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vom 11.06.2020, aktuelle Version,

Johann Neubauer (Mundartdichter)

Johann Neubauer (* 14. Februar 1880 in Oberschützen; † 13. Juni 1970 ebenda) war hianzischer Mundartdichter.

Leben

Er besuchte die evangelische Lehrerbildungsanstalt in seinem Heimatort Oberschützen und unterrichtete dann für 20 Jahre in Franzfeld (Banat), wo er auch Amalia geb. Fempel heiratete. Anschließend kam er nach Ödenburg, wo er 1923 seinen ersten Gedichtband Heanzische Bliamal veröffentlichte und bis 1945 die evangelische Volksschule leitete. Er schrieb außerdem gemeinsam mit Ignaz Anton Schiller für die Ödenburger Zeitung. Nach 1945 und der Vertreibung der Ungarndeutschen aus Sopron kehrte er nach Oberschützen zurück. Dort hat er 1958 eine zweite erweiterte Auflage seines hianzischen Gedichtbandes veröffentlicht und sich sprachgeschichtlich bedeutsam[1] um die Erfassung des hianzischen Wortschatzes bemüht. Außerdem war er in zahlreichen Vereinen und Ausschüssen der ungarndeutschen Heimatvertriebenen tätig.

Werke

  • Heanzische Bliamal (1923; 2. erw. Auflage, 1958)

Literatur

  • Kulturverein für Ödenburg und Umgebung (Hrsg.): 50 Jahre Treue zu Ödenburg, Bad Wimpfen 1996, S. 190/191
  • Christa Grabenhofer: Johann Neubauer (1880–1970). In: Oberschützer Museumsblätter, Folge 3, 2006.

Einzelnachweise

  1. Helmut Stefan Milletich (Hrsg.): Beiträge zu einer Literaturgeschichte des Burgenlandes, Band 1, Wien 2009, S. 380.