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vom 15.11.2017, aktuelle Version,

Judith Glück

Judith Glück (* 15. Juli 1969 in München) ist eine österreichische Psychologin und Weisheitsforscherin. Seit 2007 ist sie Lehrstuhl­inhaberin für Entwicklungs­psychologie an der Universität Klagenfurt.

Leben und Werk

Glück studierte an der Universität Wien Psychologie, diplomierte 1995 und promovierte 1999 zur Doktorin der Naturwissenschaften. 1995 bis 1999 war sie Universitätsassistentin an der Universität Wien, 2000 bis 2002 Postdoctoral Research Fellow am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, wo sie unter anderem mit Paul B. Baltes forschte. 2001 habilitierte sie sich für das Gesamtfach Psychologie an der Universität Wien.[1]

Judith Glück ist die Tochter von Wolfgang Glück. Sie ist mit dem Kognitionswissenschaftler Oliver Vitouch verheiratet.

Forschung

Die Forschungsschwerpunkte von Judith Glück liegen in verschiedenen Bereichen der Entwicklungspsychologie, dabei im Besonderen bei der Erforschung von Weisheit. Weitere Forschungsthemen sind die Entwicklung des räumlichen Denkens, Lebenslange Entwicklung und Lebenslanges Lernen, Selbst und Identität im Lebensrückblick sowie Methoden der Entwicklungspsychologie, z. B. Item-Response-Modelle für Längsschnittdaten.

Seit 2008 leitet Judith Glück das vom FWF und von der University of Chicago geförderte Projekt Weisheit.[2][3][4] Sie ist zudem vielfach als Gutachterin für wissenschaftliche Fachzeitschriften, Verlage und Organisationen tätig.

Publikationen (Auswahl)

  • Weisheit: Die 5 Prinzipien des gelingenden Lebens. München: Kösel-Verlag (Random House), 2016
  • Glück, J. & Bluck, S. (2014). The MORE Life Experience Model: A theory of the development of personal wisdom. In M. Ferrari & N. Weststrate (Eds.), The Scientific Study of Personal Wisdom (pp. 75-98). New York: Springer.
  • Staudinger, U. M., & Glück, J. (2011). Psychological wisdom research: Commonalities and differences in a growing field. Annual Review of Psychology, 62, 215-241.
  • Glück, J., & Bluck, S. (2011). Laypeople’s conceptions of wisdom and its development: Cognitive and integrative views. Journal of Gerontology: Psychological Sciences, 66B, 321-324.
  • Glück, J., & Bluck, S. (2007). Looking back across the lifespan: A life story account of the reminiscence bump. Memory and Cognition, 35, 1928–1939.
  • Glück, J., & Baltes, P. B. (2006). Using the concept of wisdom to enhance the expression of wisdom knowledge: Not the philosopher's dream, but differential effects of developmental preparedness. Psychology and Aging, 21, 679-690.
  • Glück, J., Machat, R., Jirasko, M., & Rollett, B. (2002). Training-related changes in solution strategy in a spatial test: An application of item response models. Learning and Individual Differences, 13, 1-22.

Einzelnachweise

  1. Judith Glück, bei Universität Klagenfurt
  2. Projekt Weisheit, bei Universität Klagenfurt
  3. Judith Glück, bei Defining Wisdom Research Networks
  4. TV-Bericht bei Quarks & Co