unbekannter Gast
vom 05.07.2016, aktuelle Version,

Juristische Blätter

Die Juristischen Blätter prägen die Entwicklung der österreichischen Rechtslandschaft seit über 135 Jahren. Sie sind das zentrale Forum für Abhandlungen über theoretisch-dogmatische und praktische Probleme aus dem gesamten Gebiet des österreichischen Rechts. Die Juristischen Blätter, kurz „JBl“, werden monatlich mit der Beilage „Wirtschaftsrechtliche Blätter“ im Verlag Österreich herausgegeben.

Geschichte

Die Juristischen Blätter erscheinen erstmals 1872 als Wochenzeitschrift in Wien. Von 1890 bis 1908 wird die Zeitschrift von Robert Schindler, zeitweilig zusammen mit Edmund Benedikt herausgegeben. Ernst Bum fungiert seit 1908, zuerst gemeinsam mit Robert Schindler, dann als alleiniger Herausgeber. Ab 1922 tritt die Juristische Blätter GmbH als Eigentümer und Verleger in Erscheinung, Ernst Bum ist weiterhin Herausgeber und verantwortlicher Schriftleiter. 1924 stößt Professor Heinrich Klang als Herausgeber hinzu, bis 1926 erscheinen die Juristischen Blätter noch im Eigenverlag. Ab 1928 löst Rechtsanwalt Otto Zimbler Ernst Bum als Herausgeber ab und die Juristischen Blätter erscheinen ab sofort im Verlag von Julius Springer in Wien.

In den Jahren 1932 bis 1938 werden die Juristischen Blätter vereinigt mit der Gerichts-Zeitung verlegt. Zwischen 1939 und 1945 gibt es keine Aufzeichnungen über das Erscheinen der Zeitschrift, sie erscheint wieder ab 1946. Seit 2012 und dem Verkauf des juristischen Programms von SpringerWienNewYork werden die Juristischen Blätter im Verlag Österreich herausgegeben.

Die Zeitschrift erscheint zunächst im Wochenrhythmus, ab 1926 14-täglich und ab 1957 monatlich. Die Juristischen Blätter sind online auf der Fachdatenbank LexisNexis® Online im Volltext und auf Jahrzehnte rückerfasst zugänglich.

Inhalt

Die Juristischen Blätter bieten dem Praktiker jeden Monat kompetente Antworten zu aktuellen und grundsätzlichen juristischen Themen. Ein ausführlicher, von Wissenschaftern wie Praktikern gestalteter Entscheidungsteil dokumentiert die Entwicklung der höchstrichterlichen Rechtsprechung aller juristischen Fachgebiete. Das Herausgebergremium ist hochkarätig besetzt und steht sowohl für inhaltliche Qualität als auch für ein Höchstmaß an Praxisrelevanz. Ein strenges Begutachtungsverfahren gewährleistet die Einhaltung höchster wissenschaftlicher Standards in den publizierten Beiträgen. Angehörige der Höchstgerichte stellen die Auswahl wichtiger Entscheidungen und deren korrekte Wiedergabe in den Juristischen Blättern sicher.

Beilagen

  • ab 1929: Jahrbuch höchstrichterlicher Entscheidungen
  • 1987–heute: Wirtschaftsrechtliche Blätter