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vom 06.03.2022, aktuelle Version,

Julius-Reich-Preis

Der Julius-Reich-Preis wurde in Wien an junge Schriftsteller und Maler vergeben.

Stifter Julius Reich

Der private Literaturpreis wurde von Kommerzialrat Julius Reich durch eine Testamentsverfügung gestiftet. Reich stammte aus Mähren, Koritschan, war jüdischen Glaubens und besaß eine Glasfabrik. Im Alter verlor er sein Gehör. Von akustischen Sinnesreizen ausgeschlossen, beschäftigte er sich mit Bildender Kunst und Literatur. Aus dem Erlös der Versteigerung seiner Bibliothek und seiner Kunstsammlung wurde die "Julius Reich Künstlerstiftung" und die "Julius Reich Dichterstiftung" eingerichtet.

Kuratorium des Preises

Im Kuratorium entschieden zwei Professoren und drei Schriftsteller über die Preisvergabe. Weiters wurde der jeweilige Direktor des Burgtheaters und ein Vertreter der Wiener Schriftstellervereinigung beigezogen.

Im Kuratorium war unter anderem der Münchner Germanist Walter Brecht und der Bruder des Stifters, Emil Reich.

Preisträger

Liquidierung des Preises

Über das Schicksal des Stiftungsvermögens ist nichts bekannt. Dokumente zur Arisierung wurden im Wiener Stadt- und Landesarchiv nicht gefunden.[5]

Einzelnachweise

  1. Julius-Reich-Dichterstiftung. In: Wiener Zeitung, 3. Dezember 1925, S. 3
  2. Stadt Wien (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wien.gv.at - Julius-Reich-Preis für Rudolf Felmayer, Rathauskorrespondenz, siehe 21. Dezember 1957.
  3. Hans-Leb-Website (Memento vom 10. Mai 2004 im Internet Archive)
  4. Wilhelm Franke, bei ÖNB
  5. literaturepochen.at - Waltraud Strickhausen: Die Erzählerin Hilde Spiel oder Der weite Wurf in die Finsternis, Peter Lang 1996, ISBN 0-8204-2623-7.