Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 17.02.2017, aktuelle Version,

Josef Dobner

Josef Dobner (* 5. April 1898 im Tachov; † 20. März 1972 in Villach) war ein österreichischer Bildhauer.

Leben

Weil der Viehhändlersohn ein guter Zeichner war, durfte er die Fachschule für Drechslerei und Tischlerei in Hallstatt besuchen. In dieser Schule kam er auch mit der Holzbildhauerei in Berührung. 1915 ging der 17-Jährige als Freiwilliger an die Isonzofront. Nach dem Krieg setzte er seine Ausbildung in Hallstatt und danach an der Akademie für angewandte Kunst in Wien fort. Nach Abschluss des Studiums war Dobner bis 1926 Assistent bei Anton Hanak. Im besagten Jahr holte ihn Clemens Holzmeister nach Salzburg, wo das neue Festspielhaus vor der Fertigstellung stand. Binnen zwei Wochen waren über ein Dutzend Porträtbüsten von Persönlichkeiten, die sich um den Bau verdient gemacht hatten, sowie zwei Dutzend groteske Köpfe für die Balkone zu schaffen. Hierauf zog ihn ein Architekt zu Ausstattungsarbeiten in Wiener Cottagevierteln heran. Als erste öffentliche Anerkennung gab es 1928 für den nunmehr 30-Jährigen einen Staatspreis für seinen Gaukler aus Lindenholz. 1930 wurde dem Freischaffenden ein Staatsatelier im Wiener Prater zur Verfügung gestellt. Hier entstand u. a. ein aus 14 Stationen bestehender Kreuzweg. Ein Bronzeguss kam in die Seipel-Dollfuß-Gedächtniskirche, einen weiteren erwarb die italienische Regierung.[1]

Das Jahr 1935 brachte den Bildhauer nach Kärnten. Er wurde an die Bundesgewerbeschule nach Villach berufen, um das Fach Stein- und Holzbildhauerei zu lehren. Nach dem Anschluss Österreichs zählte Dobner zu den bevorzugten Künstlern der Kärntner NS-Größen (Hitler-Büste, Klausner-Büsten, Klausner-Grabmal). 1945 wurde die Abteilung Bildhauerei geschlossen, und der nun 47-jährige Lehrer und Künstler musste sich in der Folge als Freischaffender über die Runden bringen. Bekannte Werke von seiner Hand sind das Paracelsusrelief in Villach und die Porträtbüsten von Paracelsus, Arnold Clementschitsch und Althistoriker Rudolf Egger sowie das Totenmal für den Villacher Waldfriedhof aus dem Jahre 1953. Sepp Dobner starb kurz vor Vollendung seines 74. Lebensjahres am 20. März 1972 in Villach.[2]

Bildergalerie

Werke (Auswahl)

  • Kriegerdenkmal am Waldfriedhof von Sankt Martin, Villach
  • Marmorbüste von Gauleiter Hubert Klausner

Literatur

Einzelnachweise

  1. Die Neue Zeit am 4. April 1948
  2. Volkszeitung am 9. Juni 1962 und 21. März 1972
  Commons: Josef Dobner  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien