Spielen der Rückrunde mit, ohne einen Torerfolg zu verzeichnen. Es folgten zwei unauffällige Spielzeiten mit dem LASK im Mittelfeld der Liga, die mehr negative als positive Schlagzeilen hervorbrachte. Fallmann, der zu dieser Zeit bereits mit dem Prädikat "ewiges Talent" oder "Mitglied der verlorenen Generation" abgestempelt wurde, spielte selten herausragend und ging im allgemein schlechten Niveau der Mannschaft unter.

Nach Ablauf seines Vertrags wechselte er daraufhin in die Regionalliga Ost zu seinem Heimatverein SKN St. Pölten. In seiner Debütsaison bildete er daraufhin bei den in den Vorjahren durch mehrere kleine Skandale gebeutelten St. Pöltner mit Helmut Prenner ein kongeniales Mittelfeldduo. Mit den Verpflichtungen von Markus Holemar und Markus "Magic" Aigner zur Spielzeit 2005/06 hatte man das spielstärkste Mittelfeld der Liga und scheiterte mit lediglich einem Punkt Rückstand auf Meister SC-ESV Parndorf denkbar knapp am Aufstieg in die Erste Liga. Durch die Verkäufe von Aigner und Prenner zur Spielzeit 2006/07 war man zum Neuaufbau der Mannschaft gezwungen, den man fast ausschließlich mit Spielern der vereinsnahen AKA St. Pölten durchführte. Dem zwischenzeitlichen Tief mit Tabellenplatz 5 folgte in der Saison 2007/08 dann der Aufstieg in die Erste Liga. Fallmann, inzwischen zur Integrationsfigur und Kapitän herangereift, führte die hochtalentierte Mannschaft mit 13 Punkten Vorsprung souverän zum Meistertitel in der Regionalliga Ost.

In der Spielzeit 2008/09 avancierte man daraufhin als Aufsteiger zur Überraschungsmannschaft der Saison und nahm lange am Titelkampf der Liga teil. Am Saisonende belegte man den guten Tabellenrang 5.

Fallmann ist im Besitz der UEFA-A-Trainerlizenz und betreut seit Herbst 2009 in Doppelfunktion die U-12 Jugendmannschaft des SKN St. Pölten.

Im Sommer 2012 wechselte Fallmann zum Erste Liga-Klub First Vienna FC nach Döbling.[1] Nach der Saison 2012/13 beendete er seine Karriere als Profi.

Nationalmannschaft

Als großes Talent durchlief Fallmann alle Jugendauswahlmannschaften Österreichs bis zur U-21. Dabei kam er auf etwa 50 Jugendländerspiele.

Unter anderem stand er mit Spielern wie Gernot Sick oder Markus Kiesenebner im Kader Österreichs für die U-16-Fußball-Europameisterschaft 1995. Seine bisher letzten Nationalmannschaftseinsätze absolvierte er während der Qualifikation zur U-21 Europameisterschaft 2002.

Trainerkarriere

Fallmann wechselte nach seinem Karriereende als Profi zurück nach St. Pölten, wo er gemeinsam mit Thomas Nentwich Spielertrainer der Landesligamannschaft wurde. Mit den SKN St. Pölten Juniors stieg er 2013/14 in die Regionalliga auf. Im März 2015 wurde Fallmann, erneut mit Nentwich, interimistisch Trainer der Profis in der zweiten Liga.[2] Nach dem Saisonende wurde er schließlich Co-Trainer vom neuen Trainer Karl Daxbacher. Im Oktober 2016 wurde er Interimstrainer der Amateurmannschaft der St. Pöltner.[3] Im selben Monat übernahm er nach der Entlassung von Daxbacher bei den Profis mit Nentwich interimistisch den Trainerposten bei der inzwischen in der Bundesliga spielenden Profimannschaft.[4]

Im Dezember 2016 wurde er schließlich alleine fest Cheftrainer.[5]

Erfolge

  Commons: Jochen Fallmann  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Vorstellung der Trainer: Jochen Fallmann
  2. SKN St. Pölten wirft Trainer Michael Steiner raus heute.at, am 21. März 2015, abgerufen am 18. November 2016
  3. Fallmann übernimmt SKN Juniors! fanreport.com, am 4. Oktober 2016, abgerufen am 18. November 2016
  4. Das Wolfsrudel beurlaubt Leitwolf Karl Daxbacher! skn-stpoelten.at, am 25. Oktober 2016, abgerufen am 18. November 2016
  5. Jochen Fallmann als Leitwolf bestätigt! skn-stpoelten.at, am 23. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016