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vom 14.01.2017, aktuelle Version,

Josef Kreiner (Japanologe)

Josef Kreiner (* 15. März 1940 in Wien) ist ein österreichischer Japanologe und war von 1977 bis zu seiner Emeritierung 2008 Professor für Japanologie an der Universität Bonn sowie Direktor des Japanologischen Seminars.

Wirken

Kreiner ist ein Pionier der ethnologisch ausgerichteten Japanforschung und ein Spezialist für Okinawa und die Ainu. Er ist außerdem Mitbegründer der European Association of Japan Studies EAJS (Präsidentschaft 1973–1980), des Weiteren erster Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ) und Gründer der Philipp-Franz-von-Siebold-Stiftung, BMBF (Direktor 1988–1996). Kreiner ist ein Schüler von Alexander Slawik. Von 1971 bis zu seiner Berufung nach Bonn 1977 war Kreiner ordentlicher Universitätsprofessor für Japanologie und Vorstand des gleichnamigen Instituts an der Universität Wien. Nach seiner Emeritierung war er an der Hōsei-Universität als Professor für Sonderaufgaben tätig und betreut unter anderem die neu gegründete International Association for Ryukyuan/Okinawan Studies (IAROS).[1]

Werke (Auswahl)

  • als Herausgeber: Kleine Geschichte Japans. Reclam, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-15-010783-6.
  • als Herausgeber: Japanese Collections in European Museums (= Japan-Archiv. Bd. 5). Bier'sche Verlagsanstalt, Bonn 2005;
  • Der Russisch-Japanische Krieg. (1904/05). V & R Unipress u. a., Göttingen u. a. 2005, ISBN 3-89971-247-1.
  • als Herausgeber: Ryûkyû in World History (= Japan-Archiv. Bd. 2). Bier'sche Verlags-Anstalt, Bonn 2001, ISBN 3-9806179-7-1.

Auszeichnungen

Anmerkungen

  1. Siehe auch Hans Dieter Ölschleger (Hrsg.): Theories and methods in Japanese Studies. Current state and future developments. Papers in honor of Josef Kreiner. V & R Unipress, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89971-355-8.