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vom 19.08.2016, aktuelle Version,

Johann von Radinger

Büste Radingers vor der Technischen Universität Wien
Johann von Radinger

Johann Friedrich Edler von Radinger (* 31. Juli 1842 in Wien; † 20. November 1901 ebenda) war ein österreichischer Maschinenbauingenieur.

Johann Radinger studierte bis 1863 an der Maschinenbauschule des Polytechnischen Instituts (heute: Technische Universität) in Wien. Er war Mitarbeiter (Adjunkt) am Polytechnischen Institut (ab 1867), außerordentlicher Professor (ab 1875), ordentlicher Professor des Maschinenbaus (ab 1879), Dekan (1881–1885) und Rektor (1891–1892). Radinger erfand die Radingersche Methode der Schwungradberechnung und ermöglichte damit den Bau effektiverer Kraftmaschinen. Er war als Planer, Konstrukteur und Gutachter für viele Industrieanlagen in Österreich-Ungarn tätig, darunter Walzwerke, Dampfmühlen, Spinnereien, Webereien, Sägewerke, Ziegeleien, Metallwarenfabriken, Petroleumfabriken und Chemiefabriken. 1892 war er als Bauleiter für die Einrichtungen der Staatsdruckerei und des Hauptmünzamtes zuständig.

Ehrungen

Johann Radinger erhielt ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 14 A, Nr. 47), dessen Grabstein mit einem Relief von Rudolf Weyr geschmückt ist. Im Jahr 1905 wurde in Wien Leopoldstadt (2. Bezirk) die Radingerstraße nach ihm benannt.

Schriften

  • Über Dampfmaschinen mit hoher Kolbengeschwindigkeit, 1870

Literatur