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vom 10.02.2016, aktuelle Version,

Kärntner Tageszeitung

Die Kärntner Tageszeitung (KTZ) war eine österreichische Tageszeitung, die zwischen 1946 und 2014 in Klagenfurt erschien.[1]

Kärntner Tageszeitung
Beschreibung Österreichische Tageszeitung
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage Durchschnittlich 32.000 Exemplare
Herausgeber Kärntner Medienhaus

Geschichte

Die KTZ wurde im Herbst 1945 von der SPÖ-Kärnten unter dem Namen Neue Zeit als Lizenzzeitung gegründet. Bis Jänner 1946 erschien sie als Wochenzeitung. 1965 wurde sie in Kärntner Tageszeitung umbenannt.

Bis Dezember 2009 war sie zu 100 % im Besitz der SPÖ. Die Bewirtschaftung der Anzeigenflächen wie auch der Abonnenten oblag der Mediaprint. Mit Jänner 2010 trat die SPÖ 55 % ihrer Anteile ab. Dies führte zu einer Umstrukturierung. Chefredakteur Ralf Mosser und Geschäftsführer Bernhard Wernig hielten dann jeweils 22,5 %, die BB & Partner Vermögens- und Liegenschafts GmbH mit Eigentümer Hansjörg Berger stieg mit weiteren 10 % ein. Abo- und Anzeigenvertrieb wurden seit dieser Umstrukturierung wieder durch die KTZ selbst bewirtschaftet.

Mit Oktober 2010 übernahm die BB & Partner Vermögens- und Liegenschafts GmbH mit Eigentümer Hansjörg Berger die 90 % Geschäftsanteile von Bernhard Wernig, Ralf Mosser und der SPÖ Kärnten. Seit diesem Zeitpunkt war die KTZ wieder unabhängig und parteifrei. Durch den neuen Eigentümer wurde das Kärntner Medienhaus gegründet, das sowohl die KTZ, die Blitzlichtrevue, als auch die Kärnten-Journale herausgab. Die KTZ unterhielt außerdem sechs regionale Außenredaktionen für die Gebiete Unterkärnten, Oberkärnten, Klagenfurt Stadt und Land, Villach Stadt und Land, Mittelkärnten und dem Gail- Gitsch- und Lesachtal. Sie war die letzte Kärntner Tageszeitung, die sich nicht im Besitz von Medienkonzernen befand. Am 24. Jänner 2013 wurde bekannt, dass der Unternehmer Dietmar Wassermann 75 % an der "Kärntner Tageszeitung" übernommen hatte. Die verbleibenden 25 % hielt der bisherige Alleineigentümer Hansjörg Berger.

Zur KTZ Tageszeitung gehörten auch die Kärnten-Journale (früher KTZ Bezirksjournale), die auf Hochglanzpapier kostenlos an alle Kärntner Haushalte ergingen. Seit 16. April 2010 erschienen lokale Kärnten-Journale für die Bezirke Villach Stadt und Land sowie für Wolfsberg. Mit September und Oktober 2010 wurden die Kärnten-Journale auch in den Bezirken Klagenfurt Stadt und Land und kurz darauf im Gail-, Gitsch- und Lesachtal, Mittelkärnten sowie Spittal an der Drau umgesetzt. Insgesamt wurden die Kärnten-Journale mit einer Gesamtauflage von 220.000 gedruckten Exemplaren publiziert. Die KTZ war Genossenschafterin der Austria Presse Agentur.

Am 28. Februar 2014 erschien bedingt durch eine Insolvenz die letzte Ausgabe der Zeitung.[1]

Konzeption und Auflage

Seit September 2011 fanden sich in der KTZ spezielle Themenseiten, die jeweils einmal in der Woche erschienen und sich mit folgenden Richtungen näher beschäftigen: Montags: Kärntner Sport, Dienstags: Kärntens Regionen, Mittwochs: Genießen und Leben, Donnerstags Wohnen und Leben, Freitags: Motor und Leben, Samstags: Wirtschaft und Erfolg, Sonntags: Reisen und Leben.

Nach eigenen Angaben lag die durchschnittlich verbreitete Auflage bei 32.000 Exemplaren. Von Montag bis Samstag erschienen 28.000 bis 30.000 Exemplare, am Sonntag erhöhte sich die Auflage auf 38.000 bis 40.000 Exemplare (Stand November 2011). Laut Österreichischer Media-Analyse verfügte die KTZ in Kärnten über eine Reichweite von 12,3 Prozent im Jahr 2009. Bei dieser Mediaanalyse konnte die KTZ nach Jahren des Leserrückganges eine Steigerung von 10.000 Lesern erzielen. Druck und Vertrieb besorgte die Mediaprint.

Mitarbeiter

Journalisten, die für die KTZ schrieben, waren unter anderem:

Einzelnachweise

  1. 1 2 Aus für die „Kärntner Tageszeitung“ auf ORF am 27. Februar 2014, abgerufen am 27. Februar 2014